Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Fall Hamilton

Warten auf Entscheidung

Foto: McLaren 50 Bilder

Lewis Hamilton ist in der Berufungsverhandlung am Montag (22.9.) erst nach dem Mittagessen zu Wort gekommen. Wann die Berufungsrichter dem britischen WM-Spitzenreiter ihre Entscheidung servieren würden blieb zunächst aber offen.

22.09.2008

So schnell wie erhofft war der Protest des McLaren-Mercedes-Rennstalls gegen die Hamilton-Zeitstrafe beim Großen Preis von Belgien am 7. September am Montag im FIA-Hauptquartier in Paris nicht vom Tisch. Allzu viel Zeit hatte der 23 Jahre alte Brite allerdings nicht: noch am Abend wollte er zum Nachtrennen in Singapur aufbrechen, das an diesem Sonntag stattfindet.

Hamilton wollte es sich nicht nehmen lassen, den Richtern seine Sicht der Dinge zu schildern. Ihm wird vorgeworfen, sich vor zwei Wochen in Spa Francorchamps einen Vorteil verschafft zu haben, als er in einer Schikane kurz vor Schluss abkürzte. Gleich nach dem Manöver ließ er den zuvor überholten Titelverteidiger Kimi Räikkönen im Ferrari wieder passieren. Am Ende siegte Hamilton, bekam aber zwei Stunden nach dem Ende des Ardennen-Rennens eine 25-Sekunden-Zeitstrafe und fiel damit vom 1. auf den 3. Rang hinter seinem WM-Rivalen Felipe Massa und BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld zurück.

Entscheidung braucht Zeit

"Die Entscheidung kann am Montag oder am Dienstag fallen, das hängt von den Berufungsrichtern ab", hieß es vonseiten der FIA zu dem mit großer Spannung erwarteten Urteilsspruch. Sollte dieser die Strafe gegen Hamilton aufheben, würde sein Punktekonto um vier Zähler auf 82 Zähler anwachsen. Vor dem Singapur-Spektakel hätte der Vize-Weltmeister aus England, der bei der Verhandlung unter anderem von McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh ("Alles was wir tun können, ist die Fakten zu präsentieren") begleitet wurde, dann sieben Punkte Vorsprung auf Massa, der wiederum zwei Zähler vom Belgien-Grand-Prix abgezogen bekäme.

"Die Fakten sprechen klar für Lewis", hatte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor der Verhandlung gesagt. Sollten die Berufungsrichter die Entscheidung der Rennkommissare dagegen bestätigen, bliebe der denkbar knapp Vorsprung von einem Punkt für Hamilton (78) vor Massa (77) vier Rennen vor dem Saisonende bestehen.

McLaren-Plädoyer für Hamilton

McLaren-Mercedes-Anwalt Mark Philips wies laut "Autosport" in der Verhandlung an der Seine darauf hin, dass Hamilton den Vorteil durch die laut der Rennkommissare abgekürzte Schikane wieder zurückgegeben habe. "Als sie die Linie überquerten, war Hamilton 6,7 Stundenkilometer langsamer und sieben Meter zurück", zitierte die Homepage des Magazins am Montag den Rechtsbeistand. Zudem wurden Auszüge aus dem Gespräch zwischen McLaren-Sportdirektor Dave Ryan und Renndirektor Charlie Whiting, in dem Ryan fragt, ob die Aktion in Ordnung gewesen sei, zitiert. "Ich glaube, sie war es", entgegnete Whiting auch nach erneuter Nachfrage.

Millionen Fernseh-Zuschauer hätten gesehen, dass Hamilton als Erster ins Ziel gekommen sei und Millionen Fernseh-Zuschauer hätten auch gesehen, dass der 23-Jährige der schnellste gewesen sei, als der Regen einsetzte, betonte Anwalt Philips in seiner Eröffnungsrede. Bevor es im Prozess in medias res ging, wurde allerdings erst noch die Rechtmäßigkeit des Widerspruchs geprüft. Demnach soll ein Veto gegen Durchfahrtsstrafen nicht zulässig sein, hier handele es sich jedoch um eine Zeitstrafe.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden