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Fahrermangel in der Formel 1

Sag mir, wo die Fahrer sind

Räikkönen & Alonso - GP Belgien 2013 Foto: xpb 93 Bilder

Red Bull hat seine Wahl getroffen. Die Abonnements-Weltmeister setzen auf Risiko und die Jugend. Lotus und Ferrari haben noch je ein Cockpit zu vergeben. Auch bei Force India, Sauber und Toro Rosso gibt es für 2014 noch offene Plätze. Doch leider nicht genug gute Fahrer.

04.09.2013 Michael Schmidt

Mark Webber verlässt die Szene. Der Australier wird ersatzlos gestrichen. Einer weniger im Kader der Formel 1. Eigentlich müssten alle Nachwuchsfahrer Hurra schreien. Weil das die Chance zum Nachrücken ist. Früher hätte so ein Rücktritt für das große Sesselrücken gesorgt. Heute schauen sich die Teamchefs an und fragen sich: Wen sollen wir nehmen?

Insofern war die Besetzung von Daniel Ricciardo für das Webber-Cockpit eine gute Sache. So kommt der Transfermarkt wenigstens ein bisschen in Bewegung. Sonst wäre nur wieder ein Etablierter durch einen anderen ersetzt worden. Und der Nachwuchs wäre bei den Mittelfeld-Teams sitzen geblieben.

Die Etablierten: Räikkönen, Hülkenberg, Massa

Ferrari und Lotus stecken immer noch in dem Dilemma, aus dem sich Red Bull mit seiner mutigen Lösung befreit hat. Für die Besetzung der beiden Top-Cockpits kommen nur drei Namen in Frage: Kimi Räikkönen, Nico Hülkenberg und Felipe Massa. Das Dumme ist nur. Um diese drei Namen dreht sich seit drei Jahren das Geschäft. Von hinten kommt nicht viel nach. Zugegeben, Paul di Resta und Adrian Sutil sind gute Rennfahrer. Aber sie drängen sich aus Sicht von Ferrari und Lotus nicht zwingend auf.

Die Zeiten als alle dem jungen Räikkönen, jungen Alonso, jungen Hamilton oder dem jungen Vettel auf den Fersen waren, sind vorbei. Valtteri Bottas? Ein solider Einsteiger, aber noch kein Mann für ein Top-Team. Jules Bianchi? Gute Ansätze, aber Ferrari oder Lotus zögern. Bianchis Vita ist noch zu lückenhaft. Jean-Eric Vergne? Ein Kämpfer, der das Red Bull-Logo auf der Stirn trägt. Das kann anderswo hinderlich sein. Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari haben das schon gemerkt.

Der Nachwuchs: Magnussen, Vandoorne, da Costa, Nasr

Die Manager der Formel 1 preisen uns bereits Kevin Magnussen, Stoffel Vandoorne, Felix da Costa und Felipe Nasr an. Alles Talente, aber wer bringt den Mut auf, so einen in seinem Team zu installieren? Noch nicht einmal Force India oder Sauber.

Magnussen könnte mit McLaren-Unterstützung bei Marussia landen. Da Costa dank Red Bull bei Toro Rosso. Nasr braucht schon die Mitgift der Banco do Brasil, um Interesse zu wecken. Für den Belgier Vandoorne kommt die Formel 1 noch ein Jahr zu früh. Sagt McLaren und sein Management. Da steckt auch Jenson Button dahinter.

Drei Fahrer für zwei Cockpits

Für Räikkönen, Hülkenberg und Massa ist die Knappheit an guten Fahrern ideal. Sie streiten sich um zwei Cockpits. Hülkenberg hätte mit Force India und Toro Rosso noch Ausweichmöglichkeiten. Für Kimi kommt in der Theorie eigentlich nur Ferrari oder Lotus in Frage. Er ist wegen seiner Gehaltsforderungen und seines Anspruchs um den WM-Titel mitfahren zu wollen schwer vermittelbar.

Bei Lotus kassiert er inklusive Prämien knapp 21 Millionen Euro. Lotus hält wie im Vorjahr die Prämien zurück. Da man Räikkönens Ferrari-Chancen als gering einstuft, hat man mit den Verhandlungen mit Räikkönen keine übertriebene Eile.

Auch Ferrari will sich Zeit lassen. Deshalb sitzt Hülkenberg wieder mal wie auf Kohlen. Für Massa gibt es nur Ferrari oder nichts. Der Brasilianer hat seinen Freunden erzählt, dass er lieber aufhört, als im Mittelfeld sein Gnadenbrot zu verdienen. Das wird er vielleicht neu überdenken, wenn er bei Ferrari seinen Sitz räumen müsste.

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