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Fahrerkarussell

Warten auf Alonso

Foto: dpa 62 Bilder

Nach dem Abschied Schumachers stellen sich zwei Fragen: Wo landet Ralf und wer ersetzt ihn bei Toyota? Schlüssel im Fahrerkarussell könnte erneut Fernando Alonso sein, über dessen Abgang bei McLaren immer noch spekuliert wird.

02.10.2007 Michael Schmidt

Ralf Schumacher hat sich heimlich, still und leise von Toyota verabschiedet. Einen Tag nach dem GP Japan teilte der 32-jährige Deutsche auf seiner Homepage mit, dass er im nächsten Jahr nicht mehr für Toyota fährt. Damit gehen drei enttäuschende Jahre mit dem Kölner Rennstall zu Ende. Sie brachten ihm 70 WM-Punkte und drei Podestplätze, dafür aber wenigstens Rekordgagen zwischen 12 und 18 Millionen Dollar pro Jahr.

Pannen-Saison bei Toyota

Die Geister streiten sich, ob Schumacher jetzt einer Kündigung von Toyota zuvorgekommen ist, oder ob er sowieso gegangen wäre. Das Chaos im Team des zweitgrößten Automobilherstellers nahm immer peinlichere Formen an. Ob falsches Timing im Zeittraining, fehlerhafte Radträger, Felgen und Radmuttern, die nicht zusammenpassen, ein Aero-Paket für Fuji, das null Fortschritt brachte oder strategische Fehler im Rennen: Toyota machte nicht den Eindruck, dass es dort jemals besser wird. Mit Tadashi Yamashina steht seit Jahresbeginn ein neuer Mann an der Spitze des Teams, der von der Materie wenig versteht und der mit Schumacher öfter auf Konfrontationskurs ging.

Nach Schumachers Abschied stellen sich zwei Fragen: Wo landet Schumacher selbst, und wer ersetzt ihn. Schumacher hofft, dass sich Fernando Alonso bei McLaren verabschiedet, "weil dann vielleicht ein paar Türen aufgehen, die jetzt noch verschlossen sind." Als Favorit für das Cockpit neben Jarno Trulli wird der frische gebackene GP2-Champion Timo Glock gehandelt.

Doch die Offerte von Toyota an Glock hat zwei Haken. Es wäre nur ein Einjahresvertrag mit Damoklesschwert im Rücken, dass Toyota ab 2009 einen japanischen Fahrer ins Auto setzt oder das Formel 1-Abenteuer ganz aufgibt. Außerdem bekommt Glock frühestens nach Saisonende eine Antwort aus Köln.

Einige unsichere Cockpits

Toyota wartet wie Renault und Williams ab, was mit Fernando Alonso wird. Die Hoffnung auf den Spanier hat Tadashi Yamashina praktisch aufgegeben, auch wenn er ihn zum reichsten Fahrer aller Zeiten krönen könnte. Doch Alonso will WM-Titel und kein Schmerzensgeld für viele Enttäuschungen.

Realistischer ist da schon die Chance auf Heikki Kovalainen. Renault würde den Finnen freigeben, für den Fall dass Alonso zu Renault zurückkehrt. Kovalainen ist bei Toyota erste Wahl vor Glock. Doch auch der Zweitplatzierte wird sich gedulden müssen. Es kann dauern, bis bei McLaren-Mercedes eine Entscheidung fällt, was mit Alonso passiert. Kovalainen scheint nicht so viel von der Variante Toyota zu halten. "Am liebsten", sagt der Finne, "würde ich bei Renault bleiben."

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