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Fahrernoten GP Deutschland 2010

Punktabzug wegen mangelnder Fairness

Alonso und Massa Foto: xpb 31 Bilder

Fernando Alonso stand auf dem Podium des GP Deutschland ganz oben. Eigentlicher Gewinner in Hockenheim war aber Felipe Massa, was sich auch in den auto motor und sport-Fahrernoten niederschlägt. Für Alonso gab es Punktabzug.

26.07.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonso: Note 5/10

An sich ein fast makelloses Rennen für den Spanier. Mit der kleinen Einschränkung, dass er aktiv versuchte, sein Team zu einer Stallregie zu seinen Gunsten zu bewegen. Was dann auch gelang. Abzug also für mangelnde Sportlichkeit.

Felipe Massa: Note 8/10

Der dritte Trainingsplatz hinterließ ein Makel in der Wochenendbilanz. Massa war eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege. Im Rennen fuhr Massa bis auf drei Verbremser mit seinem frischen Reifensatz fehlerlos. Und entgegen der Darstellung von Ferrari mindestens so schnell wie Alonso.

Sebastian Vettel: Note 8/10

Eine 10 für seine Pole Position. Toll, wie er im Motodrom Alonso noch 0,15 Sekunden abknöpfte. Minuspunkte gibt es für den schlechten Start. Der hat Vettel den Heimsieg gekostet. Auch wenn die Ferrari leicht schneller waren: Wäre Vettel einmal vorne gelegen, wäre er auch vorne geblieben.

Lewis Hamilton: Note 7/10

Im Training von Jenson Button abgekocht, im Rennen zurückgeschlagen. Die erste Runde zeigte erneut, dass Hamilton der kompromissloseste Fahrer im Zweikampf ist. Der Sieger von 2008 tat, was er konnte. Sein Auto war nicht in Form. Der Trainingscrash geht auf seine Kappe. 

Jenson Button: Note 7/10

Im Training hat er endlich mal wieder Teamkollege Hamilton geknackt. Der schlechte Start kostete ihn einen Platz, ein spät getimter Boxenstopp brachte ihm den Positionsverlust wieder zurück. Danach hielt sich Button in Hamiltons Windschatten, bis ihn ein Fehler in der vorletzten Runde um drei Sekunden zurückwarf.

Mark Webber: Note 6/10

Ein Fehler in der Qualifikation brachte ihm Startplatz vier ein. Die Startrunde war auch keine Offenbarung. Dann wurde Webber ein Opfer der Technik. Er musste mit reduzierter Drehzahl fahren, weil es ein Problem mit der Ölversorgung des Renault V8 gab.

Robert Kubica: Note 7/10

Eine diskrete Vorstellung von Renault. Die gelb-schwarzen Autos treten seit Silverstone auf der Stelle. Kubica machte als Siebter des Trainings und Siebter des Rennens das Beste daraus. Es fehlten die Glanzlichter der ersten Saisonhälfte.

Nico Rosberg: Note 6/10

Dienst nach Vorschrift, muss man sagen, solange der Mercedes GP W01 weiter lahmt. Rosberg hat nichts falsch gemacht. Er hat zum neunten Mal Michael Schumacher im Training geschlagen und er kam dank eines späteren Boxenstopps im Rennen auch wieder an seinem Kollegen vorbei.

Michael Schumacher: Note 6/10

Man kann von einer Steigerung sprechen. Im Training fehlten nur acht Tausendstel auf Rosberg. Im Rennen trickste Schumacher seinen Stallrivalen in der ersten Runde ausgerechnet vor der Mercedes-Tribüne aus. Rosberg kam nur durch den besser getimten Boxenstopp an ihm vorbei.

Vitaly Petrov: Note 6/10

Endlich mal wieder ein Punkt für den Russen. Ob das seinen Platz bei Renault rettet, ist fraglich. Im Training fehlte ihm eine halbe Sekunde auf Kubica, im Rennen waren es 15 Sekunden. Kleiner Lichtblick: Petrovs schnellste Rennrunde war so gut wie die von Kubica.

Kamui Kobayashi: Note 6/10

Wieder zeigte der Japaner ein aggressives und fehlerloses Rennen. Am Anfang hing er Rosberg im Genick und hielt Barrichello in Schach. Dann beschäftigte er Schumacher, bis Petrov dank besserer Strategie an dem Sauber-Piloten vorbeizog.

