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Felipe Massa

KERS-Test von Ferrari besser als erwartet

Ferrari F60 Foto: Ferrari 25 Bilder

Nach dem enttäuschenden Saisonfinale geht Vizeweltmeister Felipe Massa zuversichtlich in das neue Jahr. Nur an die reduzierte Aerodynamik müsse sich der Brasilianer noch gewöhnen.

15.01.2009 Tobias Grüner

Felipe Massa ist ein Kämpfer. Oft wurde der kleine Mann aus Sao Paulo von Kritikern und Konkurrenz unterschätzt. Doch spätestens seit der vergangenen Saison hat sich der Ferrari-Pilot den nötigen Respekt verschafft: "Heute muss ich nichts mehr beweisen", gibt sich Massa zwei Monate vor der neuen Saison selbstbewusst.

Die knappen Niederlage gegen Lewis Hamilton habe ihn nur noch stärker gemacht. "Man kann jedes Jahr etwas neues lernen. So eine gute Ausgangsposition wie heute hatte ich noch nie in meiner Karriere. Ich bin so stark wie nie zuvor." Der Ferrari-Pilot glaubt nicht, dass ihn das dramatische Saisonfinale belastet. Massa betont lieber die positiven Seiten, dass er das Rennen in Sao Paulo schließlich gewonnen habe und eine gute WM gefahren sei. "Wir haben den Titel auch nicht in der letzten Kurve verloren, sondern in den 18 Rennen zuvor", betont Massa immer wieder.

Erste Ausfahrt mit positivem Ergebnis

Der Blick geht nach vorne. Am Montag (12.1.) saß Massa als erster Pilot im neuen Ferrari F60 und durfte einen ersten Shakedown fahren. Dabei musste sich der 27-Jährige allerdings komplett umgewöhnen: "Die aerodynamische Belastung ist viel geringer, das Auto rutscht mehr", so die ersten Beobachtungen. Nach Einschätzung Massas ist die Aerodynamik auch die größte Umstellung - größer noch als die Einführung des Hybrid-Systems (KERS) und des beweglichen Frontflügels.

Beim ersten Test konnte Massa allerdings noch nicht alle Komponenten ausprobieren. Der Fokus lag auf dem neuen KERS, das seinen ersten Praxistest scheinbar mit Bravour bestanden hat: "Es hat den ganzen Tag problemlos funktioniert. Es lief besser als erwartet. Wir konnten sogar die Batterien auf die maximale Kapazität aufladen", berichtet der Brasilianer. Den richtigen Einsatz der neuen Elemente müsse man allerdings erst noch erlernen: "Es sind aber nur zwei neue Knöpfe. Wir sind ja nicht dumm. Auch in der Vergangenheit hat es immer wieder Neuerungen gegeben, an die wir uns gewöhnen mussten."

Testfahrten von großer Bedeutung

Auch die wieder eingeführten Slick-Reifen stellen die Piloten vor keine großen Aufgaben. An den besseren Grip gewöhne man sich schnell, so Massa. Bei den in der kommenden Woche beginnenden Testfahrten müssen die Teams nur noch herausfinden, wie schnell die neuen Reifen abbauen. Durch das Testverbot während der Saison ist die Vorbereitung bis zum Start in Melbourne sehr wichtig. "Da müssen wir sehr effizient arbeiten", so Massa.

Dafür haben die Piloten über das Jahr mehr Freizeit. Der Brasilianer will diese Zeit sinnvoll nutzen und bei der Entwicklung dabei sein und Simulationen zu nutzen. "Das wird sehr hart, da man die Tests dazu nutzen konnte, sich selbst zu verbessern. Jetzt müssen wir unsere Einstellung etwas ändern."

Nur ein Renault als Konkurrenz

Über die möglichen Konkurrenten im Kampf um den Titel konnte Massa noch keine Aussage machen. Er rechne aber fest mit den üblichen Verdächtigen: "Die McLaren-Mercedes und die BMW-Sauber werden wieder schnell sein. Und auch ein Renault." Der Pilot des angesprochenen Renaults, Fernando Alonso, war zuletzt wieder einmal mit Ferrari in Verbindung gebracht worden. Davon lässt sich Massa allerdings nicht aus der Ruhe bringen: "Wir sprechen jetzt schon seit anderthalb Jahren über Alonso. Ich sehe ihn hier aber immer noch nicht."

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