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Fahrerstimmen zum Halo

„Sicht ist kein Problem“

Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2016 Foto: Red Bull 92 Bilder

Nico Rosberg, Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg und Carlos Sainz haben den Cockpitschutz „Halo“ im ersten Training zum GP Belgien unterschiedlich lang probiert. Alle waren mit der Sicht zufrieden. Nur Sainz bemängelte Probleme beim Ein- und Aussteigen.

26.08.2016 Michael Schmidt 4 Kommentare

Es war ein Bild des Grauens. Vier Autos fuhren im ersten Training den Halo spazieren. Die dritte Version des Cockpitschutzes enstellt das Bild eines aggressiven und dynamischen Rennautos noch mehr als die ersten Varianten. Weil der Bügel vorne höher und breiter ist. Der Fremdkörper wirkt aus allen Perspektiven störend. Ganz schlimm sind die Aufnahmen aus der Bordkamera. Da sieht der Bügel aus wie ein Rettungsring.

Die vier Testfahrer gingen unterschiedlich lang auf die Strecke. Nico Hülkenberg, Carlos Sainz und Daniel Ricciardo nur für eine Runde. Nico Rosberg fuhr eine gute halbe Stunde mit dem Cockpitschutz und stellte damit sogar die Bestzeit von 1.48,348 Minuten auf. Der Halo-Fan berichtete: „Alles super. Die Sicht ist gut.“

Sainz beklagt Probleme beim Aussteigen

Nico Hülkenberg steht dem Heiligenschein eher skeptisch gegenüber: „Tut mir leid, aber ich kann nichts Schlechtes darüber sagen. Die Sicht ist gut. Das Ein- und Aussteigen verlangt ein bisschen Kletterei, geht aber. In fünf Sekunden schaffe ich den Ausstieg aber nicht.“ Carlos Sainz hatte ebenfalls keine Sichtprobleme, klagte aber: „Das Aussteigen mit dem Halo ist ein echtes Problem.“ Das wird den Gegnern Futter geben.

Daniel Ricciardo meint, dass bei der Sicht noch kleine Modifikationen nötig sind. „Generell ist sie gut. Man muss bedenken, dass Spa die schlimmste Strecke dafür ist, weil es so stark bergauf und bergab geht. Die kleinen Defizite in der Sicht schräg noch oben sind aber leicht zu beheben.“ Zum Aussteigen konnte der Red Bull-Pilot nichts sagen: „Ich bin nur mit Halo eingestiegen, und das ging. Beim Aussteigen war der Heiligenschein schon wieder abmontiert.“

IndyCar bevorzugt geschlossene Kanzel

In Monza folgen weitere Tests. Dann sind Sergio Perez, Lewis Hamilton, Daniil Kvyat und Max Verstappen an der Reihe. Selbst wenn am Ende alle Fahrer grünes Licht geben würden, würde der Halo erst 2018 eingesetzt. Ein Teamchef bestand darauf: „Das ist beschlossene Sache. Selbst wenn es zu einer erneuten Abstimmung käme, wäre das gleiche Gremium abstimmungsberechtigt. Und das ändert seine Meinung nicht.“

Die größte Sorge der Teamchefs ist die Optik der Autos. Sie fürchten, dass der Formel 1 mit dem Provisorium über dem Cockpit die Fans davonlaufen. Auch in der IndyCar-Szene hat man diese Befürchtung. Die US-Serie will 2017 eine Scheibe vor dem Cockpit und ab 2018 eine geschlossene Kanzel einsetzen. Allerdings nicht nur aus optischen Gründen. Bei Highspeed-Unfällen auf den Ovalen droht die größte Gefahr von herumfliegenden Kleinteilen. Und die werden nur durch eine Scheibe und nicht durch den Halo wirksam abgelenkt.

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Man kann Michael Schmidt nur zustimmen. Sieht einfach nur fürchterlich aus. Und nein, ich werde mich nie daran gewöhnen.

Vanta 26. August 2016, 19:17 Uhr
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