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F1 Testwochen

Torschlusspanik im Feld

Kimi Räikkönen Foto: Ferrari 35 Bilder

So langsam befällt einige Formel 1-Teams Torschlusspanik. Für Ferrari, BMW, Red Bull und Toyota ist die laufende Barcelona-Woche der letzte Testtermin vor dem Saisonstart in Melbourne.

10.03.2009 Michael Schmidt

"Was wir hier nicht aussortiert kriegen, schleppen wir bis zum ersten Rennen mit", beschrieb Nick Heidfeld den Zeitdruck, der sich plötzlich einstellt. Besonders eng ist es für Toro Rosso, denen wegen der späten Fertigstellung des neuen STR4 nur die vier Tage in Barcelona und ein Tag in Vallelunga bleiben. "Wir müssen in fünf Tagen das abspulen, was die anderen in 20 Tagen gemacht haben", stöhnt Sebastien Bourdais.

Neue Teile bei Red Bull

Probleme mit den Felgen stoppten seinen Arbeitstag für mehrere Stunden. "Ich sehe schwarz, dass ich heute noch die geplante Renndistanz schaffe", meinte der Franzose in der Mittagspause. Bis dahin hatte er erst 14 Runden abgespult. Red Bull fliegt am Mittwoch (11.3.) noch schnell einen neuen Unterboden ein. "Wenn alles gut geht, kann Vettel ihn noch eineinhalb Tage testen", hofft Teamchef Christian Horner.
 
Auch Ferrari hat seine Karten auf den Tisch gelegt. Die Aerodynamiker in Maranello brachten neue Endplatten für Front- und Heckflügel und neue Felgenabdeckungen hinten und vorne mit nach Spanien. Wie BMW simulierten die Roten eine Renndistanz. Dass es langsam ernst wird, zeigt sich schon am Personal. Für den letzten Test reiste Ferrari-Chefstratege Luca Baldisseri und Motorenchef Gilles Simon nach Barcelona.

Hoher Besuch an der Boxenmauer

Bei BMW schieben Technikkoordinator Willy Rampf und Teammanager Beat Zehnder an der Boxenmauer Dienst. Auch bei Williams flog das Management ein. Technikpapst Patrick Head und seine rechte Hand Sam Michael wollten sich persönlich überzeugen, ob die Modifikationen am Diffusor und den Seitenkästen Fortschritte gebracht haben.
 
Es gab eine böse Überraschung. "Es sieht so aus, als wären wir einen Schritt rückwärts gegangen", knurrte Patrick Head. Die Surfbrett-ähnlichen Finnen hinter dem Fahrerkopf blieben zwar am Auto, aber auch sie brachten nicht den gewünschten Erfolg. Sie sollten die Anströmung zum Heckflügel verbessern.

Für Mittwoch hat sich Renault-Teamchef Flavio Briatore angekündigt. Renault hat wie Brawn GP, Williams und McLaren noch einen Pfeil im Köcher. Die vier Teams haben sich kommende Woche für drei Tage in Jerez eingemietet. McLaren muss dann noch einmal neue Aerodynamikteile nachschieben. Die Silberpfeile hinken trotz neuem Diffusor der Konkurrenz hinterher.

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