Rubens Barrichello: Note 6/10

Super im Training, Durchschnitt im Rennen. Barrichello bezahlte für einen schlechten Start. Der Rennspeed war nicht überzeugend. Hülkenberg fuhr trotz Bremsproblemen die schnellere Rennrunde.

Nico Hülkenberg: Note 6/10

Platz zehn im Training verdient Respekt. Barrichello war nur zwei Zehntel schneller. Auch "Hülk" verlor alle Chancen auf Punkte beim Start. Platz 13 brockte ihm eine völlig unverständliche Strategie ein. Williams ließ den deutschen viel zu lange auf weichen Reifen auf der Strecke.

Pedro de la Rosa: Note 7/10

Der Spanier spielte die alternative Taktik mit den harten Reifen am Start perfekt. Sie trug ihn zwischenzeitlich bis auf Platz sieben nach vorne. Die sechstschnellste Rennrunde unterstreicht De la Rosas gute Leistung. Einziger Kritikpunkt: Sein Überholversuch gegen Kovalainen hatte kaum Aussicht auf Erfolg.

Jaime Alguersuari: Note 3/10

Wer seinem Teamkollegen in der Startrunde ins Auto fährt, verdient nicht mehr Punkte. Da retten den Spanier auch nicht der Trainingssieg über Sebastien Buemi und die relativ flotten Runden nach dem Reparaturstopp im Rennen.

Vitantonio Liuzzi: Note 2/10

Ein Crash im Training, eine Kollision mit dem Teamkollegen im Rennen, dazu ein Rennen in der Anonymität des Hinterfeldes. So empfiehlt sich Liuzzi nicht für ein Force India-Cockpit im nächsten Jahr.

Adrian Sutil: Note 5/10

Ein Getriebeschaden kostete ihn das dritte freie Training. Deshalb blieb Sutil auch sang- und klanglos in der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation hängen. Im Rennen wurde er das Opfer seines Teamkollegen. Bis auf die zehntschnellste Rennrunde konnte der Deutsche keine Glanzpunkte setzen.

Timo Glock: Note 6/10

Da war mehr drin. Endlich hat Virgin Speed gefunden. Am Freitag zeigte Glock, dass er Schnellster im Formel 1-Armenhaus sein kann. Wenn da nicht immer wieder Defekte dazwischenkommen würden, die ihm die Qualifikation verhageln. Im Rennen war er in seiner schnellsten Rennrunde nur 2,38 Sekunden langsamer als Sebastian Vettel.

Bruno Senna: Note 5/10

Sakon Yamamoto ist kein Gegner für Senna. Der Brasilianer war im Training nur zwei Zehntel langsamer als Kovalainen. Im Rennen hielt er sich dank höherem Top-Speed 20 Runden lang vor Timo Glock. Eine Verteidigungsschlacht, die Anerkennung verdient.

Heikki Kovalainen: Note 3/10

Die bislang schwächste Vorstellung des Finnen. Im Training verlor Kovalainen acht Zehntel auf Trulli. Im Rennen lag er beständig hinter den beiden Virgin-Piloten. Bis er mit dem deutlich schnelleren De la Rosa kollidierte.

Lucas di Grassi: Note 4/10

Im Training war er wegen eines Getriebeschadens unverschuldet Zuschauer. Vom letzten Startplatz aus fuhr der Brasilianer ein ordentliches Rennen, in dem er lange vor Stallgefährte Glock auf Platz 18 lag.

Sakon Yamamoto: Note 1/10

Der Mann ist mit der Formel 1 überfordert. Ein dicker Scheck qualifiziert den Japaner nicht für eine bessere Note. Viele Ausrutscher im Training, ein Hindernis im Rennen. Indiskutabel, dass seine schnellste Rennrunde 7,7 Sekunden über der Bestzeit lag.

Jarno Trulli: Note 4/10

Endlich mal wieder ein Lebenszeichen des Italieners. Trulli war klar Schnellster der Fahrer aus den neuen Teams. Auf Buemi fehlten ihm nur 1,6 Sekunden. Im Rennen konnte Trulli nichts zeigen. Wegen eines Getriebeschadens war nach drei Runden Feierabend.

Sebastien Buemi: Note 3/10

Der Schweizer leidet wie sein Teamkollege darunter, dass bei Toro Rosso die Entwicklung derzeit auf Schmalspur läuft. Zum zweiten Mal in dieser Saison verlor Buemi ein Trainingsduell gegen Alguersuari. Das gibt Abzüge. Für die teaminterne Kollision konnte er nichts.

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