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Felipe Massa

"Michael ist immer noch ein Freund"

Felipa Massa Foto: dpa 36 Bilder

Felipe Massa will nach seiner Verletzung wieder durchstarten. Bei der Saisoneröffnung in Madonna di Campiglio redete der Brasilianer über neue und alte Teamkollegen, seinen Sohn Felipinho, und die Folgen seines Unfalls.

15.01.2010 Tobias Grüner

Felipe Massa hatte es schwer, beim offiziellen Ferrari-Saisonstart in Madonna di Campiglio. Trotz seines bevorstehenden Comebacks drehte sich das Medieninteresse zuletzt mehr um seine neuen und alten Teamkollegen. Doch Massa lässt sich von den Schlagzeilen um Michael Schumacher und Fernando Alonso nicht beeindrucken. Er will mit Leistung auf der Strecke überzeugen.
 

Ich bin besser als je zuvor

"Ich bin besser als zuvor", diktiert der Brasilianern all jenen Skeptikern in die Blöcke, die befürchten, er könne immer noch unter den Nachwirkungen seines schweren Unfalls vor fünf Monaten leiden. "Die Tests im F2007 waren gut. Ich will jetzt endlich wieder starten. Ich bin voll motiviert. Mein Auge ist wieder 100 Prozent in Ordnung. Ich bin zu Ärzten in drei verschiedenen Ländern gereist, die mir das bestätigt haben."
 
In der neuen Saison wird Massa auch auf seinen alten Weggefährten Michael Schumacher treffen. "Michael ist immer noch ein Freund", erklärt der Brasilianer. "Es war wichtig, ihn als Teamkollegen zu haben, um auf ein höheres Level zu kommen. Aber im Rennen kämpfen wir gegeneinander. Außerhalb der Strecke geht unsere Freundschaft weiter. Es ist seltsam, ihn für ein anderes Team fahren zu sehen. Für jeden Fahrer ist es nun besonders interessant, vor Michael ins Ziel zu kommen."
 
Der erste Gegner eines Rennfahrers ist aber bekanntlich der eigene Teamkollege. Fernando Alonso wird dem Brasilianer einiges abverlangen. Allerdings ist die Situation nicht neu. Mit Jacques Villeneuve, Michael Schumacher und Kimi Räikkönen hatte der Brasilianer schon mehrere Weltmeister als teaminterne Messlatte. "Wenn man bei Ferrari fährt, weiß man, dass man starke Teamkollegen bekommt. Aber man lernt auch von ihnen und verbessert sich dadurch selbst."

Alonso soll mit mir zusammenarbeiten

Massa forderte den Spanier zur konstruktiven Zusammenarbeit auf. Dann würden am Ende beide profitieren. Böses Blut gebe es zwischen den beiden Latinos nicht. Das war aber nicht immer so: 2007 waren sich die beiden am Nürurgring richtig in die Haare geraten. Massa hatte bei einem Überholmanöver Alonsos nicht zurückgesteckt und den damaligen McLaren-Piloten berührt. Obwohl Alonso das Rennen gewann, machte er seinem Ferrari-Kontrahenten Vorwürfe. Bei einem Wortwechsel auf italienisch warfen sich die beiden deftige Schimpfwörter entgegen. Inzwischen wurde allerdings Friedenspfeife geraucht: "Wir haben über die Sache gesprochen. Fernando hat sich entschuldigt. Damit ist es für mich erledigt", erklärt der Brasilianer.
 
Auch die Saison 2008 sorgte für Kontroversen. Am Ende verpasste Massa um einen Punkt den Titel. Hätte Renault im Rennen von Singapur nicht betrogen, wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgegangen. Nach Aussage Massas habe er sowohl mit Nelson Piquet als auch mit Flavio Briatore darüber gesprochen, ob das Rennen verfälscht war. Beide versicherten ihm, dass es mit rechten Dingen zugegangen sei. "Nelson sagte das allerdings mit einem Grinsen." Nur wenige Monate später wusste er warum, als Piquet die Wahrheit ans Licht brachte. Massa forderte damals öffentlich, Renault und somit auch Alonso den Sieg abzuerkennen.
 
Jetzt soll der Blick allerdings nur noch nach vorne gerichtet werden. "Wir müssen von Beginn der Saison an konkurrenzfähig sein. Jeder Punkt zählt, wie wir 2008 gelernt haben." Bisher laufe die Zusammenarbeit mit seinem neuen Teamkollegen gut. "Wir haben schon viel über die Entwicklung des neuen Autos gesprochen. Ich habe mit Fernando schon mehr darüber geredet, als in drei Jahren mit Kimi Räikkönen."
 
Neben dem Teamkollegen hat sich auch die familiäre Situation für Massa geändert. Er ist mittlerweile Vater geworden und zeigte in Madonna stolz Bilder des kleinen Felipinho. Dass der frischgebackene Vater aus Sorge um den Nachwuchs langsamer wird, glaubt er selbst nicht. "Auch Michael Schumacher hat als Vater Weltmeisterschaften gewonnen. Wenn ich im Auto sitze, erinnere ich mich nicht mehr daran, dass ich eine Familie habe." Zu seinem eigenen Nachfolger will Felipe den Nachwuchs aber nicht machen. "Wenn er auch Rennfahrer werden will, dann unterstütze ich ihn natürlich. Aber ich werde ihn nicht dazu drängen."

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