Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

F1-Transfermarkt blockiert

Vettel und Alonso können nicht weg

Fernando Alonso & Sebastian Vettel Foto: xpb 94 Bilder

Die "silly season" der Formel 1 hat schon längst wieder begonnen. Obwohl Fernando Alonso und Sebastian Vettel bei ihren Teams unter Vertrag stehen, werden sie mit anderen Teams verheiratet. Das Problem dabei: Selbst wenn sie 2015 frei wären, wo sollen Sie hin?

13.06.2014 Michael Schmidt

Wenn es eine nach oben hin offene Frust-Skala gäbe, dann wären Fernando Alonso und Sebastian Vettel derzeit wahrscheinlich Spitzenreiter. Der eine will seit 2010 mit Ferrari Weltmeister werden, schaut aber auch in seinem fünften Jahr in Rot in die Röhre. Der andere war vier Mal hintereinander Weltmeister, weiß aber insgeheim schon, dass er die Titelverteidigung abschreiben kann. Zudem bekommt er unerwartet starke Konkurrenz im eigenen Team.

Tatsache ist: Beide sind bei ihren Teams mittelfristig unter Vertrag. Alonso bis 2016 bei Ferrari, Vettel bis 2015 bei Red Bull. Das tut den Spekulationen in der Szene keinen Abbruch. Getreu dem Motto: Nichts ist unmöglich in der Formel 1. Deshalb wird Alonso eifrig zu anderen Teams geschrieben. Nach Red Bull und Mercedes soll nun McLaren-Honda die jüngste Adresse des Spaniers sein. Und Vettels wiederholte Kritik an seinem Motor schob auch die Gerüchte um seine Position wieder an. Warum nicht zu Ferrari, wenn Alonso dort weg will?

Mercedes ist für Vettel bis Ende 2016 dicht

Das Ratespiel wäre viel brisanter, wenn beide Verträge am Ende des Jahres tatsächlich auslaufen würden. Dann müsste man sich tatsächlich Gedanken machen, was mit den beiden Superstars der Szene passiert. Doch man würde schnell drauf kommen, dass sie im Moment nirgendwo hin können. Jedenfalls nicht ohne großes Risiko. Alonso und Vettel bliebe nur die Wahl zwischen Red Bull, Mercedes, Ferrari und McLaren-Honda. Alles andere kommt für Fahrer, die Weltmeister werden wollen, nicht mehr in Frage.

Mercedes ist dicht. Für Alonso bis Ende 2015, für Vettel noch ein Jahr länger. Der Vertrag von Lewis Hamilton läuft zwar Ende 2015 aus, doch ein Team Vettel-Rosberg macht aus Sicht von Mercedes wenig Sinn. Die deutsche Komponente ist mit Rosberg hinreichend abgedeckt. Alonso hat im silbernen Lager nicht allzu viele Fans. Auch wenn er der vielleicht kompletteste Fahrer der Formel 1 ist. Aber der zweifache Weltmeister kann auch eine Primadonna sein. Mercedes hat schon lange genug gebraucht, Hamilton zu zähmen.

Ferrari und McLaren sind eine Risiko-Option

Red Bull ist für Alonso ebenfalls Niemandsland. Seit er seine Chance 2009 mit überzogenen Forderungen in Bezug auf das Gehalt und die Vertragsdauer verstreichen ließ. Vettel wäre dort immer erste Wahl. Mit Ricciardo hat man sich einen neuen Siegfahrer herangezüchtet. Es muss schon viel passieren, wenn Red Bull Alonso gegenüber einem aus dem eigenen Stall den Vorzug gibt. Bleibt für Alonso nur die Wahl zwischen Ferrari und McLaren-Honda. Manche würden sagen zwischen Pest und Cholera. Ferrari muss sein Chaos neu organisieren, seine Defizite im Motor- und Chassisbereich abbauen. Das kann dauern.

McLaren macht seit eineinhalb Jahren auf der Chassis-Seite keine Fortschritte. Selbst mit dem besten Honda-Motor der Welt gewinnt man da nicht gegen Teams wie Mercedes oder Red Bull. Und wer weiß schon, wie gut Honda im ersten Jahr sein wird. Das Risiko bei McLaren schon 2015 anzudocken ist viel zu groß. Das gleiche gilt für Ferrari. Alonso bleibt besser, wo er ist. In einem Jahr lässt sich viel besser abschätzen, wer die Kehrtwende früher schafft. So wird auch Vettel denken, wenn er je über eine Alternative nachdenken sollte. Wenn einer der beiden für 2015 wechseln würde, wäre es eine Kurzschlussaktion.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden