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Formel 1: Fahrernoten GP Europa

Kobayashi überrascht in Valencia

Kamui Kobayashi Foto: xpb 33 Bilder

Ganz fehlerlos blieb beim turbulenten Formel 1 GP Europa kein Fahrer. Red Bull-Pilot Sebastian Vettel und Sauber-Pilot Kamui Kobayashi verdienen sich aber ein ganz dickes Lob für ihre Leistungen in Valencia und schneiden damit als beste Fahrer in unserer Benotung ab.

28.06.2010 Michael Schmidt

Sebastian Vettel: Note 9/10

Pole Position, alle Führungsrunden, zweiter Saisonsieg. Gibt es da etwas auszusetzen? Höchstens der nicht ganz optimale Start und der Beinahe-Dreher beim Re-Start, bei dem er sich einen Bremsplatten einhandelte.

Lewis Hamilton: Note 6/10

Im Training holte Hamilton das Maximum aus dem McLaren heraus. Der aggressive Start war typisch Hamilton. Beim Überholen des Safety-Cars könnte man von Schlitzohrigkeit sprechen. Oder für Unfairness. Wir entscheiden uns für das zweite. Deshalb Punktabzug für Lewis.

Jenson Button: Note 7/10

Im Training vergeigte er Startplatz vier durch einen Verbremser in der Zielkurve. Das kostete drei Zehntel. Im Rennen fuhr Button anfangs abwartend, später die schnellste Runde. Wir meinen: ein zu passives Rennen, Herr Weltmeister.

Rubens Barrichello: Note 8/10

Barrichello rettet Williams. Mit zwölf WM-Punkten. Und Ideen, wie man das Auto besser machen könnte. Die Modifikationen am Aerodynamikkonzept und der Getriebeabstufung, um dem Motor zu helfen, sind auf Barrichellos Mist gewachsen. Ganz starke Leistung, Rubens!

Robert Kubica: Note 7/10

Der Renault-Pilot sah aus wie ein Kandidat auf die Pole Position, wurde dann aber ein Opfer der Reifen. "Plötzlich fehlte im entscheidenden Moment der Grip." Das Rennen sah den typischen Kubica: Kampfstark und fehlerlos. Toll, wie er in der ersten Runde Webber und Button austrickste.

Adrian Sutil: Note 7/10

Das Team raubte Sutil einen Startplatz in den Top Ten. Der Frontflügel war falsch justiert. Im Rennen zeigte der Force India wieder einmal eine ganz starke Leistung. Alonso biss sich an ihm die Zähne aus. Die fünfte Zielankunft in den Punkten in Folge festigt seinen zehnten WM-Rang.

Kamui Kobayashi: Note 9/10

Der heimliche Held des Rennens. Den Punkt Abzug gibt es für seinen schwachen 18. Startplatz. Doch dann explodierte der Japaner und setzte die alternative Taktik mit harten Reifen beim Start exzellent um. Er verteidigte Platz drei 42 Runden lang gegen Button und mischte im Finale Buemi und Alonso auf. Großes Kino!

Fernando Alonso: Note 7/10

Alonso war wie Massa zur falschen Zeit am falschen Ort. Das Safety-Car raubte ihm einen Podestplatz. Alonso hätte sonst mit Hamilton um Platz zwei gekämpft. Stattdessen fand sich der Spanier mitten im Feld wieder, ruinierte im Verkehr seine Reifen und war am Ende wehrlos gegen Buemi und Kobayashi.

Sebastien Buemi: Note 7/10

Der Schweizer fuhr nach Montreal das zweite starke Rennen in Folge. Startplatz 11 war eine Steigerung zu den Trainings davor. Im Rennen zeigte der Toro Rosso-Pilot Alonso lange den Auspuff. Einziger Kritikpunkt: Er ließ sich in der letzten Kurve von Kobayashi überrumpeln.

Nico Rosberg: Note 6/10

Immer wenn die Reifen Probleme bereiten, kommt Nico Rosberg besser zurecht als Kollege Schumacher. Er war das ganze Wochenende schneller als der Superstar. Im Rennen büßte er für seinen 12. Startplatz. Dann machten schnell die Bremsen schlapp. Platz zehn war ein Geschenk der Rennleitung.

Felipe Massa: Note 6/10

Der Start des brasilianischen Ferraris war exzellent. Massa konnte in der Anfangsphase aber nicht ganz das Tempo von Alonso halten und verlor in neun Runden 2,2 Sekunden auf den Teamkollegen. Weil er sich beim Boxenstopp hinter Alonso anstellen musste, fiel er noch tiefer ins Feld zurück. Dort ging nichts mehr für Ferraris Nummer zwei.

