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Felipe Massa

"Ich bin nicht die Nummer zwei"

Felipe Massa Foto: xpb 31 Bilder

Felipe Massa gibt sich eine Wochen nach dem Stallregieskandal von Hockenheim kämpferisch. "Ich kämpfe in Ungarn wieder um den Sieg - unter allen Umständen." In der Nummer-2-Rolle bei Ferrari sieht er sich nicht. "Dann würde ich sofort aufhören."

29.07.2010 Tobias Grüner

Eigentlich sollte sich in Ungarn alles um Felipe Massas schrecklichen Unfall aus dem Vorjahr und die geglückte Rückkehr in die Formel 1 drehen. Doch über dem Fahrerlager von Budapest schwebt immer noch der Stallregie-Skandal von Hockenheim.

Die Ohrfeige vom Team hat Spuren hinterlassen

"Es war ein gutes Rennen von mir. Und es wäre auch ein guter Zeitpunkt gewesen, ein Jahr nach dem Unfall", beklagt Massa den entgangenen Sieg. Aufgegeben hat der kleine Kämpfer aus Sao Paulo aber lange noch nicht: "Das macht mich nur noch stärker." Schon am Wochenende will er wieder angreifen. "Ich werde um den Sieg kämpfen, egal unter welchen Umständen", erklärt der Brasilianer. Ferrari sollte Massa also also besser nicht noch einmal auffordern, auf die Bremse zu treten.
 
Massa wirkte am Donnerstag in Budapest sichtlich betrübt. Die Ohrfeige vom Team hat Spuren hinterlassen. Und zum Dank wurde er in der brasilianischen Presse auch noch als Feigling bezeichnet, der durch sein Verhalten die Ehre des Landes beschmutzt habe: "Ich versuche immer alles für mein Land zu geben", entgegnete der Ferrari-Pilot seinen Kritikern. "Das habe ich schon bewiesen. Wer was anderes denkt, liegt total falsch."

Rubens Barrichello kann mitfühlen

Ausgerechnet Landsmann Rubens Barrichello sprang Massa in der offiziellen FIA-Pressekonferenz zur Seite: "Ich weiß was er durchmacht. Das wünsche ich keinem. Wir haben nach dem Rennen in Hockenheim telefoniert. Er fühlt das Gleiche wie ich damals. Der Rest bleibt unter uns." 2002 musste Barrichello zuletzt Michael Schumacher beim GP Österreich passieren lassen. Der Routinier hat seine Konsequenzen daraus gezogen. "Deshalb habe ich letztendlich das Team gewechselt."
 
Soweit ist Massa noch nicht. Er fühle sich trotz der Hockenheim-Erlebnisse auch nicht als Nummer zwei im Team. "Zu dem Zeitpunkt, an dem ich nur noch die Nummer zwei bin, höre ich mit dem Rennfahren auf." Außerdem stellte Massa noch einmal klar: "Ich fahre für das Team und nicht für den Teamkollegen. Wenn das Team eine Chance auf den Titel hat, dann helfe ich dabei. Jeder weiß, was 2007 und 2008 passiert ist."
 
In beiden Jahren wurde die WM erst ganz knapp im letzten Rennen entschieden. Jeder Punkt kann helfen. Barrichello kann seinem Landsmann in diesem Punkt nicht ganz zustimmen. "Wenn ich die WM nur gewinne, weil ich an meinem Teamkollegen vorbeifahren darf, dann will ich sie gar nicht. Und wenn ich den Titel am Ende um einen Punkt verpasse, dann soll es eben so sein. Diese Einstellung versuche ich auch meinen Kindern immer beizubringen."

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