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Formel 1-Verkauf 2006

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Bernie Ecclestone GP Spanien 2011 Foto: xpb 41 Bilder

In die Untersuchungen um den Verkauf der Formel 1-Rechte 2006 kommt wieder Schwung. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen den ehemaligen Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky erhoben. Der Vorwurf: Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung. In dem Verfahren soll nun geklärt werden, von wem das Geld kam.

20.07.2011 Tobias Grüner

Der Krimi um den Verkauf der Formel 1-Rechte im Jahr 2006 geht in die nächste Runde. Die Bayern LB war nach der Kirch-Pleite 2002 unfreiwillig in Besitz der wertvollen Lizenzen gekommen und veräußerte sie schließlich an die Investmentgesellschaft CVC. Doch bei dem Deal soll nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein.

Welche Rolle spielt Ecclestone?

Gerhard Gribkowski, damals Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, wurde seinerzeit mit der Suche nach Interessenten beauftragt. Dabei hat dem Manager anscheinend nicht nur das Wohl seines Arbeitgebers am Herzen gelegen. Er soll - so der Verdacht der Staatsanwaltschaft - Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen haben, die er zudem nicht ordnungsgemäß beim Finanzamt versteuert hat.

Nachdem Gribkowsky bereits seit Jahresbeginn in Untersuchungshaft sitzt, hat die Staatsanwaltschaft nun endlich Anklage erhoben. In dem Verfahren soll auch untersucht werden, welche Rolle Formel 1-Chef Bernie Ecclestone bei dem Geschäft gespielt hat. Der Engländer steht unter Verdacht, Provisionen in zweistelliger Millionenhöhe von der Bayern LB erhalten zu haben. Einen Teil davon soll er angeblich direkt auf das Konto Gribkowskys zurücküberwiesen haben.

Ecclestone will wie geplant zum Nürburgring reisen

Ecclestone wurde von den Behörden bereits im April in München zu den Vorgängen um den Verkauf befragt. Er streitet jedoch ab, dass damals etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

Zusätzliche Brisanz erhält die Angelegenheit durch den Zeitpunkt der Klageerhebung nur wenige Tage vor dem Grand Prix in Deutschland am Nürburgring. Ecclestone scheint jedoch keine Sorge davor zu haben, dass ihn die Behörden noch einmal zum Verhör bitten. Er will wie geplant in die Eifel reisen.

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