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F1-Zwischenbilanz

Button überall der Beste

Brawn GP Foto: Wolfgang Wilhelm 10 Bilder

Jenson Button führt nicht nur nach WM-Punkten die Formel 1-Weltmeisterschaft an. Der BrawnGP-Pilot liegt auch in allen anderen Disziplinen ganz vorn.

02.06.2009 Boris Schmidt

Ein Drittel der Saison ist gelaufen. Sechs von 17 Grand Prix. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Egal, wie man es dreht: Das Team der Stunde ist BrawnGP. Der Nachfolger von Honda führt fast alle Tabellen an.

100 %-Quote spricht für Brawn GP

Die Überlegenheit zeigt sich nicht nur nach WM-Punkten. Mit 86 Zählern hat man mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie Verfolger Red Bull (42,5). Die weißen Autos legten jede der insgesamt 692 Runden zurück. Kein Defekt, kein Unfall. Die 100 Prozent-Quote spricht für die Truppe und für die Fahrer. Logischerweise landeten Jenson Button und Rubens Barrichello bei jedem Rennen in den Punkten, neun Mal davon auf dem Podest, fünf Mal ganz oben und drei Mal mit einem Doppelsieg.

In der Disziplin Zuverlässigkeit folgen Red Bull und Williams ex aequo. Die Defektanfälligkeit der früheren Jahre ist behoben. Beide Teams legten jeweils 90,3 Prozent der Maximaldistanz (625 Runden) zurück. Die Red Bull-Fahrer sahen drei Mal das Ziel nicht. Die Nuller steuerte drei Mal
Sebastian Vettel durch Unfall bei. Bei Williams konzentrierten sich die Ausfälle auf Kazuki Nakajima. Zwei Unfälle, zwei Defekte (Getriebe, Öldruck). Schlusslicht in der Zuverlässigkeitstabelle ist ToroRosso. Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais absolvierten zusammen nur 490 Runden (70,8 Prozent). Vier Unfälle, meist in der Anfangsphase, vermiesten die Bilanz. McLaren-Mercedes ist mit 515 Runden nicht viel besser. Zu drei Unfällen, alle verursacht durch Heikki Kovalainen, gesellt sich ein Getriebeschaden. Ferrari fiel zwar rekordverdächtige fünf Mal aus technischen Gründen aus, steht aber mit 590 Runden im Mittelfeld. Insgesamt gesehen ist die Standfestigkeit der heutigen Formel 1-Autos atemberaubend.

Button mit dem meisten Führungskilometern

In sechs Rennen blieben nur zehn Autos mit einem Defekt stehen. In vier der sechs Rennen rückte das SafetyCar aus. Bernd Mayländer führte das Feld bereits 29 Runden lang an. Damit liegt er vor Felipe Massa oder Kimi Räikkönen. Das Rennen mit den meisten Boxenstopps war der GP Malaysia. Obwohl das Rennen schon nach 31 Runden abgebrochen wurde, war die Boxengasse 52 Mal besucht. In Monte Carlo steuerten die 20 Fahrer die Boxen nur insgesamt 29 Mal an. Nico Rosberg ist der König der Trainingssiege. Neun von insgesamt 24 Trainingssitzungen führte der Williams-Pilot die Reihenfolge an. Leider nie in der Qualifikation.

Button stand sechs Mal vorn, davon vier Mal auf der Pole Position. Der WM-Zweite Rubens Barrichello verbuchte nur eine einzige Bestzeit. Dafür schaffte er als einziger Fahrer bisher zwei schnellste Rennrunden. Nach Führungskilometern liegt einsam Jenson Button in Front. Der Engländer 223 Runden oder 1.019 Kilometer an der Spitze. Bei jeden Grand Prix mindestens einmal. Vettel kommt mit 56 Runden und 303 Kilometern auf Platz zwei. Titelverteidiger Lewis Hamilton lag bislang noch nicht mal einen Kilometer lang in Führung.

Glock mit dem meisten Ausrutschern

Die meisten Ausrutscher hat Timo Glock zu verzeichnen. Der Toyota-Pilot kam 22 Mal vom rechten Weg ab. Meistens nur harmlose Dreher. Crash-Könige sind Sebastien Buemi (5), Nelson Piquet und Robert Kubica (je 4). Button zeigt auch hier die Qualitäten des angehenden Champions. Er ist der Fahrer mit den wenigsten Ausritten. Nur drei Mal war der WM-Spitzenreiter neben der Strecke.

Für die FIA war es ein lukratives Jahr. Sie sammelte insgesamt 19.400 Euro von den Fahrern und 50.000 Dollar von den Teams ein. Am meisten wurde Red Bull zur Kasse gebeten. 50.000 Dollar gab es dafür, dass Vettel in Melbourne versucht hat, nach der Kollision mit Kubica mit seinem Dreirad weiterzufahren. Mark Webber wurde rekordverdächtig in der Boxengasse geblitzt. Der Australier löhnte 6.400 Euro.

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