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F1 Training vs Rennen 2010/2011

Nur drei Teams schneller als 2010

Sebastian Vettel Foto: Wolfgang Wilhelm 23 Bilder

Nur drei Teams konnten sich im Vergleich zum Trainingsergebnis des GP Australien 2010 steigern. So wird die gute Form von Red Bull, McLaren und Sauber auch durch nackte Zahlen bestätigt. Auch sonst liefert der Zeitenvergleich zwischen Melbourne 2010 und Melbourne 2011 interessante Erkenntisse.

01.04.2011 Michael Schmidt

Wer hat im Vergleich zum Vorjahr gewonnen?

Pirelli statt Bridgestone. Ein verstellbarer Heckflügel. Das Comeback von KERS. Dafür ein kastrierter Diffusor und 20 Kilogramm mehr Mindestgewicht. Da stellt sich die Frage, ob die Formel 1 schneller oder langsamer geworden ist. Und wer im Vergleich zum Vorjahr gewonnen und verloren hat.

auto motor und sport.de hat Melbourne 2010 mit Melbourne 2011 verglichen. Herausgekommen ist: Auf eine Runde sind die Autos schneller, auf die Distanz langsamer geworden. Und im Training konnten sich nur drei Teams gegenüber 2010 verbessern. Gewusst wer? Das Ergebnis überrascht nicht. Es waren Red Bull, McLaren und Sauber.

Weiterentwicklungen auch gleich schnellere Rundenzeiten?

Eigentlich gibt es genügend Gründe dafür, dass die Rundenzeiten der Formel 1 gestiegen sind. Doch die Weiterentwicklung, der verstellbare Heckflügel und KERS haben den Abtriebsverlust durch den gekappten Diffusor und die 20 Kilogramm mehr Gewicht mehr als kompensiert. Sebastian Vettel lag bei seiner Trainingsbestzeit um 0,390 Sekunden unter seinem Vorjahreswert. Auf eine Runde liefert der Pirelli-Reifen ordentlich Grip. Das Flachstellen des Heckflügels auf jeder Geraden bringt laut Vettel fast eine Sekunde. KERS wäre noch einmal 0,4 Sekunden wert gewesen. Doch das hatte Vettels Red Bull gar nicht an Bord.

Im Rennen sind die Autos deutlich langsamer als 2010. Das liegt daran, dass die schnellsten Runden dann gefahren werden, wenn der Tank praktisch leer ist. Da sind die Pirelli jedoch schon über ihren Zenith. Der Bridgestone war da deutlich langlebiger. Die Red Bull-Fahrer büßten auf ihre schnellste Rennrunde vom letzten Jahr 1,242 Sekunden ein. Gleiches gilt für McLaren. Es gab aber auch Teams, die im Rennen schneller als vor zwölf Monaten wurden. Ferrari zum Beispiel. Felipe Massa schnellste Rennrunde lag um 0,590 Sekunden unter Mark Webbers Rundenrekord aus der abgelaufenen Saison.

Nur drei Teams mit einem Sprung nach vorne?

Am Zeitenvergleich innerhalb der Teams lassen sich schön die Entwicklung über den Winter und die spezifischen Probleme in Melbourne ablesen. Im Training wurden nur drei Teams schneller: Red Bull, McLaren und Sauber. Das bestätigt auch den Gesamteindruck des GP Australien. Diese drei Teams haben gegenüber dem Vorjahr einen Sprung nach vorne gemacht. Was bei Red Bull schon ein kleines Wunder ist, wenn man weiß wie gut das Vorgängerauto war. Auch McLaren steigerte sich dank einer Kraftanstrengung der Entwicklungsabteilung in den letzten zwei Wochen vor dem Saisonstart.

Und bei Sauber scheint ein neues Kapitel anzubrechen. Vielleicht das beste der Firmengeschichte. Sauber ist der einzige Rennstall, der im Training und Rennen zulegte. Schade, dass sich die sauer verdienten zehn WM-Punkte durch die Disqualifikation in Schall und Rauch auflösten.

Ferrari, Hispania und Co stürzten ab

Während Renault, ToroRosso und Virgin im Training noch annähernd das Vorjahresniveau erreichen konnten, stürzten Ferrari, Mercedes, Williams, Force India und Hispania ab. Ferrari brachte die Reifen nicht auf Temperatur, rehabilitierte sich aber im Rennen. Der F150 ist also nicht ganz so schlecht, wie er in der Jagd um die besten Startplätze aussah. Mercedes bremste KERS- und Heckflügelärger, der auch im Rennen anhielt. Der frühe Ausfall beider Autos verhinderte einen ehrlichen Vergleich unter Rennbedingungen. Williams wurde unter Wert geschlagen. Ohne den Dreher zu Beginn der zweiten K.O.-Runde hätte Rubens Barrichello seine 2010er Zeit unterboten.

Was in dem Williams steckt, zeigte er im Rennen. Der Brasilianer beendete die erste Runde nach einer Kollision mit Sergio Perez als Drittletzter. In der 22. Runde tauchte er trotz eines Boxenstopps in Runde 13 auf Platz neun auf. Vor beiden Sauber-Piloten. Force India hinkt deutlich hinter den Vorjahreszeiten hinterher. Nur dank der Zuverlässigkeit der Autos und dem Ausschluss von Sauber fuhren Adrian Sutil und Paul di Resta in die Punkte. Virgin hielt zwar das Niveau von 2010, was aber kein Kompliment ist, da man schon im letzten Jahr in Melbourne eine traurige Figur abgab. Lotus war im Rennen klar besser als im Training. Und um satte 1,088 Sekunden schneller als beim GP Australien 2010. Was ein Indiz dafür ist, dass die grünen Autos in der Qualifikation wirklich durch niedrige Reifentemperaturen gebremst wurden.

Hispania war noch langsamer als im Jahr zuvor. Bei dem eilig zusammengebastelten Auto keine Überraschung. Wer die Umstände miterlebte, muss sagen, dass Vitantonio Liuzzis Zeit von 1.32,978 Minuten ein kleines Wunder war. 1996, beim ersten Grand Prix in Melbourne, wäre der Italiener mit dieser Zeit auf Startplatz vier gestanden. Vor Michael Schumacher im Ferrari.
 

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