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F1-Vorschau GP China

Nächster Vettel-Streich in Shanghai?

Hamilton vs. Vettel - GP Australien 2017 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

War Australien nur ein Ausrutscher von Mercedes oder schon der erste Schritt zum Machtwechsel? Nach dem GP China sind wir schlauer. Wir haben die letzten Infos in der Vorschau.

05.04.2017 Tobias Grüner 1 Kommentar

Eigentlich hatten wir in Melbourne auf viele Antworten zur neuen Formel 1-Generation gehofft. Doch am Ende gab es mehr neue Fragen als Erkenntnisse. Wird dieses Jahr weniger überholt, oder war nur das Layout im Albert Park Schuld? Bauen die Reifen wirklich weniger ab oder lag der geringe Verschleiß nur am rutschigen Asphalt auf dem Stadtkurs in Down Under?

Die wichtigste Frage, die unbeantwortet blieb, ist die nach dem Kräfteverhältnis an der Spitze. Sebastian Vettel hat Ferrari gut aussehen lassen. Kimi Räikkönen konnte die Silberpfeile dagegen trotz der Reifenprobleme im Rennen nicht schlagen. Brauchbare Erkenntnisse in welche Richtung das Pendel im Kampf Silber gegen Rot ausschlagen wird, erwarten Experten erst vom GP China.

Auf der ersten echten Rennstrecke des Jahres sind die Geraden länger, die Kurven schneller und der Asphalt rauer. Wer hier eine gute Pace zeigt, sollte auch im Rest der Saison gut aufgestellt sein. Doch vielleicht müssen die Fans wieder auf Antworten verzichten. Das ganze Rennwochenende über sind immer wieder Schauer für Shanghai vorhergesagt. Aber egal ob Sonne oder Regen - eins können wir versprechen: Das Aufstehen zum Rennstart am Sonntag um 9.00 Uhr lohnt sich auf jeden Fall.

Die Strecke - Shanghai International Circuit

Der 5.451 Kilometer lange Kurs wurde 2004 vom deutschen Streckendesigner Hermann Tilke in ein Sumpfgebiet vor den Toren Shanghais gepflanzt. Mittlerweile sind im Umfeld der Grand Prix-Strecke zahlreiche neue Wohngebiete wie Pilze aus dem Boden geschossen.

Vom Layout her bietet der Kurs mit seinen 16 Kurven jede Menge Abwechslung. Es gibt schnelle Kurven, mittelschnelle aber auch sehr langsame Ecken. Besonders markant ist die erste Passagen, die in ihrer Form einer "Schnecke“ ähnelt. Die Fahrer bremsen am Ende der Zielgeraden tief in die erste Kurve hinein, lassen sich hinaustragen, um den Scheitelpunkt der zweiten Kehre perfekt zu treffen. Es folgt ein langgezogener Linksknick auf eine etwas längere Gerade.

Die meisten Attacken (mit DRS) wird es wie immer auf der Vollgaspassage zwischen den Kurven 13 und 14 geben. Mit mehr als einem Kilometer ist es eines der längsten Geradeausstücke im Kalender. Weitere Überholmöglichkeiten bieten sich vor Kurve 1, 6 und 11.

Gut 80 Prozent einer Runde bestehen aus Kurvenfahrten. Die vielen langgezogenen Kehren sorgen für eine ungewöhnliche Belastung der Reifen. Normalerweise sind die Gummis auf der Hinterachse stärker gefordert. In Shanghai sind die vorderen Gummis der limitierende Faktor - besonders der linke, der in den Kurven 1,2 sowie 12 und 13 stark beansprucht wird. Doch auch die Hinterreifen müssen bei der Beschleunigung aus langsamen Ecken standhalten.

Fast Facts zum GP China 2017

  • Streckenlänge: 5,451 Kilometer
  • Rundenanzahl: 56
  • Renndistanz: 305,066 Kilometer
  • Anzahl Kurven: 16 (9 rechts, 7 links)
  • Streckenrekord: 1:32.238 Minuten (Michael Schumacher, 2004)
  • Pole Position 2015: 1:35.782 (Hamilton)
  • Weg von Startplatz 1 bis Scheitelpunkt Kurve 1: 458,1 Meter
  • Länge der Boxengasse: 383 Meter
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent
  • Top-Speed: 344 km/h
  • DRS-Zonen: T13-T14 / T16-T1

