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Fahrernoten GP England 2010

Rosberg dominiert Schumacher erneut

Schumacher und Rosberg Foto: dpa 29 Bilder

In England konnten viele Piloten unerwartet ins Rampenlicht fahren. Nico Rosberg, Rubens Barrichello und Kamui Kobayashi konnten viele Punkte und gute Noten abstauben. Michael Schumacher musste dagegen einen weiteren Tiefschlag hinnehmen.

12.07.2010 Michael Schmidt

Mark Webber: Note 9/10

Der Australier verlor das Trainingsduell und gewann das Rennen. Über das Flügeldrama hat er sich ein bisschen zu viel aufgeregt, aber vielleicht braucht das die nominelle Red Bull-Nummer 2 als Doping. Eine sehr gute Leistung, aber keine mit fünf Sternen.

Lewis Hamilton: Note 9/10

Der vierte Startplatz von Lewis Hamilton war allein der Verdienst des Fahrers. "Die beste Runde meines Lebens", jubelte Hamilton. Auch im Rennen leistete sich der Engländer keinen Fehler. Er war besser als sein Auto. Einziger Kritikpunkt: Wieder kollidierte er mit Vettel in der ersten Kurve.

Nico Rosberg: Note 9/10

Rosberg dominierte Schumacher, und er machte das Beste aus seinem Auto. Mit Startplatz fünf und einem Podestrang war Mercedes bestens bedient. Rosberg zeigte ein fehlerfreies Rennen. Das zweitbeste der Saison nach Shanghai.

Jenson Button: Note 6/10

Weltmeister Jenson Button kam im Training mit einem schlecht ausbalancierten Auto nicht zurecht. Er kann nicht wie Hamilton den Kopf ausschalten. Das Rennen erlebte den typischen Button. Er wartete ab, bis ihn eine geniale Taktik nach vorne spülte. Uns fehlte eine Attacke auf Rosberg.

Rubens Barrichello: Note 9/10

Was würde Williams ohne diesen Mann machen? Barrichello brachte die Ingenieure auf den richtigen Weg, er fährt fehlerlos, er ist schnell, und er behält auch im dichtesten Pulverdampf den Überblick. Wieder punktete Williams dank Barrichello zweistellig.

Kamui Kobayashi: Note 8/10

Der Japaner entwickelt sich für Sauber zum Glücksgriff. Ohne nervös zu werden wehrte er alle Attacken seiner Verfolger ab und hielt sich im Windschatten von Barrichello, bis der einen Zwischenspurt einlegte. Grundstein für die acht WM-Punkte war ein exzellenter Start.

Sebastian Vettel: Note 9/10

Die Pole Position war eine Bestzeit mit Köpfchen. Vettel begann den entscheidenden Umlauf vorsichtig, um am Ende der Runde optimalen Reifengrip zu haben. Im Rennen verspielte er alles durch einen schlechten Start. Sehenswert war sein Kampf durch das Mittelfeld.

Adrian Sutil: Note 6/10

Im Training mittelprächtig, im Rennen stark. Zum sechsten Mal in Folge fuhr Sutil in die Punkte. Dass er ins Ziel kam, war allerdings ein Wunder bei den vielen Feindberührungen. Während der Lackaustausch mit Vettel und Schumacher im Zweikampf passieren kann, gibt es für den Auffahrunfall mit de la Rosa Punktabzug. Auch wenn der Spanier etwas abrupt die Spur gewechselt hat. Es ist wie im Straßenverkehr: Der Hintermann hat Schuld.

Michael Schumacher: Note 5/10

Der Altstar kommt nicht in Schwung. Schlechtes Timing mit seinem Reifensatz kostete ihn vier Startplätze. Im Rennen war nur die Startphase ein Lichtblick. Ein Fehler ruinierte die gute Strategie. Am Ende musste er sich von Vettel und Sutil überholen lassen.

Nico Hülkenberg: Note 7/10

Endlich wieder Licht für den jungen Deutschen. Keiner hielt es so lange auf weichen Reifen aus wie Hülkenberg. Der Wechsel auf harte Sohlen war perfekt getimt. Hülkenberg setzte die Taktik fehlerlos um und machte im Finale sogar noch Schumacher nervös.

Vitantonio Liuzzi: Note 3/10

Liuzzi kann von Glück reden, dass er bis Ende 2011 einen Vertrag mit dem Team hat. So wie ihn Sutil regelmäßig abkocht, hat der Italiener sein Cockpit für die nächste Saison nicht verdient. Der Feindkontakt mit dem schnelleren Alonso war unnötig.

