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Formel 1: Die Zeitentabelle der zweiten Testwoche

Außenseiter weit vorne im Jerez-Klassement

Pedro de la Rosa Foto: xpb 32 Bilder

Mit Jenson Button konnte sich in Jerez erneut ein McLaren-Pilot an die Spitze der Wochentabelle setzen. Ganz oben stehen auch einige Teams, mit denen man vorher nicht unbedingt gerechnet hat. Wir haben für Sie alle Zeiten übersichtlich zusammengefasst.

22.02.2010 Tobias Grüner

Nachdem sich der Regen in Jerez verzogen hatte, gaben die Formel 1-Teams endlich etwas Gas. Wir haben die Zeiten der vorletzten Testwoche noch einmal zusammengefasst. Schnellster Mann war wieder ein McLaren-Pilot. Auch zwei Außenseiter mischen vorne mit.

Langsam wird es ernst für die elf Formel 1-Teams, die sich in Spanien auf den Saisonauftakt in Bahrain vorbereiten. Nachdem am Samstag die dritte Testwoche zu Ende ging, bleiben jetzt nur noch vier Testtage in Barcelona, um alle Kinderkrankheiten an den neuen Autos auszumerzen und ein gutes Basissetup für den Saisonauftakt in Bahrain zu finden.

McLaren fährt erneut Wochenbestzeit

Doch auch nach acht Testtagen in Jerez ist das Kräfteverhältnis an der Spitze immer noch sehr undurchsichtig. Immerhin konnten die Piloten auf der trockenen Strecke in Andalusien am Freitag und Samstag endlich Gas geben. Mit mehr Gummi auf der Piste purzelten auch die Zeiten.

Mit 1:18.871 Min. fuhr Jenson Button am Ende die schnellste Zeit der Woche. Schon nach den ersten vier Tagen in Jerez stand mit Lewis Hamilton ein McLaren ganz vorne. Es scheint allerdings bei allen Teams noch etwas Luft nach oben zu geben. Niemand will die Karten frühzeitig auf den Tisch legen. Und so fanden sich hinter dem Weltmeister auch zwei Piloten im Wochenklassement ganz vorne, die man in Bahrain nicht an der Spitze erwartet.

Renault und Sauber mischen vorne mit

Robert Kubica fuhr drei Zehntel hinter Button die zweitbeste Zeit. Trotz des guten Ergebnisses war von Euphorie aber keine Spur bei Renault . "Wir sind zufrieden mit den Resultaten", erklärte Chefingenieur Alan Permane nach dem letzten Testtag von Jerez nüchtern. Kamui Kobayashi, der mit seinem Sauber C29 knapp hinter Kubica die drittbeste Zeit fuhr, will die Ergebnisse nicht überbewerten: "Wir werden die Daten jetzt analysieren und die notwendigen Schlüsse für den nächsten Test in Barcelona ziehen."

Force India zwischen Red Bull und Mercedes GP

Und was machten die anderen selbsternannten Top-Teams? Red Bull-Pilot Mark Webber hielt sich nach der Bestzeit am Freitag etwas zurück und überließ der Konkurrenz zum Abschluss den Vortritt. "Wir haben viele Dinge ausprobiert und neue Dinge gelernt", erklärte der Australier zu seinem Testprogramm. Am Ende ließ sich Webber die viertschnellste Zeit der Woche notieren.

Auf Platz fünf folgt bereits die nächste Überraschung. Force India-Pilot Tonio Liuzzi ließ am Samstag das Potenzial des neuen VJM03 aufblitzen und hielt den Rückstand auf Button unter einer Sekunde. Erst auf Platz sechs folgte der erste Mercedes GP von Nico Rosberg, der Teamkollege Michael Schumacher 1,3 Sekunden hinter sich ließ. Sorgen scheint man sich bei den Silberpfeilen aber nicht zu machen. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir scheinen uns in guter Form für den Saisonauftakt zu befinden", erklärte Ross Brawn.

Ferrari: "Konkurrenz lässt Muskeln spielen"

Das gleiche gilt für Ferrari. Im Gegensatz zur ersten Testwoche von Valencia verzichtet die Scuderia auf Bestzeiten und arbeitet konzentriert an der Entwicklung des Autos. "Der F10 entwickelt sich sehr gut", erklärte Fernando Alonso. "Es gibt nichts, was uns Sorgen bereiten sollte." Andere Teams hätten schon einmal die Muskeln spielen lassen, während man sich bei Ferrari in Zurückhaltung übte, bemerkte der Spanier.

Williams und Toro Rosso schienen zuletzt etwas hinterherzuhinken. Allerdings sind zwei Sekunden Rückstand angesichts der stark variierenden Spritmengen noch kein Beinbruch. Immerhin scheint die Zuverlässigkeit bei beiden Teams zu stimmen. Nico Hülkenberg war mit 275 Runden der fleißigste Pilot der ganzen Woche. Jaime Alguersuari (259) belegte hinter Alonso (269) Rang drei in dieser Kategorie. "Ich bin sehr beeindruckt von unserem Motorpartner Cosworth, vor allem über die Arbeit in puncto Zuverlässigkeit", freute sich Williams-Technikchef Sam Michael. Nach Einschätzung des Australiers liegt das Feld immer noch sehr nah beinander. "Die Reihenfolge der Rennspeeds wird langsam etwas klarer."

Virgin schneller als Lotus

Am schwächsten sind sicherlich die beiden Neulinge Virgin und Lotus einzuschätzen. Timo Glock konnte den Rückstand auf die Spitze allerdings in Grenzen halten. 3,5 Sekunden sind für die zweite Testwoche ein gutes Resultat. Allerdings gibt es weiterhin Probleme mit der Zuverlässigkeit. Lotus ist nach den ersten vier Testtagen noch eine Sekunde weiter von der Spitze entfernt. Mit knapp 1.400 Kilometern bewies das Team jedoch aus dem Stand eine gute Zuverlässigkeit.

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