Das Setup für Shanghai

Wegen der beiden langen Geraden sind die Teams gezwungen, mit etwas weniger Abtrieb als gewünscht zu fahren. Sowohl Front- als auch Heckflügel werden etwas flacher gestellt, um den Top-Speed zu erhöhen und die Zweikampf-Chancen zu verbessern. Generell ist in Shanghai ein mittlerer Abtriebslevel gefragt.
Der Asphalt auf der permanenten Rennstrecke in Shanghai wurde in diesem Jahr an vielen Stellen erneuert. Durch den Mangel an Bodenwellen und die flachen Kerbs, wird die Bodenfreiheit in China traditionell weit heruntergeschraubt. Bei den Bremsen und Motoren sind keine besonderen Belastungen zu erwarten. Der Vollgasanteil liegt mit 54% im unteren Bereich. Die Temperaturen sind in Shanghai zumeist gemäßigt.
Pirelli bringt die Mischungen "supersoft", "soft" und "medium" nach China mit. Wir sind gespannt, wie gut die Gummis auf der anspruchsvollen Strecke halten. In Shanghai drohte früher häufig das Phänomen des Grainings, also das Körnen der Reifenoberfläche. Besonders, wenn die Strecke in den ersten Übungseinheiten noch "grün" ist, sprich wenig Gummi auf dem Asphalt liegt. Mit den neuen Pirellis sollte diese Gefahr aber reduziert sein.

Upgrades:

Obwohl in Shanghai erst das zweite Rennen des Jahres gefahren wird, erwarten wir bei vielen Teams neue Teile. Red Bull-Berater Helmut Marko hat versprochen, dass der Rückstand auf Ferrari und Mercedes durch die Upgrades reduziert wird. Auch bei McLaren wurde ein größeres Paket angekündigt.

Die Favoriten:

Nach dem überraschenden Ferrari-Sieg in Melbourne kommt es in China zum nächsten Duell mit Mercedes. Für einen weiteren Erfolg von Sebastian Vettel sprechen die vielen schnellen Kurven, die dem roten Auto bei den Testfahrten in Barcelona besonders gut gelegen haben. Für Mercedes sprechen die lange Gerade und die kühleren Temperaturen. Noch einmal sollten die Ingenieure nicht von überhitzenden Reifen auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Red Bull erwarten wir wegen des Power-Rückstands des Renault-Motors weiter ein Stück hintendran. Im Mittelfeld wird es wieder ganz eng zugehen. Felipe Massa und Romain Grosjean haben in Melbourne gezeigt, dass Williams und HaasF1 momentan die besten Chancen auf Punkte haben. Aber Force India, Toro Rosso und Renault sind nicht weit hintendran.

McLaren und Sauber werden weiter um den Anschluss ans Mittelfeld kämpfen. Weil Pascal Wehrlein immer noch nicht fit ist, kommt erneut Ersatzpilot Antonio Giovinazzi zum Einsatz. Bei McLaren geht es mit dem schwächelnden Honda-Motor weiter nur um Schadensbegrenzung. WM-Punkte wären eine Sensation.

So lief das Rennen im Vorjahr - GP China 2016:

Nico Rosberg legte 2016 in Shanghai mit dem dritten Sieg in Folge den Grundstein für den Gewinn des WM-Titels. Während der spätere Weltmeister ohne Dramen zum Sieg rollte, ging es dahinter ordentlich zur Sache. Schon in der ersten Kurve zwang Daniil Kvyat Sebastian Vettel mit einem aggressiven Manöver zur Ausweichaktion, die in einer Kollision mit Teamkollege Kimi Räikkönen endete.

Nach dem Zwischenfall startete Vettel eine spektakuläre Aufholjagd mit vielen Überholmanövern, die ihn bis auf Rang 2 führte. Kvyat wurde nach einer guten Leistung vor Teamkollege Daniel Ricciardo Dritter, was ihn aber auch nicht davor bewahrte, sein Red Bull-Cockpit nur zwei Rennen später an Max Verstappen zu verlieren.

Lewis Hamilton war nach Motorenproblemen in der Qualifikation vom letzten Startplatz losgefahren. In einem ereignisreichen Rennen mit 5 Boxenstopps kam der Brite am Ende auf Rang 7 vor den beiden Toro Rosso ins Ziel. In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights des spektakulären GP China 2016.

Zeitplan GP China 2017

EreignisTagUhrzeit
1. TrainingFreitag (7.4.)5:00 Uhr
2. TrainingFreitag (7.4.)9:00 Uhr
3. TrainingSamstag (8.4.)7:00 Uhr
QualifiyingSamstag (8.4.)10:00 Uhr
RennenSonntag (9.4.)9:00 Uhr
Neuester Kommentar

die angegebenen uhrzeiten stimmen nicht, zumindest quali und rennen fangen jeweils eine stunde früher als angegeben an.

naja... 5. April 2017, 14:15 Uhr
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