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F1 Test Mugello 2012 (Tag 3)

Grosjean zum Abschluss wieder vorne

Formel 1-Test, Mugello, 03.05.2012, Romain Grosjean, Lotus Renault GP Foto: Pirelli 106 Bilder

Am letzten Testtag von Mugello sicherte sich erneut Lotus-Pilot Romain Grosjean die Bestzeit. Bei Ferrari gab es ein großes Update und einen großen Abflug von Fernando Alonso. Und Sauber-Pilot Sergio Perez wurde es heiß unter dem Hintern.

03.05.2012 Tobias Grüner

Der Testwinter 2012 begann mit einer Bestzeit durch Kimi Räikkönen in Jerez. Am letzten Testtag stand in Mugello wieder ein Lotus vorne. Dieses Mal war es Teamkollege Romain Grosjean, der die Zeitentabelle anführte. Schon am Vortag fuhr der Franzose die schnellste Runde auf der malerisch gelegenen Strecke in der Toskana. Dabei musste sich Grosjean den Spitzenplatz aber mit dem zeitgleichen Sauber von Kamui Kobayashi teilen.

Mit sieben Bestzeiten an 15 Testtagen war Lotus das dominierende Team in diesem Jahr - und das, obwohl man die vier Tage der ersten Barcelona-Woche wegen eines Chassis-Problems fast komplett aussetzen musste. Grosjean war dabei immer ganz besonders motiviert: Der Bahrain-Dritte konnte sich bei seinen sechs Auftritten insgesamt vier Mal die Bestzeit notieren lassen.

Zum Finale in Mugello drehte Grosjean standesgemäß auch noch die schnellste Runde der gesamten Testwoche. Mit seiner Zeit von 1:21.035 Minuten verwies der gebürtige Genfer Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull um zweieinhalb Zehntel auf Rang zwei. Grosjean fuhr seine Zeit im vierten Umlauf eines Fünf-Runden-Stints mit harten Reifen. Wenn er es drauf angelegt hätte, wäre eine 1.20er Zeit also noch locker drin gewesen.

Ferrari mit neuem Auspuff konkurrenzfähiger

Die Zeitentabelle vom Schlusstag ist also mit Vorsicht zu genießen. Die Teams waren schon die gesamte Woche auf stark unterschiedlichen Programmen unterwegs. Die Tifosi auf den Tribünen konnten sich trotzdem über den dritten Platz von Fernando Alonso freuen. Der Ferrari war mit einem stark modifizierten Auspuff unterwegs, der die Scuderia zwar nicht an die Spitze aber immerhin einen guten Schritt nach vorne bringen dürfte.

Bei seiner Aufholjagd stellte sich Alonso am Donnerstag aber selbst ein Bein. Um kurz nach 10 Uhr rutschte der zweifache Ex-Champion in die Bande. Bis die Front und die Aufhängung vorne links repariert waren, vergingen mehr als zwei Stunden. Am Nachmittag deutete Alonso aber mit konstant schnellen Longruns an, dass man demnächst wieder mit dem roten Auto rechnen muss.

Auf Rang vier landete mit Toro Rosso ein weiteres italienisches Team in der Spitzengruppe. Die kleine Red Bull-Schwester hat ihren Sitz in Faenza nur 70 Kilometer von Mugello entfernt. Am Nachmittag ging Daniel Ricciardo drei Mal in Folge mit frischen Medium-Reifen auf die Bahn und konnte dabei jeweils persönliche Bestzeiten notieren lassen. Am Ende sprang Platz vier heraus, nur gut eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Dabei war der STR7 übrigens nicht mehr mit dem am Vortag präsentierten neuen Auspuff unterwegs, sondern mit einer alten Version.

Feuer bei Sauber

Auch Sauber-Pilot Sergio Perez erlebte auf Rang fünf einen ereignisreichen Tag. In der Früh wurde es dem Mexikaner plötzlich etwas heißer hinter dem Steuer. Eine Plastikabdeckung hatte Feuer gefangen und musste an der Box gelöscht werden. Während Perez aus dem Cockpit hüpfte, verschwand der Sauber unter einer dicken Rauchwolke. Nachdem die leichte Augenreizung mit Augentropfen behandelt wurde, konnte Checo weiterfahren.

Bei Force India kamen am Donnerstag beide Fahrer zum Einsatz. Wegen der technischen Probleme am Vortag durfte Paul di Resta vor der Pause ran, Nico Hülkenberg fuhr die zweite Halbzeit des Tages. Das Teamduell ging am Ende mit fast sieben Zehnteln Vorsprung an den Deutschen. Di Resta erwischte generell nicht den besten Tag. Bei einem Ausrutscher ins Kiesbett in der Früh blieb das Auto zum Glück unbeschädigt.

KERS-Probleme bei Williams

Hinter Hülkenberg landete Pastor Maldonado auf Platz sieben. Der Williams-Pilot hatte wieder einmal Pech mit der Technik. Nach den ersten Installationsrunden am Morgen spielte plötzlich das Hybrid-System (KERS) verrückt. Der Venezolaner musste noch in der Boxengasse aus dem Auto springen. Bis zur Mittagspause fuhr der Williams gar nicht mehr. Am Nachmittag wurde KERS dann vorsichtshalber komplett ausgebaut.

Die beiden silbernen Mercedes-Teams verlegten sich wie schon die Tage zuvor auf Longruns mit Setup- und Reifen-Vergleichen. McLaren-Junior Oliver Turvey wurde anderthalb Sekunden hinter der Bestzeit Neunter, Nico Rosberg landete mit dem Werks-Mercedes auf Position zehn. Der Silberpfeil lief mit 129 Runden wieder einmal problemlos. An den Rekord von 144 Umläufen, den Teamkollege Michael Schumacher am Mittwoch aufgestellt hatte, kam Rosberg aber nicht heran.

Kilometer-Krone geht an Kovalainen

Hinter Di Resta landete Heikki Kovalainen auf Rang elf. Geanu wie der Schotte buddelte sich auch der Finne einmal in den Sandkasten ein und sorgte für eine von insgesamt vier Unterbrechungen. Mit 139 Runden sicherte sich der Caterham-Pilot trotz des kleinen Ausrutschers immerhin die Spitze in der Kilometertabelle. Trotz neuem Heckflügel und neuem Auspuff lief das grüne Auto tadellos.

Knapp hinter Kovalainen ging die Rote Laterne an Timo Glock. Der Hesse durfte trotzdem zufrieden sein. Nach dem Katastrophen-Wochenende von Bahrain benahm sich der Marussia deutlich berechenbarer. Auch die Zuverlässigkeit stimmte. Mit insgesamt 110 Runden kam Glock als einer von sechs Fahrern in den dreistelligen Bereich.

Die besten Fotos des Tages haben wir wie immer in unserer großen Bildergalerie.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Romain GrosjeanLotus1:21.035 Min.66
2. Sebastian VettelRed Bull+ 0.232 Sek.106
3. Fernando AlonsoFerrari+ 0.32898
4. Daniel RicciardoToro Rosso+ 0.569117
5. Sergio PerezSauber+ 1.194118
6. Nico HülkenbergForce India+ 1.29055
7. Pastor MaldonadoWilliams+ 1.46263
8. Nico RosbergMercedes+ 1.544129
9. Oliver TurveyMcLaren+ 1.62799
10. Paul di RestaForce India+ 1.96734
11. Heikki KovalainenCaterham+ 2.134139
12. Timo GlockMarussia+ 2.431110
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