Pedro de la Rosa: Note 7/10

Der Spanier war das unverdiente Opfer der Strafwelle, die neun Fahrer je fünf Sekunden kostete. De la Rosa rutschte von Platz zehn auf zwölf zurück. Der Spanier hatte das ganze Rennen einen Punkteplatz tapfer gegen Rosberg und Massa verteidigt.

Jaime Alguersuari: Note 4/10

Im Training schwach, im Rennen Mittelmaß. Der Spanier gab zu, dass er sich viel zu spät mit der Strecke anfreundete. Im Rennen traf er wieder auf seinen alten Freund Schumacher, den er wie in Melbourne hinter sich halten konnte. Diesmal bis ins Ziel.

Vitaly Petrov: Note 5/10

Wer von Platz zehn startet, sollte im Ziel mindestens Zehnter sein. Petrov büßte für seine schlechte Startrunde, aus der er als 15. zurückkehrte. Danach fuhr der Russe ein braves Rennen. Größter Pluspunkt. Er blieb endlich mal fehlerlos.

Michael Schumacher: Note 5/10

Michael Schumacher wurde erst im Rennen richtig wach. Seine Rundenzeiten zeigten, dass er nur ein paar Anlaufrunden braucht, um die Reifen in ihr Arbeitsfenster zu bringen. Ein Strategiefehler hat Schumacher einen möglichen siebten Platz geklaut. Der Traum von Rang drei war unrealistisch.

Tonio Liuzzi: Note 3/10

Sutil hat gezeigt, was mit dem Force India möglich war. Da fragt man sich: Wo blieb Liuzzi? Im Training war er trotz intaktem Auto langsamer als sein Teamkollege, den ein falsch justierter Frontflügel eine halbe Sekunde kostete. Im Rennen war Liuzzi nicht existent.

Lucas di Grassi: Note 5/10

Lucas di Grassi stand in der Startaufstellung erstmals vor Timo Glock. Und auch im Rennen wurde er vor dem Teamkollegen gewertet. Der Brasilianer zeigte zum ersten Mal eine ansprechende Leistung. Das hatte viel damit zu tun, dass die neuen Aufhängungen aus dem Virgin ein gutmütigeres Auto machten.

Karun Chandhok: Note 5/10

Der Inder zeigte sein bestes Formel 1-Wochenende und ließ sowohl im Training als auch im Rennen Teamkollege Senna hinter sich. Rang 18 im Ziel war die Belohnung dafür. Chandhok profitierte dabei von Glocks Fünfsekundenstrafe.

Timo Glock: Note 5/10

Pech in Serie, so könnte man Timo Glocks Wochenende umschreiben. Und immer hatte es mit den Reifen zu tun. Im Training rückte er zuerst mit den weichen Gummis aus, auf denen der Virgin langsamer war als mit der harten Mischung. Im Rennen zwangen ihn zwei Mal Reifenprobleme zum falschen Zeitpunkt an die Box.

Bruno Senna: Note 3/10

Bruno Senna schaffte es im Training nicht, seine drei besten Sektorzeiten zu einer Runde zusammenzuspannen. Die Kollision mit Glock im Rennen war unnötig und mehr Sennas Schuld als die des Deutschen. Die Frontflügel-Reparatur kostete 40 Sekunden.

Jarno Trulli: Note 4/10

Jarno Trulli kam ins Ziel. Immerhin, denn viel war von dem Italiener nicht zu sehen. Zwei frühe Boxenstopps warfen ihn weit zurück. Im Training lief es besser. Trulli erhöhte im Trainingsduell mit Kovalainen auf 5:4.

Nico Hülkenberg: Note 6/10

Hülkenberg war im Training exakt gleich schnell wie Barrichello. Trotz Verzichts auf den F-Schacht. Das ist ein Kompliment. Im Rennen kostete ihn ein gebrochener Auspuff WM-Punkte. Hülkenberg hatte sie sich nach einem nahezu fehlerlosen Grand Prix verdient.

Heikki Kovalainen: Note 4/10

Der Finne lag bequem auf dem besten Platz der Neulinge, als Mark Webbers Red Bull wie eine Bombe in seinen Lotus einschlug. Kovalainen trifft an der Kollision keine Schuld. Er bremste dort, wo er immer bremst. Und warum soll er seine Position nicht verteidigen?

Mark Webber: Note 4/10

Auf seiner Angststrecke lag Webber im Training nur 0,075 Sekunden hinter Valencia-Spezialist Vettel. Die Startrunde des Australiers war eine Katastrophe und der Crash mit Kovalainen klar sein Fehler. 10 Punkte bekommt nur das stabile Red Bull-Chassis.

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