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F1 Test Mugello 2012 (Tag 1)

Mugello-Auftakt fällt ins Wasser

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1-Test - Mugello - 1. Mai 2012 Foto: Grüner 107 Bilder

Den ersten Testtag von Mugello mussten die Formel 1-Ingenieure abschreiben. Teils heftige Gewitterstürme durchkreuzten die Pläne der Teams. Als es über Mittag kurz trocken war, fuhr Fernando Alonso die schnellste Runde in der Toskana.

01.05.2012 Tobias Grüner

Da testet die Formel 1 zum ersten Mal seit vier Jahren wieder während der Saison und dann sowas: Nach nächtlichen Schauern präsentierte sich die 5,245 Kilometer lange Piste in Mugello schon in der Früh in einem feuchten Zustand. Und nach der Mittagspause ging die Welt über der Toskana dann komplett unter.

Ein heftiger Gewittersturm fegte über die malerisch gelegene Ferrari-Strecke und sorgte dafür, dass der zweite Teil der Sitzung fast gänzlich ins Wasser fiel. Für 41 Minuten musste die Strecke während des Unwetters sogar komplett gesperrt werden. Danach war an ein geregeltes Testprogramm nicht mehr zu denken. Die meisten Teams gingen vorzeitig in den Feierabend und hofften, die verlorene Zeit an den nächsten beiden Tagen aufzuholen. Nur wenige trauten sich noch einmal aus der Garage.

Nur in den 60 Minuten vor der Mittagspause war die Ideallinie für kurze Zeit soweit abgetrocknet, dass die Piloten die profillosen Slick-Reifen aufschnallen konnten. In diesem Fenster fuhr Fernando Alonso auch die schnellste Runde des Tages. Zur Freude der vielen tapferen Fans auf der Tribüne sicherte sich der Ferrari-Pilot in 1:22.444 Minuten die Platz eins im Zeitenklassement. Alonso war dabei mit der harten Pirelli-Mischung unterwegs. Für die nächsten Tage ist also noch Luft nach oben.

Ferrari deutlich vor der Konkurrenz

Viel sollte man wegen des verkürzten Programms allerdings nicht in die Zeitentabelle interpretieren. Auch wenn Ferrari einige Änderungen am Auspuff und Unterboden vorgenommen hat, entspricht der Abstand von 1,2 Sekunden auf den Rest der Formel 1-Welt sicher nicht dem aktuellen Kräfteverhältnis. Den Tifosi auf den Tribünen war es egal. Sie goutierten jede Runde des Ferrari-Stars mit lautem Jubel.

Mark Webber ließ sich die zweitbeste Zeit notieren. Nach dem verregneten Testauftakt muss der Australier seinen Red Bull am Mittwoch-Nachmittag aber schon wieder an Teamkollege Sebastian Vettel abgeben. Toro Rosso-Junior Jean-Eric Vergne landete zweieinhalb Zehntel hinter Webber auf Rang drei. Vierter wurde Lotus-Testfahrer Jerome D'Ambrosio.

Bei Mercedes hatte Nico Rosberg das glücklichere Händchen bei der Testplanung. Der Shanghai-Sieger bekam den Vormittag, an dem er sich immerhin 49 Runden und Platz fünf notieren lassen konnte. Teamkollege Michael Schumacher "durfte" erst nach der Pause ran. Mehr als fünf ungezeitete Runden waren für den Rekordchampion nicht drin. Am Mittwoch soll das Wetter aber besser werden. Dann wagt Schumi im Silberpfeil den zweiten Anlauf.

Sauber mit größtem Update-Paket

Kamui Kobayashi hatte seinen Sauber den ganzen Tag gebucht. Mit einem neuen Auspuff, einem neuen Frontflügel und kleineren Aero-Teilen präsentierte das Schweizer Team das größte Update-Paket. Umso ärgerlicher, dass Kobayashi die halbe Sitzung in der Garage verbringen musste. Am Ende Platz sechs mit 48 Runden.

McLaren fuhr zwar keine großen Updates, die beiden Piloten ärgerten sich dennoch. Da bekamen die Testfahrer Oliver Turvey und Gary Paffett mal eine seltene Testgelegenheit und dann spielt das Wetter verrückt. Für Junior Turvey gab es Platz sieben. Paffett kam am Nachmittag nur auf vier Regen-Runden und musste sich mit den Gedanken an seinen DTM-Sieg vom Wochenende trösten.

Bei Force India durfte mit Jules Bianchi ebenfalls ein Testfahrer ran. Auf der feuchten Strecke ließen die Ingenieure den Franzosen aber lieber nicht auf die Bahn. Bianchi hatte das Auto schon in Jerez mit einem Ausrutscher beschädigt. Das sollte nicht noch einmal passieren. Mehr als Platz acht war in den 19 Runden nicht drin.

Neuer Auspuff bei Williams

Auch Williams-Testfahrer Valtteri Bottas verzichtete auf Zeitenjagd. Die Ingenieure fuhren am Vormittag einen Vergleich zwischen dem alten Auspuff und einer neuen Version, die dem McLaren-Modell ähnelte. Viele Daten konnte man nicht sammeln. In der Zeitentabelle wurde Bottas hinter Caterham-Tester Rodolfo Gonzalez und Marussia-Pilot Charles Pic Elfter.

Am Mittwoch geht das Testprogramm in Mugello in die zweite Runde. Die Meteorologen haben trockene Bedingungen vorhergesagt. auto motor und sport wird sie im Live-Ticker von der Strecke wieder den ganzen Tag mit Infos, Zeiten und Bildern versorgen. Die besten Bilder vom Dienstag (1.5.) haben wir in unserer Fotoshow.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Fernando AlonsoFerrari1:22.444 Min.46
2. Mark WebberRed Bull+ 1.204 Sek.24
3. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 1.44732
4. Jerome D'AmbrosioLotus+ 1.60440
5. Nico RosbergMercedes+ 1.65649
6. Kamui KobayashiSauber+ 2.29248
7. Oliver TurveyMcLaren+ 2.85930
8. Jules BianchiForce India+ 3.03119
9. Rodolfo GonzalezCaterham+ 4.75335
10. Charles PicMarussia+ 4.91545
11. Valtteri BottasWilliams+ 6.73528
12. Gary PaffettMcLaren+ 28.4544
13. Michael SchumacherMercedesohne Zeit5
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