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Fahrernoten GP Europa

Ferrari an beiden Enden der Notenskala

Ferrari Foto: dpa 60 Bilder

Rubens Barrichello bewies in Valencia, dass man auch mit 37 Jahren Spitzenleistungen in der Formel 1 bringen kann. Bei Ferrari gab es dagegen Licht und Schatten. Für den bemitleidenswerten Massa-Ersatz Luca Badoer blieb nur die Note sechs.

24.08.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Rubens Barrichello: Note 1
Barrichello erlebte in Valencia seinen zweiten Frühling und fuhr ein perfektes Rennen. Der Brasilianer konnte mit mehr Sprit den Speed der McLaren mitgehen und war immer dann schnell, wenn es drauf ankam. Hamilton wurde ständig unter Druck gesetzt. Teamkollege Jenson Button war an diesem Wochenende die klare Nummer zwei.

Lewis Hamilton: Note 1-
Auch Hamilton konnte in Valencia überzeugen. Der einzige Makel an seiner Vorstellung war der Dreher im zweiten Training, der dem Weltmeister wertvolle Testzeit klaute. Im Rennen fuhr Hamilton was geht, wurde aber vom Fehler seiner Boxencrew eingebremst.

Kimi Räikkönen: Note 1-
Mehr als den dritten Platz gibt der Ferrari momentan einfach nicht her. Das Problem von Ferrari liegt eindeutig im schwachen Quali, das eine bessere Platzierung im Rennen verhindert. Räikkönen selbst fuhr dagegen fehlerlos und lieferte nach Ungarn nun schon das zweite Argument, dass man ihn eigentlich nicht durch Fernando Alonso ersetzen darf.

Heikki Kovalainen: Note 2-
In der Qualifikation war Kovalainen spritbereinigt schneller als sein Teamkollege. Im Rennen konnte er Hamiltons Speed dann nicht mehr ganz mitgehen. Seine Schwäche: Kovalainen nimmt die Reifen zu hart ran. Allerdings war der Abstand zwischen den Silberpfeilen kleiner als noch in Budapest.

Nico Rosberg: Note 2
Rosberg bot in Valencia eine gewohnt gute Leistung und fuhr sich nun schon zum fünften Mal in Folge unter die ersten Fünf. Allerdings war Williams im Vergleich zu den Rennen vor der Sommerpause nicht ganz so stark, weil die großen Updates fehlten.

Fernando Alonso: Note 2-
Der Lokalmatador musste für die Bremsprobleme im Qualifying bezahlen. Mit wenig Sprit und einer Dreistoppstrategie wollte ihn Flavio Briatore auf die Pole Position setzen. Von Rang acht war im Rennen nur Schadensbegrenzung möglich, obwohl er den gleichen Speed wie Rosberg zeigen konnte.

Jenson Button: Note 3
Button stand in Valencia klar im Schatten seines Teamkollegen. Er verpasste dadurch die einmalige Chance, richtig Punkte auf die Red Bull-Konkurrenten gutzumachen. Am Start wurde er leicht von Sebastian Vettel abgedrängt, was ihn nach hinten in den Verkehr warf. Erst in den letzten 15 Runden konnte Button seinen Speed zeigen, als er mit Timo Glock die schnellsten Zeiten fuhr.

Robert Kubica: Note 3
Zum ersten Mal seit langem war der Pole wieder das ganze Wochenende schneller als Teamkollege Heidfeld. Allerdings fährt Kubica immer noch weit entfernt von dem, was man von ihm gewohnt ist. Allerdings macht es der BMW momentan auch nicht leicht.

Mark Webber: Note 4
Nach einigen sehr guten Rennen folgte in Valencia eine Enttäuschung für Mark Webber. Schon in der vergangenen Saison konnte er hier nicht überzeugen. Das ganze Wochenende klagte er über die Abstimmung seines Autos. Im Rennen sorgten eine schlechte In- und Outlap beim letzten Boxenstopp dafür, dass Kubica Webber noch den letzten WM-Punkt klauen konnte. Der Speed Vettels zeigte, dass mehr drin gewesen wäre.

Nick Heidfeld: Note 4
Im Qualifying verfehlte Heidfeld zum wiederholten Mal knapp die ersten Zehn und blieb somit deutlich im Schatten von Kubica. Im Rennen kam er nicht von Adrian Sutil weg. Auch wenn Valencia sicher nicht seine stärkste Strecke ist, war mehr drin als Rang elf.

