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Formel 1 Action-Statistik

Mehr Überholmanöver ohne DRS

Hamilton Webber GP China 2012 Foto: xpb 27 Bilder

Die Formel 1 kann über Spannung nicht klagen. Nicht nur dass es vier verschiedene Sieger in vier Rennen gab. Es wird auch mehr überholt als letztes Jahr. Dabei ist der DRS-Flügel weniger beteiligt. Mit anderen Worten: Die Reifen sorgen für mehr Überholmanöver.

09.05.2012 Michael Schmidt

Die Statistik spricht für sich. Bei den ersten vier Rennen dieses Jahres gab es noch mehr Überholmanöver als im Durchschnitt der Vorsaison. Laut einer Kalkulation von Mercedes wurde im Schnitt in jedem Rennen dieses Jahres 54 Mal überholt. Überrundungen natürlich ausgenommen. In der Saison 2011 lag der Saisondurchschnitt bei 43 Überholmanövern pro Rennen.

Mehr Überholen dank neuer Reifen

Der Einfluss von DRS nimmt dabei ab. 2011 hat das Flachstellen des Heckflügels zu 45 Prozent aller Überholvorgänge geführt. In Melbourne, Sepang, Shanghai und Sakhir waren es im Mittel nur 37 Prozent. Das lässt den Schluss zu, dass vor allem die Reifen der Grund für den Anstieg an Positionswechseln sind. Je unterschiedlicher der Gripzustand in den einzelnen Rennphasen, umso einfacher das Überholen.

Insgesamt wurde bei den vier Überseerennen 215 Mal überholt. Der Vergleich stützt sich auf den Mittelwert der 19 Rennen 2011. Bei einer direkten Gegenüberstellung der ersten vier Rennen käme man auf 215:220 Überholvorgänge zugunsten des Vorjahres. Der Vergleich ist aber nicht gerecht, da man Bahrain 2012 gegen Istanbul 2011 stellen müsste. Der GP Türkei war 2011 jenes Rennen, bei dem die FIA die DRS-Zone zu großzügig bemessen hatte, was zu einer Inflation an Überholmanövern führte.

Positiver Trend in Australien und China

Am besten lässt sich eine Aussage über die Grand Prix von Australien und China anstellen. Gleiche Strecke, gleiche Bedingungen. 2011 wurde in Melbourne 17 Mal überholt, DRS-Manöver mit eingeschlossen. In diesem Jahr war es doppelt so viel.

Das lag aber nur zu einem geringen Teil daran, dass es dieses Jahr in Australien zwei DRS-Zonen statt einer gab. Der DRS-Anteil in Melbourne betrug im Vergleich der beiden Jahre 35:30 Prozent zugunsten von 2012.

In Shanghai wurden 69 Positionswechsel gezählt. Zwei mehr als 2011. 28 der 69 Überholvorgänge fanden mit Hilfe von DRS statt. Im letzten Jahr lag der Anteil der DRS unterstützten Manöver in China deutlich höher. Es waren 37 von 67.

Mehr Action auch in Barcelona?

Barcelona galt früher als Strecke mit eingebautem Überholverbot. 2008, 2009 und 2010 gab es pro Rennen nur je zwei echte Überholvorgänge. Das hat sich 2011 dank DRS und dank der Reifen deutlich gebessert. 51 Mal wurden die Positionen im Zweikampf getauscht. 57 Prozent davon dank DRS. Mal darf gespannt sein, ob der GP Spanien 2012 diesen Wert überbietet.

In unserer Fotogalerie zeigen wir Ihnen noch einmal einige der besten Überholmanöver der Formel 1-Geschichte.

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