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Felipe Massa in Malaysia

"Wir gehören in die Top 5"

Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 27. März 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Felipe Massas GP Australien dauerte nur 300 Meter. Trotzdem geht der Brasilianer optimistisch in das zweite Rennen des Jahres. Der Williams-Pilot sieht sich und sein Auto in den Top 5 des Feldes. In Melbourne hatte Massa genug Zeit, sich das Rennen als Zuschauer anzuschauen. Und er kommt zu interessanten Eindrücken.

27.03.2014 Michael Schmidt

Am Tag nach dem GP Australien bekam Felipe Massa elektronische Post von Kamui Kobayashi. Der Japaner erklärte seinem Unfallgegner, dass er ohne Bremsen in das Heck des Williams gekracht war. "Das akzeptiere ich. Hätte er kein technisches Problem gehabt, wäre es zu viel des Guten gewesen."

Trotz seines kurzen Rennens kommt Massa zu einem positiven Fazit. "Mit besseren Startpositionen wären wir in der Lage gewesen in die Top 5 zu fahren, vielleicht sogar auf das Podium. Wir haben ein gutes Auto. Im Heck fehlt noch ein bisschen Abtrieb, was uns im Regentraining die schlechten Startplätze eingebrockt hat." Für den GP Malaysia konnte Williams noch nicht reagieren. Das nächste Aero-Paket ist für das Rennen in Shanghai versprochen.

Ein V6-Turbo klingt nie wie ein V8

Massa erlebte den Saisonauftakt aus der Zuschauerperspektive. Ein endgültiges Urteil über die neue Formel 1 will er sich nicht erlauben: "Das wäre zu früh. Die Rennen werden Mitte des Jahres ganz anders aussehen als am Anfang, weil wir mit jedem Tag dazulernen. Es war sicher nicht das beste Rennen, das wir in Melbourne gesehen haben, aber wenn du selber nicht mitfährst, ist dein Blick immer etwas getrübt."

Die Diskussion über den Sound kann der elffache GP-Sieger nicht verstehen: "Wir wissen seit zwei Jahren, was uns zukommen würde. Ein V6-Turbo wird nie den gleichen Sound produzieren wie ein V8. Es macht also keinen Sinn, sich darüber aufzuregen." Hat er schon seine Ohrenstöpsel modifiziert, damit er den Motor im Auto besser hört? Massa bedauert: "Nein, ich beginne mich daran zu gewöhnen."

Am meisten Spaß macht ein schnelles Auto

Der 32-jährige Brasilianer fährt seit 2002 in der Formel 1. Er hat viele Autos erlebt, aber noch nie welche mit so wenig Abtrieb. "Das ist die größte Umstellung für uns als Fahrer, nicht der Motor. Daran gewöhnt man sich schnell. Da mussten wir uns nur ein bisschen anpassen. Das viele Drehmoment bei viel weniger Abtrieb diktiert uns einen anderen Fahrstil." Und was macht mehr Spaß: Grip ohne Ende oder ein echter Powerslide aus den Kurven raus? Massa grinst: "Ich sage euch, was einem Fahrer am meisten Spaß macht: Wenn er ein schnelles Auto hat. Dann ist dann alles andere egal."

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