Sebastien Buemi: Note 4/10

Das Auto war nicht gut, und der Fahrer auch nicht. Sebastien Buemi hing zehn Runden hinter Liuzzi fest, was ihm die Vorderreifen zerstörte. Bis er endlich mal auf Speed kam, war das Rennen schon fast vorbei.

Vitaly Petrov: Note 3/10

Der Russe verspielt nach und nach seine Chancen auf das zweite Renault-Cockpit für 2011. Beim Start machte er drei Plätze gut, blieb dann aber im Verkehr stecken. Ein Reifenschaden in der Safety-Car-Phase warf Petrov weit zurück. Wieder ein uninspiriertes Rennen.

Fernando Alonso: Note 6/10

Gutes Training, katastrophaler Start. Alonso kam in Rennen nie in einen Rhythmus, weil er immer langsamere Autos vor sich fand. Als er Kubica durch Abkürzen überholte, hätte er selbst reagieren und den Pole wieder vorbeilassen müssen. Als Champion muss man wissen, dass die Rennleitung da keinen Pardon kennt.

Felipe Massa: Note 6/10

Massas Rennen wurde durch Alonso zerstört. Da die Kollision in der Startrunde passierte, sind Schuldzuweisungen müßig. Wie üblich brauchte Massa im Training zu lange, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Die zweitschnellste Rennrunde zeigt, dass der Speed prinzipiell vorhanden ist.

Jarno Trulli: Note 6/10

Nach seiner fünften Trainingsniederlage gegen Heikki Kovalainen fuhr Trulli ausnahmsweise mal ein starkes Rennen und gewann die Wertung im Armenhaus. Platz 16 zählt für Lotus wie ein Sieg.

Heikki Kovalainen: Note 5/10

Der Finne war in einen langen Kampf mit Timo Glock verwickelt, der am Ende zugunsten des Lotus-Piloten ausfiel. Kovalainen machte einen Fehler weniger als sein Kontrahent im Kampf um Platz 17. Sein Kampfgeist hat auch bei anderen Teams Begehrlichkeiten geweckt. Kovalainen steht bei Renault auf einer Beobachtungsliste.

Timo Glock: Note 5/10

Der Kämpfer aus dem Odenwald kann aufatmen. Sein Virgin bekommt langsam Flügel. In Silverstone kämpfte Glock auf Augenhöhe der Lotus. Da ist sein Ausrutscher, der Kovalainen zum Überholen einlud, verzeihbar.

Karun Chandhok: Note 1/10

Wer Mühe hat, den Gelegenheitsarbeiter Yamamoto in Schach zu halten, der verdient nicht mehr als die Note eins. Chandhok ging mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Japanern über die Ziellinie. Eine Trauervorstellung.

Sakon Yamamoto: Note 1/10

War es ein Geburtstagsgeschenk für eine siebenstellige Mitgift? Yamamoto schlug sich wacker gegen Chandhok, doch das kann nur eines bedeuten: Beide haben ein Cockpit in der Formel 1 nicht verdient. Es wird Zeit, dass mit Christian Klien mal ein Profi hinters Steuer darf.

Jaime Alguersuari: Note 5/10

Eine Zeit lang durfte der junge Spanier von WM-Punkten träumen. Dann warfen ihn Bremsprobleme von der Piste. Wie immer auf Strecken, die Alguersuari nicht kennt, dauerte es zu lange, bis er sich mit dem Kurs anfreundete.

Pedro de la Rosa: Note 6/10

Sein neunter Trainingsplatz verdient einen Extrapunkt. Im Rennen wurde er von Teamkollege Kobayashi in den Schatten gestellt. Die Kollision mit Sutil, die wegen des gebrochenen Heckflügels zum Ausfall führte, war zu 30 Prozent de la Rosas Schuld.

Robert Kubica: Note 6/10

Kubicas Renault zeigte sich indisponiert. Das Auto hatte nur in schnellen Kurven eine passable Balance. Im Rennen wurde Kubica für seine Verfolger zum Hindernis und für Alonso zum Stolperstein. Eine gebrochene Antriebswelle erlöste ihn von einem Grand Prix, der mit einem Superstart nur ein einziges Highlight hatte.

Lucas di Grassi: Note 3/10

Nach seinem Trainingssieg in Valencia wurde di Grassi in Silverstone wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Glock knöpfte ihm eine halbe Sekunde ab. Im Rennen war nach neun Runden wegen eines Hydraulikdefekts Feierabend.

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