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Felipe Massa warnt

"Harte Reifen für Sao Paulo sind gefährlich"

Felipe Massa - Williams - GP Deutschland 2014 Foto: Williams 65 Bilder

Felipe Massa ist mit seinen Gedanken schon 2 Rennen weiter. Der Brasilianer kritisierte nach dem Rennen die Reifenwahl Pirellis für sein Heimrennen in Sao Paulo. Sie sei gefährlich, schimpfte der Williams-Pilot.

12.10.2014 Tobias Grüner

Wie üblich geht Pirelli in den letzten Rennen des Jahres eher konsverativ zu Werke, was die Reifenmischungen angeht. Für Interlagos hat man wie schon in den beiden Vorjahren die Mischungen "medium" und "hard" im Gepäck. Allerdings wurden die Sorten durch die Bank vor der Saison eine Stufe härter gemacht.

Bei Felipe Massa kam die Wahl nicht gut an. Der Mann aus Sao Paulo kennt seine Heimstrecke wie kein anderer Fahrer im Feld. Er fand nach dem Rennen in Sochi deutliche Worte: "Interlagos war noch nie eine Strecke, auf der man hart und medium braucht. Es wäre sogar möglich, dort mit supersoft und soft zu fahren. Wenn man konservativ denkt, vielleicht soft und medium", schimpfte der Williams-Pilot.

Massa macht Druck auf Pirelli

Massa sieht in der Reifenwahl sogar ein Sicherheitsproblem: "Dass jetzt medium und hard gewählt wurde, ist komplett inakzeptabel. Es kann kalt sein, es kann halbfeucht sein. Wenn man dann den harten Reifen aufzieht, dann könnte das gefährlich werden. Ich verstehe diese Entscheidung nicht."

Neben den klimatischen Bedingungen spreche auch noch ein zweiter Punkt gegen die harten Gummis: "Dieses Jahr wurde in Interlagos neuer Asphalt verlegt. Und immer wenn wir auf neuem Asphalt fahren, wird es eher einfacher für die Reifen. Ich habe deshalb keine Ahnung, warum sie so harte Reifen gewählt haben."

Massa hat sogar bei einem Pirelli-Mann direkt nachgefragt, ob man die Mischungen nicht ändern könne. "Er hat gesagt, dass ich Recht habe. Ich habe geantwortet, dass sie die Wahl ändern müssen. Darauf hat er nur gesagt, dass er das nicht entscheiden kann. Ich habe ihn dann aufgefordert, zu jemandem zu gehen, der das entscheiden darf. Das Rennen findet ja nicht schon morgen statt. Es sind ja noch ein paar Wochen bis dahin."

Pirelli will Reifenwahl überprüfen

Massa machte nicht nur bei Pirelli Druck: "Ich habe schon mit den anderen Fahrern gesprochen. Ich bin schon zur FIA gegangen. Mehr kann man nicht tun."

Pirelli-Sportchef Paul Hembery kann die Aufregung des Brasilianers nicht verstehen. "Historisch sind wir dort immer harte Reifen gefahren", erklärt der Gummi-Papst. "Jetzt gibt es neuen Asphalt. Das werden wir noch einmal checken. Wenn es technische Gründe gibt, weicher zu gehen, dann lassen wir mit uns reden."

Pirelli vermutet, dass Massa nicht nur die Sicherheit am Herzen liegt. "Jeder Fahrer hat seine eigenen Wünsche. Interlagos ist von den lateralen Kräften die dritthärteste Strecke. Das kann bei Hitze zu Problemen führen. Deshalb sind wir lieber auf der konservativen Seite."

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