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F1-Zukunft

Teams ohne Klarheit

Foto: Wolfgang Wilhelm

Das Verwirrspiel geht weiter. Am Samstagmorgen (7.6.) trafen sich die Formel 1-Teamchefs ein zweites Mal innerhalb von 24 Stunden mit Bernie Ecclestone zu einer dringlichen Sitzung. Es ging wieder um zwei Fragen: Die Zukunft von FIA-Präsident Max Mosley und die Abfassung eines neuen Concorde-Abkommens.

08.06.2008 Michael Schmidt

"Seit zwei Jahren arbeiten wir daran, doch die Teams werden sich nicht einig. Der eine will zwei Windkanäle, der andere nur einen halben. Sie kapieren nicht, dass dieser Vertrag wichtig für die Formel 1 ist. Er garantiert Stabilität", schimpft Bernie Ecclestone. Er vergisst dabei zu erwähnen, dass auch die FIA die Abfassung eines neuen Concorde-Abkommens behindert. Sie braucht diesenS tabilitätspakt nicht, und sie sieht ihn als Machtinstrument gegen die Bestrebungen der Inhaber der kommerziellen Rechte, die Autorität der FIA zu untergraben.

Die FIA kann auch ohne Concorde-Abkommen gut leben. Die Hoheit über das Reglement hat sie ohnehin. Die Ausschüttung der Einnahmen an die Teams ist in seperaten Verträgen geregelt, mit denen die FIA nichts zu tun hat. Mosley weiß allerdings, dass die Formel 1 im Wert steigt, wenn es ein Concorde-Abkommen gibt. Damit wäre das Geschäft attrativ für einen Käufer. Mosley hat offenbar den Verdacht, dass die aktuellen Rechteinhaber die Formel 1 abstoßen wollen. Und das will er mit seiner Blockadepolitik verhindern.

Ecclestone schlug den Teams vor, eine eigene Serie ohne die FIA zuveranstalten, wenn Mosley sein Amt als FIA-Präsident nicht niederlegt. Er hat die Verträge mit den Strecken und den TV-Anstalten. Das Überwachen des Reglemengts sei kein Hexenwerk. Umgekehrt könne die FIA ohne ihn gar nichts machen: "Sie haben die Regeln, aber keine Teams und keine Verträge. Nicht die FIA hat die Formel 1 aufgebaut, sondern ich. Max Mosley kam erst dazu, als die Formel 1 schon etabliert war."

Die Teams spalten sich derzeit in zwei Lager. McLaren-Mercedes und Honda stehen auf der Seite von Ecclestone. Toyota und Williams halten nichts von einer Piratenserie ohne die FIA. Ferrari hält sich zurück:"Wir äußern uns zu dem Thema erst, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen", erklärte Pressesprecher Luca Colajanni. Ferrari vermutet, dass es im Zuge des Mosley-Skandals noch zu weiteren Enthüllungen kommen wird. BMW-Sportchef Mario Theissen ist ähnlich vorsichtig: "Ich habe im Moment noch kein klares Bild." Theissen sagt aber auch: "Eine eigene Serie ist bei allen Szenarien, die durchgespielt wurden, nicht die erste Option."

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