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Falsche Ferrari-Strategie

"Platz 3 war nicht das Maximum"

Sebastian Vettel - GP Japan 2015 Foto: xpb 54 Bilder

Im Kampf um Rang 2 kam es in Japan zum Duell zwischen Nico Rosberg und Sebastian Vettel. Im Ziel hatte Mercedes das bessere Ende für sich. Bei Ferrari fragte man sich, ob man mit der Strategie alles richtig gemacht hat.

27.09.2015 Tobias Grüner

Schon nach wenigen Metern schien das Rennen für Nico Rosberg gelaufen. Beim fehlgeschlagenen Angriff auf Lewis Hamilton flutschten sowohl Valtteri Bottas als auch Sebastian Vettel durch. Den Finnen schnappte sich Rosberg schon in Runde 17 mit einem beherzten Manöver. Bei Sebastian Vettel brauchte der Mercedes-Pilot etwas Hilfe von seinem Team.

Beim zweiten Boxenstopp entschieden sich die Strategen für den sogenannten Undercut. Rosberg wurde früh reingeholt, um Vettel unter Druck zu setzen. Vettel musste versuchen in seiner Runde an die Boxen den Vorsprung zu halten: "Ich war eigentlich ganz zufrieden mit der Inlap. Aber wir haben offenbar etwas seinen Speed auf der Outlap unterschätzt. In Kurve 1 ging es um ein paar Zehntel."

Vettel übt Kritik an Ferrari-Strategie

Rosberg behielt die Nase vorn und bot Vettel anschließend keine Angriffsfläche mehr. "Es war nicht leicht, dem Vorausfahrenden in den schnellen S-Kurven zu folgen. Mercedes hatte heute ein bisschen mehr Speed", analysierte der vierfache Weltmeister.

Aber hätte sich Ferrari nicht besser gegen die Attacke wehren können? "Das ist eine gute Frage. Wir hätten den Boxenstopp auch vorziehen können. Dann hätten wir eine bessere Chance", so Teamchef Maurizio Arrivabene. "Aber durch die verkürzte Trainingszeit wussten wir nicht, wie gut die Reifen halten. Das Risiko war uns zu hoch."

Der Regen am Freitag war also Schuld. Vettel ließ durchblicken, dass die Strategie am Ende wohl nicht ganz optimal war. "Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wenn wir eine Runde früher reingekommen wären, dann wäre es zumindest interessant geworden. Das wäre nicht einfach für Nico gewesen vorbeizukommen."

Rosberg nicht zu Scherzen aufgelegt

In der Pressekonferenz gab es von Vettel noch einen kleinen verbalen Seitenhieb gegen Rosberg. Der Mercedes-Pilot wurde gefragt, ob die von Pirelli vorgegebenen hohen Reifendrücke ein Problem gewesen seien, was Rosberg verneinte. Vettel stichelte daraufhin: "Seid ihr wieder mit zu wenig Druck gefahren?" Worauf Rosberg nur das Gesicht verzog.

Vettel versuchte seinen Landsmann aufzuheitern: "Das war nur ein Witz. Du kannst ruhig darüber lachen." Worauf Rosberg antwortete: "Ich lache ja." Sein Gesicht sagte aber etwas anderes. Mit 48 Punkten Rückstand ist die WM so gut wie gelaufen. "Es geht in die falsche Richtung. Ich hätte heute gewinnen müssen. Das wäre sehr wichtig gewesen. Ich muss es beim nächsten Mal wieder probieren."

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