Giancarlo Fisichella: Note 4-
Die Tatsache, dass Fisichella permanent Sutil hinterherfährt zeigt, dass seine Zeit in der Formel 1 abgelaufen ist. Dabei bewies Rubens Barrichello, dass auch in hohem Alter noch Spitzenleistungen möglich sind. Fisichella will Testfahrer bei Ferrari werden, was momentan vielleicht auch der bessere Job für ihn ist.

Adrian Sutil: Note 3
Nach den sehr guten Trainingsleistungen hatte man in der Qualifikation fast schon ein wenig mehr erwartet. Allerdings hatte Sutil seinen Teamkollegen Fisichella erneut sicher im Griff und ist mittlerweile eine feste Größe bei Force India. Er hat inzwischen auch bewiesen, dass er seinen Platz in der Formel 1 verdient hat.

Jarno Trulli: Note 4
Wie Glock war Jarno Trulli Opfer des langsamen Autos. Allerdings konnte der Italiener die Zeiten seines Teamkollegen weder im Training noch im Rennen mitgehen. Die schnellste Runde von Trulli lag satte 1,3 Sekunden hinter der von Glock.

Timo Glock: Note 2
Im Training konnte Timo Glock mal wieder Jarno Trulli schlagen, was zeigt, dass der Toyota hier wirklich schlecht war. Negativ kann man dem Odenwälder nur den Crash am Start ankreiden, als er einen Moment nicht aufpasste und aussichtslos zurückfiel. Dann bewies Glock allerdings erneut, dass er ein Fighter ist. Er gab nicht auf und sicherte sich immerhin noch die schnellste Rennrunde.

Romain Grosjean: Note 5
Die drei Zehntel Rückstand auf Teamkollege Alonso im Qualifying waren aller Ehren wert, bis sich herausstellte, dass der Spanier mit einem Bremsproblem rund sechs Zehntel pro Runde verlor. So verlor die Leistung Grosjeans etwas an Wert. Im Rennen sorgten die Startkollision und ein Highspeed-Dreher für großen Rückstand. Da fragt man sich, warum Nelson Piquet gehen musste.

Jaime Alguersuari: Note 5-
Beim jungen Spanier war im Vergleich zum Debüt in Budapest keine Steigerung zu erkennen. Obwohl er auch die Strecke in Valencia von anderen Rennserien kannte, wurde er locker von einem nicht in Top-Form fahrenden Sebastian Buemi dominiert. Wenn er seinen Platz im Team halten will, sollte die Formkurve langsam nach oben abbiegen.

Luca Badoer: Note 6
Es gibt wohl mehr als tausend Entschuldigungen für die schwache Leistung von Badoer. Allerdings darf man es sich auch mit wenig Erfahrung, Fitness und Routine nicht leisten, in einem Ferrari Letzter der gezeiteten Piloten zu werden. Gegen den ebenfalls unerfahrenen Grosjean unterlief ihm dann noch ein böser Anfängerfehler. Das anschließende Überfahren der Boxenlinie und der Dreher in der 35. Runde sind sicher auch keine Argumente für einen langen Verbleib als Stammfahrer.

Kazuki Nakajima: Note 5
Während Teamkollege Rosberg beständig unter die ersten Fünf fährt, ist Nakajima immer noch weit von den Punkten entfernt. Die verheerende Bilanz: 29,5 zu null. In Valencia hatte der Japaner auch noch Pech mit der Technik. In der Quali klagte Nakajima über Motoraussetzer, im Rennen gab der Reifen den Geist auf. Am Ende des farblosen Rennens musste er seinen Williams abstellen, weil das Differential drohte, kaputt zu gehen.

Sebastien Buemi: Note 5
Buemi hatte eigentlich mehr Speed als Trainingsplatz 15, allerdings machte er in der entscheidenden Runde einen Fehler. Nach einer Kollision im Rennen, kamen keine guten Rundenzeiten mehr zustande. Das Bremsproblem, das ihn in Runde 41 zur Aufgabe zwang, war ein Folgeschaden des Startcrashs.

Sebastian Vettel: Note 2
Trotz großer technischer Probleme schaffte es Vettel in der Qualifikation noch auf Startplatz vier. Im Rennen konnte er den Speed von Räikkönen mitgehen. Doch dann spielte zunächgst die Tankanlage einen Streich, später wurde er erneut Opfer des anfälligen Renault-Motors.

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