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Formel 1-Kräfteverhältnis 2010

Zweiklassengesellschaft in der Formel 1?

GP Bahrain 2010 Foto: xpb 62 Bilder

Große Überraschungen hatte das Formel 1-Wochenende von Bahrain nicht zu bieten. Die vier WM-Favoriten machten die ersten acht Plätze unter sich aus, für den Rest blieben nur noch drei Zähler übrig. Wird die Zweiklassengesellschaft die ganze Saison überdauern?

17.03.2010 Tobias Grüner

In der vergangenen Saison wurden die Fans noch verwöhnt. Brawn GP und Red Bull stiegen wie Phoenix aus der Asche und verdrängten die Platzhirsche McLaren und Ferrari von der Spitze. Bei 17 Grands Prix-Rennen landeten insgesamt acht verschiedene Teams auf dem Podium. Nur Williams (zweimal Vierter) und Toro Rosso blieben 2009 ohne Champagner-Dusche.

In dieser Saison sieht momentan alles danach aus, dass vier Teams die Pokale unter sich ausmachen werden. Was sich in den Testfahrten bereits angedeutet hatte, bestätigte sich in Bahrain. Ferrari, Red Bull, McLaren und Mercedes gaben die Pace vor und waren von den Autos aus dem Mittelfeld nicht zu schlagen. Logische Konsequenz: die Ränge eins bis acht für die Top-Favoriten. Kämpft der Rest des Feldes also immer nur um die verbleibenden zwei Punkteplätze?

Wer wird "Best of the Rest"?

"Das wird wahrscheinlich so sein", befürchtet auch Willy Rampf, Technikchef von Sauber. "Wenn man sich die Pace anschaut, dann gibt es eine kleine Zweiklassengesellschaft. Wenn vorne keiner einen Fehler macht, bleiben nur zwei Punktepositionen übrig, um die sich viele Autos streiten." Leider sind Fehler in der heutigen Zeit Mangelware. Die Zuverlässigkeit ist auf einem extrem hohen Niveau.

In Bahrain war Sauber nicht schnell genug für ein Ergebnis unter den ersten Zehn, wie Rampf offen zugibt. Force India hatte da schon mehr zu bieten. Tonio Liuzzi war auf Platz neun erster Verfolger der Spitzenteams. "Das ist auch das erklärte Ziel für die Saison", erklärte Force India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer nach dem Rennen. "Best oft he Rest! Mehr als Platz fünf in der Teamwertung ist wohl nicht drin. Aber den Platz wollen wir auf jeden Fall verteidigen."

Sutil und Kubica zeigen gute Pace

Pilot Adrian Sutil sieht das Kräfteverhältnis noch nicht so festgefahren. "Ich hatte im Rennen den Speed für Platz sechs oder sieben", erklärte der Gräfelfinger selbstbewusst. Nach der Kollision mit Robert Kubica konnte er das Potenzial aber nicht in ein Ergebnis umwandeln. Die zweitbeste Rennrunde und die gute Qualifying-Pace scheinen Sutil jedoch Recht zu geben. Im Q2 konnte er immerhin prominente Namen wie Jenson Button oder Michael Schumacher hinter sich lassen. Auch Kubica blieb im Qualifying unter Wert und verpasste nach eigener Aussage Startplatz sieben nur deshalb, weil er einen Fehler in seine Runde einbaute.

Auf einer schnellen Runde können den Mittelfeldteams also durchaus Überraschungen gelingen. Zum Problem für die Verfolger wird aber wohl das hohe Entwicklungstempo an der Spitze. Mit begrenzten Ressourcen ist es kaum möglich, mit Ferrari, McLaren und Co. Schritt zu halten. Die besten Chancen für die Außenseiter bieten sich somit zu Saisonbeginn.

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