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F1-Wertungssystem

Wie Medaillen die WM verändert hätten

Alain Jones 1979 Foto: Wolfgang Wilhelm 143 Bilder

Der Automobil-Weltverband FIA hat das Thema Medaillen-Wertung in der Formel 1 noch einmal genauer unter die Lupe genommen und die Ergebnisse am Freitag (30.1.) veröffentlicht.

30.01.2009 Tobias Grüner

Auch wenn Bernie Ecclestone seine ursprüngliche Forderung nach Medaillen zuletzt selbst revidiert hat, gehen die Diskussionen über ein neues Punktesystem hinter den Kulissen weiter.

Nun hat sich auch der Weltverband eingeschaltet. Einer FIA-Untersuchung zufolge hätte das umstrittene System maßgeblichen Einfluss auf die WM-Entscheidungen gehabt.

Nur in 22 von 59 Saisons wäre die Reihenfolge der ersten drei Piloten die gleiche geblieben. Die Namen der Weltmeister hätten sich in 13 Fällen geändert. Es hätte sogar drei ganz neue Champions gegeben, die mit den geltenden Wertungen ohne Titel blieben. Die Veränderungen betreffen vor allem die Jahre vor 1990.


Bei den Fans scheint ein Wechsel des Punktsystems zu Medaillen auf wenig Gegenliebe zu stoßen. In einer Online-Umfrage auf auto-motor-und-sport.de hatten sich vor Kurzem nur acht Prozent für die Medaillen ausgesprochen. Auf das Ergebnis angesprochen zeigte sich auch FIA-Präsident Max Mosley sehr überrascht von dem klaren Votum.

Die neuen Weltmeister:

1958: Stirling Moss statt Mike Hawthorn
1964: Jim Clark statt John Surtees
1967: Jim Clark statt Denny Hulme
1977: Mario Andretti statt Niki Lauda
1979: Alan Jones statt Jody Scheckter
1981: Alain Prost statt Nelson Piquet
1982: Didier Pironi statt Keke Rosberg
1983: Alain Prost statt Nelson Piquet
1984: Alain Prost statt Niki Lauda
1986: Nigel Mansell statt Alain Prost
1987: Nigel Mansell statt Nelson Piquet
1989: Ayrton Senna statt Alain Prost
2008: Felipe Massa statt Lewis Hamilton

Weitere interessante Entwicklungen:

- Brabham hätte im Besitz von Bernie Ecclestone keinen einzigen Fahrer-Titel gewonnen.

- Stirling Moss wäre der erste britische Weltmeister geworden.

- Jim Clark hätte vier, statt zwei Titel gewonnen, davon drei Titel in Serie 1963-64-65.

- Mario Andretti and Alan Jones hätten jeweils zwei Titel auf dem Konto anstatt einem.

- Niki Laudas Bilanz würde dagegen zwei Titel weniger aufweisen. Der dreifache Champion aus Österreich hätte nur einen Titel gewonnen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass Lauda 1977 Ferrari direkt verließ, nachdem er genügend Punkte für den Titel gesammelt hatte. Mit dem Medaillensystem hätte er die letzten Rennen wohl auch noch fahren müssen, damit er nicht von Andretti überholt worden wäre.

- Nelson Piquet hätte dagegen alle seine Titel verloren.

- Alle vier Weltmeister in den Jahren 1981 bis 1984 hätten sich geändert.

- Alain Prost hätte mit fünf Titeln einen mehr als jetzt. Allerdings hätten sich die Jahreszahlen geändert:  Tatsächlich wurde er 1985, 1986, 1989 and 1993 Weltmeister. Mit dem Medaillen-System hätte er 1981, 1983, 1984, 1985 and 1993 den Titel gewonnen.

- Nigel Mansell hätte stark profitiert und in den Jahren 1986 und 1987 zwei Titel zusätzlich gewonnen.

- Ayrton Senna hätte 1989 noch einen Titel gewonnen und damit zwischen 1981 und 1988 vier Meisterschaften in Folge für sich entschieden.

- Die Dauer bis zu Entscheidung im Titelkampf hätte sich in 22 der 59 Saisons geändert. Acht Mal hätte es länger gedauert bis ein Weltmeister gefunden worden wäre, (1973, 1977, 1979, 1980, 1990, 1991, 2001 and 2005) 14 Mal hätte es eine Verkürzung des WM-Kampfs gegeben.

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