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Formel 1-Überholstatistik

45 Prozent der Überholmanöver dank DRS

Button vs. Webber GP Abu Dhabi 2011 Foto: xpb 27 Bilder

Vor dem Saisonfinale in Brasilien hat die Mercedes-Statistikabteilung Daten zu den Überholmanövern erhoben. Der Preis für den angriffslustigsten Fahrer geht danach an Sebastien Buemi. Statistisch belegt ist auch die Effektivität des verstellbaren Heckflügels als Überholhilfe.

22.11.2011 Tobias Grüner

Auch wenn Sebastian Vettel den WM-Titel schon fünf Rennen vor Saisonende klargemacht hat, wird 2011 sicher nicht als Langeweiler-Jahr in die Formel 1-Annalen eingehen. Den Fans werden viele spannende Rennen mit spektakulären Überholmanövern in Erinnerung bleiben. Die Einführung der stark abbauenden Pirelli-Reifen und der verstellbare Heckflügel (DRS) haben zu deutlich mehr Action auf der Strecke geführt.

Die Mercedes-Statistikabteilung hat nun die Zahlen zu den Überholmanövern gesammelt. Insgesamt gab es in den 18 Rennen des Jahres 1.436 Platzwechsel. Rechnet man die Startphase und das Überholen beschädigter Autos raus, zählen die Statistiker immerhin noch 804 "saubere Überholmanöver" - im Durchschnitt also 45 erfolgreiche Angriffe pro Rennen.

Die Datensammler haben sich jede einzelne Aktion ganz genau angeschaut. Die Auswertung hat ergeben, dass es 441 normale Überholmanöver gab und 363 Platzwechsel dank der Hilfe des beweglichen Heckflügels. Somit sorgte die 2011 erstmals eingeführte Technik immerhin für 45 Prozent aller Überholmanöver.

Türkei, Kanda und China bieten die beste Action

Die meisten Aktionen zählten die Statistiker in der Türkei mit 85 Manövern. Auch Kanada (79) und China (67) sorgten für überdurchschnittlich viel Spektakel. Am wenigsten los war in Monaco (16), Australien (17) und Indien (18).

In acht der 18 Rennen gab es mehr Überholmanöver mit DRS als ohne. Die höchsten Quoten lieferten Abu Dhabi (89 Prozent), Valencia (81 Prozent) und Indien (78 Prozent). Wenig Einfluss hatte der bewegliche Heckflügel dagegen in Monaco (13 Prozent), Ungarn (20 Prozent) und Kanada (22 Prozent). Die beiden letztgenannten Rennen fanden allerdings bei wechselhaften Wetterbedingungen statt, bei denen das DRS zeitweise deaktiviert wurde.

Neben der Effektivität des Heckflügels interessierte die Statistiker natürlich auch, welcher Pilot der fleißigste Überholer des Jahres ist. Mit 112 erfolgreichen Manövern kann sich Sebastien Buemi die Krone des angriffslustigen Piloten aufsetzen. Michael Schumacher kann dem Schweizer Toro Rosso-Fahrer den Titel aber noch streitig machen. Vor dem Saisonfinale hat der Rekordchampion nur ein Manöver weniger auf dem Konto.

Schumacher startet am besten

Wie schon im Vorjahr ist Schumi der beste Starter im Feld. Alleine im ersten Sektor der machte der Silberpfeil-Pilot 34 Positionen gut. Zählt man die Manöver in der kompletten ersten Runde kommt der 41-Jährige auf 40 Überholmanöver - ebenfalls der Bestwert.

Nico Rosberg hat eine einfache Erklärung dafür, warum sein Teamkollege so gut aus den Startlöchern kommt: "Er hat seine Sache sicher gut gemacht. Man muss aber auch sagen, dass er immer von weiter hinten kommt und dann hat er auch mehr Möglichkeiten zu überholen. Bei mir ist vorne meist ein Ferrari vor mir und das ist dann schon etwas schwerer zu überholen."

Die These wird auch von der Statistik unterstützt. Sebastian Vettel konnte in der gesamten Saison nur einen einzigen Platz am Start gewinnen. Bei 14 Pole Positions hatte der Weltmeister auch noch nicht oft ein anderes Auto vor der Nase, das er hätte angreifen können.

In unserer Fotogalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die besten Überholmanöver aller Zeiten.

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