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Fahrer-Noten GP Spanien 2016

10 für Red Bull, 3 für Mercedes

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Spanien 2016 - Barcelona - Sonntag - 15.5.2016 Foto: sutton-images.com 23 Bilder

Was für eine Story. Max Verstappen holt sich bei seinem ersten Einsatz für Red Bull den Sieg und die Note 10. Daniel Ricciardo war um nichts schlechter, nur unglücklicher. Der Crash der Mercedes-Piloten hat das Rennen spannend gemacht. Sie bekommen trotzdem nur die Note 3 dafür.

16.05.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Wäre der GP Spanien ein Hollywood-Film gewesen, hätte man den Regisseur für verrückt erklärt. Der erste Sieg des jüngsten Fahrers im Feld, und das bei seinem ersten Einsatz für sein neues Team Red Bull wäre in einem Film ein bisschen zu dick aufgetragen gewesen. Auch wenn sich in Barcelona einige Leute die Augen rieben: Max Verstappen ist jetzt ein GP-Sieger. Und viele fühlten sich an große Champions von früher erinnert.

Verstappen kassierte im Training zwar eine Niederlage gegen Daniel Ricciardo, doch das ist verzeihbar. Er saß zum ersten Mal im Red Bull. Und er trieb Ricciardo an seine Grenzen. Der Australier zählt zu den Top 3-Piloten. Doch was Verstappen im Rennen abzog, war nicht von dieser Welt. Obwohl er erst 24 GP-Starts auf seinem jungen Buckel hat, trug er seinen Red Bull 32 Runden lang auf einem Reifensatz fehlerlos ins Ziel. Und das mit einem Routinier wie Kimi Räikkönen im Rücken, der auch noch über den DRS-Vorteil verfügte. Wir verneigen uns vor dem jüngsten GP-Sieger aller Zeiten: Das war die Note 10.

Mercedes-Piloten verschenkten 43 Punkte

Daniel Ricciardo war keinen Deut schlechter. Die Trainingsrunde, die ihn vier Zehntel vor Verstappen auf Platz 3 der Startaufstellung katapultierte war so außerirdisch, dass man sie gerne im Fernsehen gesehen hätte. "Wir konnten sie selbst nicht glauben", lächelte Teamberater Helmut Marko. Das Rennen glitt Ricciardo aus der Hand, als ihn sein Team auf eine Dreistopp-Strategie umpolte. Im Rückblick ein Fehler. Ricciardo machte das beste draus, war im Finale der schnellste Mann, biss sich aber an Sebastian Vettel die Zähne aus. Der Reifenschaden beendete das Duell der früheren Teamkollegen. Auch Ricciardo bekommt von uns eine 10.

Die Mercedes-Piloten dominierten das Training. Hamilton zauberte dabei eine Superrunde auf die Bahn. Bis dahin lag der Pechvogel der Saison noch auf Kurs für die Bestnote. Doch dann lagen beide Mercedes nach 25 Fahrsekunden im Kiesbett. Wer hat Schuld? Beide. Deshalb bewertete die Rennleitung das auch als "normalen Rennunfall".

Nico Rosberg hätte seinem Teamkollegen mehr Platz zum Leben lassen können, und Lewis Hamilton muss nicht auch noch Vollgas geben, wenn sein Mercedes schon mit vier Rädern auf dem Gras fährt. Die beiden haben 43 Punkte für das Team verloren. Und uns ein wunderbares Rennen geschenkt. Doch hier gibt es keine Punkte für Geschenke ans Publikum. Wie schon oft erwähnt, gelten für Mercedes-Piloten andere Maßstäbe. Sorry, Lewis und Nico: Mehr als die Note 3 liegt hier nicht drin.

Fahrer-Noten GP Spanien 2016

  • Max Verstappen 10/10
  • Kimi Räikkönen 9/10
  • Sebastian Vettel 8/10
  • Daniel Ricciardo 10/10
  • Valtteri Bottas 8/10
  • Carlos Sainz 8/10
  • Sergio Perez 9/10
  • Felipe Massa 8/10
  • Jenson Button 8/10
  • Daniil Kvyat 6/10
  • Esteban Gutierrez 7/10
  • Marcus Ericsson 6/10
  • Jolyon Palmer 7/10
  • Kevin Magnussen 6/10
  • Felipe Nasr 6/10
  • Pascal Wehrlein 5/10
  • Rio Haryanto 6/10
  • Romain Grosjean 6/10
  • Fernando Alonso 7/10
  • Nico Hülkenberg 6/10
  • Lewis Hamilton 3/10
  • Nico Rosberg 3/10
  • GP Spanien 9/10

In unserer Fotoshow finden Sie die ausführliche Bewertung für jeden Fahrer.

Neuester Kommentar

Die Schlussfolgerung, dass beide schuld sein, weil es von der Rennleitung keine Strafe gab, ist einfach falsch.
2014 in Spa gab es auch keine Strafe(n) und jeder ist der Meinung, dass Rosberg schuld war.
Rosberg hier eine 3 zu geben, obwohl er genau das gemacht hat, was im immer wieder vorgeworfen wurden, eben nicht zu tun, finde ich nicht richtig.
Ich sehe das so wie Niki, wir haben alle gesehen was passiert ist.

Ross Brawn 18. Mai 2016, 11:37 Uhr
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