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Ferrari im Elend

Favorit stürzt mit vier Punkten ab

Foto: xpb 29 Bilder

Ferrari ging als Favorit in den vierten WM-Lauf. Doch Fernando Alonso musste am Ende froh sein, mit vier WM-Punkten wieder abzureisen. Felipe Massa ging leer aus. Probleme bremsten die Ferrari-Piloten. Bei Alonso sperrte sich der Heckflügel-Flap. Massa platzte zwei Mal der rechte Hinterreifen.

21.04.2013 Michael Schmidt

Dieses Rennen schien wie gemalt für Ferrari. Fernando Alonso auf Startplatz drei, Felipe Massa einen Rang dahinter mit alternativer Taktik. Der eine startete mit der weichen, der andere mit der harten Reifenmischung. In den Rennsimulationen am Freitag legten die roten Autos die schnellsten Rundenzeiten vor. Doch dann kam alles ganz anders. Als Alonso in der vierten Runde den Heckflügel-Flap öffnete, blieb der auch nach dem Deaktivieren in dieser Stellung. Man konnte es sofort an den Rundenzeiten sehen: Alonso verlor auf Vettel im zweiten Streckensektor pro Runde 0,7 Sekunden. Im Heck fehlte massiv Abtrieb. "Es fühlte sich an, als hätte ich hinten einen Reifenschaden."

Überflüssiger zweiter Reparaturstopp

Renningenieur Andrea Stella informierte seinen Fahrer über das Heckflügelproblem und zog den ersten Reifenwechsel auf Runde sieben vor. Dabei wurde der Flap mit den Händen in seine Grundstellung zurückgedrückt. Jetzt passierte Ferrari ein Kardinalfehler. Man erlaubte Alonso den DRS-Knopf weiter einzusetzen. Prompt trat das Problem ein zweites Mal auf. Das hätte man sich nach dem ersten Augenschein denken können.

Der hydraulisch betätigte Flap war beim Hochschnellen über den Stopper hinausgeschossen und blieb beim Schließen daran hängen. TV-Experte Martin Brundle: "Eigentlich logisch, dass dieses Problem durch Runterdrücken nicht zu lösen war. So hat man Alonso ein Mal zu viel an die Boxen geholt." Der Spanier verlor durch den überflüssigen Stopp 21,4 Sekunden. Und er musste den Rest des Rennens ohne DRS fahren.

Fahren ohne DRS im Pulk kostet Reifengummi

Da half alles Jammern nichts. "So etwas hatten wir noch nie", fluchte Rennleiter Stefano Domenicali. "Wenn es ein Problem gibt, dann eher, dass sich der Flap nicht öffnet." Alonso musste ohne DRS seinen Rennplan umstellen. "Auf den Geraden bin ich an keinem mehr vorbeigekommen. Also habe ich es beim Reinbremsen in die Kurve 8 und 10 probiert. Das ist natürlich auf die Reifen gegangen."

Im Finale sah es zunächst so aus, als könnte der Spanier den Pulk mit Webber, Hamilton und Perez von hinten aufmischen, doch dann kam er als Letzter der Gruppe ins Ziel und hatte noch Glück, von Rosberg nicht eingeholt zu werden. "Zwei Runden mehr, und er hätte mich geschnappt. Meine Reifen waren am Ende." Domenicali lobte dennoch: "Mit dem Handikap fuhr Fernando ein großartiges Rennen. Ohne das Problem wäre er ganz vorne mitgefahren." Alonso hält Platz zwei für möglich. "Vettel wäre zu stark für uns gewesen."

Rätselhafte Reifenschäden bei Massa

Auch Felipe Massa stattete seiner Box vier Besuche ab. Zwei Mal wegen Reifenschäden. Jedes Mal rechts hinten. "Beim ersten Mal ist vermutlich wie bei Hamilton im Training die Lauffläche delaminiert. Beim zweiten habe ich mir ein Trümmerteil eingefahren." Pirelli-Reifenchef Paul Hembery twitterte sofort ein Foto vom Corpus delicti. Insgesamt verbrachte Massa 1.32 Minuten an den Boxen. Sein Ferrari kam schon leicht ramponiert aus der ersten Runde zurück. Im Startgetümmel war er dem Force India von Adrian Sutil in den rechten Vorderreifen gefahren. Danach hing die obere linke Kaskade des Ferrari-Frontflügels zerfleddert. So etwas kostet fünf Punkte Abtrieb.

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