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Fehlersuche bei Mercedes

Warum ist Hamilton so schlecht gestartet?

Start - GP Japan 2016 Foto: sutton-images.com 71 Bilder

Die Mercedes-Ingenieure verteidigen Lewis Hamilton. Ja, der Weltmeister hat beim Start einen Fehler gemacht. Das aber ist kein grundsätzliches Problem von Hamilton. Die Techniker liefern keine technische, sondern eine psychologische Erklärung.

14.10.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Im Startduell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton steht es 2:4. Das beziffert die Anzahl der verpatzten Starts. Rosberg kam in Ungarn und Deutschland schlecht vom Fleck. Hamilton in Australien, Bahrain, Italien und Japan.

Ingenieure verteidigen Hamilton

Der Weltmeister muss sich Kritik anhören, dass er den WM-Titel beim Start verliert. Teamchef Toto Wolff nimmt ihn in Schutz. „Unser System ist überkompliziert. Wenn die Prozedur nicht exakt passt, ist der Start schlecht. Bei uns fällt es zudem mehr auf als bei anderen, weil wir immer vorne losfahren.“

Auch die Ingenieure verteidigen Hamilton: „Lewis ist kein schlechter Starter. Unser System ist sicher nicht das beste der Welt. Beide Fahrer haben das gleiche. Es richtig zu handhaben verlangt Training und den exakten Ablauf der Prozeduren.“ Die technische Erklärung für Hamiltons Schneckenstart ist einfach: „Lewis hat die Kupplung zu schnell losgelassen.“

Multitasking im Cockpit

In dem Augenblick ist das Beschleunigungsduell gegen den Mann auf dem Startplatz daneben eigentlich schon verloren. Doch Hamilton wurde bis auf Platz 8 durchgereicht. Auch hierfür liefern die Mercedes-Ingenieure eine Erklärung.

Ein Fehler zieht oft eine Kettenreaktion von Problemen hinter sich her: „Wenn du einmal zu viel Schlupf hast, kannst du eigentlich nur vom Gas gehen, oder noch mal an der Kupplung ziehen. Das ist in der Hektik des Starts schwierig. In dem Augenblick, in dem Lewis merkte, dass er einen Fehler gemacht hat, verliert er schon mal 2 Zehntel, um darauf zu reagieren. Dann tust du entweder zu viel oder zu wenig und verlierst noch einmal Zeit.“

Die Ingenieure glauben nicht, dass die bergab führende Zielgerade das Problem verschärft hat. Viel eher die Angst, der feuchte Fleck auf dem Startplatz könnte ein Nachteil sein. „Das hat Lewis abgelenkt. In seinem Kopf sind einfach zu viele Gedanken herumgeschwirrt. Ich brauche einen guten Start. Ich darf nicht auf die feuchten Flecken kommen. Ich muss nach links ziehen um Nico abzuwehren. Dabei hat er die Prozedur einfach nicht korrekt durchgeführt.“

Neuester Kommentar

In Barcelona ist Hamilton gut vom Start weg gekommen, laut Mercedes-Statistik sogar besser als Rosberg. Doch Rosberg hat Hamiltons Windschatten gut genutzt und ihn in der ersten Kurve klassisch überrumpelt und ausgebremst.

Michael_Schmidt 19. Oktober 2016, 06:16 Uhr
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