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Felipe Massa sauer

"Haben einen Sieg verschenkt"

Felipe Massa  - GP Kanada 2014 Foto: Daniel Reinhard 45 Bilder

Felipe Massa war der tragische Held des GP Kanada. Der Brasilianer trauert einer verlorenen Siegchance nach. Im Gespräch nach seinem Medizin-Check im Krankenhaus nimmt der Williams-Pilot Stellung zu dem Problem beim Boxenstopp, seiner Aufholjagd und dem Unfall mit Sergio Perez.

10.06.2014 Michael Schmidt
Wie geht es Ihnen?

Massa: Den Umständen entsprechend gut. Es war ein ernster Unfall. Wir hatten beide 300 km/h drauf. Ich hätte fast noch Vettel mitgerissen. Es ging so schnell, dass ich ihn erst im letzten Augenblick gesehen habe. Es war ein brutaler Aufprall. Ich hatte Angst mich zu verletzen.

Wie kam es zu dem Unfall?

Massa: Ich bin besser aus der Schikane in die Zielgerade gekommen als Perez. Ich hatte DRS, er nicht. In dem Rechtsknick bin ich nach links rausgezogen, um ihn innen auszubremsen. Plötzlich zieht er nach links in meine Spur. Ich sehe noch, wie mein rechtes Vorderrad wegklappt. Dadurch konnte ich nicht mehr bremsen. Seit drei oder vier Jahren haben wir die Regel, dass ein Spurwechsel verboten ist, sobald sich ein Auto neben das andere setzt.

Force India behauptet, Sie hätten ein Ausbremsmanöver gestartet, das nicht gutgehen konnte.

Massa: Ach was. Ich hätte Perez locker ausgebremst. Seine Hinterreifen waren ja völlig am Ende. Da war von meiner Seite aus kein Risiko dabei.

Haben Sie mit Perez gesprochen?

Massa: Ja, wir haben uns in der Notfallstation an der Strecke getroffen. Ich habe ihm gesagt, dass ich enttäuscht bin von seiner Aktion und dass er sich mal in meine Lage versetzen soll. Es ist nicht das erste Mal, dass er so etwas macht. Er hat gar nicht reagiert.

Ist die Strafversetzung um fünf Startplätze für ihn gerecht?

Massa: Ich finde, dass es nicht genug ist. Das Resultat seines Spurwechsels war ein schwerer Unfall, bei dem wir fast noch einen Dritten mit hineingezogen hätten. Ich hoffe, die Strafe reicht aus, um ihn zur Besinnung zu bringen.

Hatten Sie eine Siegchance?

Massa: Wenn wir das Problem beim ersten Boxenstopp nicht gehabt hätten, dann wäre ich vor Perez auf der Strecke geblieben. Und ich wäre leichter an den Red Bull vorbeigekommen. Wir haben eine einmalige Chance weggeworfen zu gewinnen. Wer weiß, ob diese Chance je wieder kommt. Wir haben wieder einmal viele Punkte weggeworfen.

Was passierte beim Boxenstopp?

Massa: Ein Schlagschrauber ist gebrochen. Der Mechaniker musste auf den Ersatz-Schrauber umwechseln.

Hätte Sie das Team eher an Bottas vorbeilotsen müssen?

Massa: Es hätte zumindest geholfen. Dann hätte ich früher und mit besseren Reifen zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Da habe ich aber schon nicht mehr an einen Sieg geglaubt. Ich wusste zwar, dass Nico ein Problem hat, aber ich dachte Lewis liegt vor ihm noch meilenweit in Führung.

Waren Sie mit Ihrem Auto zufrieden?

Massa: Anfangs nicht. Die Supersoft-Reifen haben hinten unheimlich schnell abgebaut. Aber auf den härteren Reifen lag unser Auto perfekt.

War der zweite Stopp notwendig? Sie lagen ja vor Rosberg in einem kranken Mercedes.

Massa: Ich fürchte, er war nötig. Die Hinterreifen waren schon ziemlich runtergefahren. Ich glaube nicht, dass sie bis zum Schluss überlebt hätten. Auf jeden Fall wäre ich am Ende sehr langsam geworden.

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