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Fahrerbriefing in Abu Dhabi

Viel Gerede, wenig Ergebnis

GP Brasilien 2009 Foto: dpa 61 Bilder

Das obligatorische Fahrerbriefing in Abu Dhabi am Freitag (30.10.) dauerte endlos. Es wurde über diverse Streitfälle beim GP Brasilien gesprochen, aber am Ende waren alle so schlau wie vorher. "Viel Gerede um nichts", bilanzierte Sebastian Vettel.

31.10.2009 Michael Schmidt

Der GP Brasilien war ein turbulentes Rennen. Danach gab es viele Klagen. Die Fahrer kritisierten sich gegenseitig für diverse harte Attacken. Viel sprach dafür, dass es im Fahrerbriefing am Freitag hoch hergehen würde. Doch die Suppe wurde nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wurde. Der Fall Trulli-Sutil kam überhaupt nicht zur Sprache. "Das war leider gar kein Thema", erklärte Jarno Trulli. Die Kombattanten hatten bereits in der offiziellen Pressekonferenz ihr Pulver verschossen.

Webber-Manöver in der Kritik

Dafür stand das Manöver von Mark Webber in der Startrunde gegen Kimi Räikkönen zur Debatte. Rubens Barrichello fragte, warum Webber für das Abdrängen des Ferraris ins Gras ungeschoren davonkam, wo er doch am Nürburgring für die Kollision mit dem Brawn GP-Piloten beim Start eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt bekam. Webber gab zu, dass seine Aktion am Limit war. "Ich habe mich ein wenig spät entschieden, die Spur zu wechseln."

Jenson Button beschwerte sich erneut, dass Kamui Kobayashi in den Bremszonen ständig die Spur gewechselt habe. Man schrieb es der Unerfahrenheit des Japaners zu. Button ärgerte sich: "Wenn du selbst auf der Bremse stehst, ist es schwer auf einen zu reagieren, der die Spur wechselt." Sebastian Vettel klagte über Kazuki Nakajima, der einen Überholversuch von ihm abgewehrt hatte, indem er diagonal zur Strecke fuhr. Worauf Robert Kubica den Red Bull-Piloten daran erinnerte, in der ersten Runde in Monza das gleiche gemacht zu haben.

Keine vorschnellen Entscheidungen

Nach Aussprache sämtliche Kontroversen drängten die Fahrer FIA-Rennleiter Charlie Whiting dazu, in Zukunft schnellere Entscheidungen zu treffen, als die Streitfälle erst nach dem Rennen zu behandeln. Whiting wies die Piloten darauf hin, dass es in einem solchen Fall zu mehr ungerechten Entscheidungen käme, weil in der Kürze der Zeit nicht das gesamte Beweismaterial gesichtet werden könne. Worauf die Fahrer zurückruderten. Lieber eine gerechte Bestrafung nach dem Rennen als ein ungerechtfertigter Schnellschuss.

Am Ende war man so schlau wie vorher. Vettel kam zu dem Schluss: "Vielleicht sollten wir Fahrer kleinere Missverständnisse unter uns selbst ausmachen. Wenn man zuviel reguliert, macht man den Sport kaputt." Dann lobte er Barrichello, der ihm in Interlagos genügend Platz zum Überholen auf der Außenspur ließ: "Rubens hat seine Linie verteidigt, aber er ließ mir genug Platz zum Überleben. So sollte es sein."

Falsche Einschätzung im Regen

Einen Großteil der Diskussionsrunde nahm das chaotische Abschlusstraining zum GP Brasilien ein. Die Fahrer fanden den Start der Qualifikation zu einem Zeitpunkt, an dem es stark regnete, als verantwortungslos. Der Fahrer des Medical Cars könne nicht entscheiden, ob die Bedingungen tragbar sind, weil ihm die Erfahrung fehle, und weil ein Straßenauto im Regen nie die Probleme habe wie ein Formel 1-Auto. Charlie Whiting verteidigte sich. Der Fahrer des Arztwagens berichte der Rennleitung nur darüber, ob es mehr oder weniger regne, er treffe aber keine Entscheidungen. Das sei immer noch Sache der Rennleitung selbst.

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