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Felipe Massa weiter stabil

Langfristige Probleme mit dem Auge?

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 51 Bilder

Der Gesundheitszustand von Felipe Massa war auch zwei Tage nach seinem schweren Unfall auf dem Hungaroring unverändert stabil. Allerdings konnten die Ärzte am Montag (27.7.) nicht ausschließen, dass der 28-jährige F1-Pilot Probleme am linken Auge zurück behalten könnte.

27.07.2009

Wie weitere Untersuchungen ergaben, zog sich der 28-jährige Südamerikaner eine Schädigung des Sehnervs zu. Um die Schwere der Verletzung genauer beurteilen zu können, müsse Massa aber erst wieder in der Lage sein, das Auge vollständig zu öffnen, wie Professor Robert Veres vom AEK-Krankenhaus am Montag berichtete.

Im schlimmsten Fall droht dem Brasilianer das gleiche Schicksal wie Helmut Marko. Der heutige Red Bull-Berater verlor 1972 ein Auge, nachdem ein Stein sein Visier zerschlagen hatte. Marko musste sofort seine Karriere beenden. Mit nur einem Auge ist das räumliche Wahrnehmungsvermögen stark eingeschränkt. Rennfahren wäre dann unmöglich.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der am Montag nach Ungarn gereist war, sagte über den Zustand seines Piloten: "Ich bin sehr optimistisch und zuversichtlich, aber wir denken jetzt nur an den Menschen und nicht an den Fahrer."

Montezemolo nicht direkt bei Massa

Der Ferrari-Boss durfte jedoch offenbar ebenso wenig wie andere Teammitglieder direkt zu Massa, der weiterhin im künstlichen Koma gehalten wird. Wie lange noch, ist völlig offen. Auch, wann Massa möglicherweise in ein anderes Krankenhaus verlegt werden könnte. Zu ihm ins Zimmer durften auch am Montag nur seine Familien-Mitglieder. Seine im fünften Monat schwangere Ehefrau Rafaella war nach dem Unfall von Sao Paulo nach Budapest geflogen. Seine Eltern und sein persönlicher Arzt Dino Altmann waren zusammen mit ihr am Sonntag eingetroffen. Bruder Eduardo hatte sich bereits in der ungarischen Hauptstadt aufgehalten.

Istvan Bocskai, Sprecher des ungarischen Verteidigungsministeriums, sprach im Zusammenhang mit Massas Zustand von einem guten Zeichen: Der Pilot antworte mit Bewegungen von Händen und Füßen, wenn man ihn anspreche. Reden kann Massa nach einem Luftröhrenschnitt nicht. Bocskai erklärte zudem, dass der Pilot immer öfter kurz aus dem künstlichen Koma geweckt werde. Es gebe die Hoffnung, dass er sich "langsam erholt", so der Sprecher. Angesichts der Schwere des Eingriffs, bei dem auch der Schädel des Piloten geöffnet worden war, bestünde immer ein Risiko, erklärten die Ärzte.

Gute Aussichten auf Genesung

"Es gab keine Komplikationen", sagte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni am Montagvormitag. Wie ihm Familienangehörige weiter mitgeteilt hätten, habe Massa "eine ruhige Nacht" verbracht. Wahrscheinlich habe er keine weiteren Verletzungen, jedoch sei der Genesungsprozess noch nicht in der Phase, in der man dies mit Bestimmtheit sagen könne, erklärte Bocskai. Massa sei auch per Ultraschall untersucht worden, dabei sei es darum gegangen, ob es Wasseransammlungen gebe. Das Ergebnis sei "beruhigend" gewesen.

"Klar: Das Wichtigste für Felipe Massa ist die Genesung von einem Unfall, bei dem er hätte ums Leben kommen können. Aber die Anzeichen für eine Rekonvaleszenz stehen gut", schrieb die Zeitung "Estado de São Paulo" aus Massas Heimatstadt. Vor allem italienische Zeitungen forderten angesichts des Ausfalls des 28-jährigen Südamerikaners aber bereits die Rückkehr von Rekordweltmeister Michael Schumacher für die kommenden Rennen. Der 40-Jährige wolle in den nächsten Tagen dazu kein Statement abgegeben, erklärte Schumachers Sprecherin Sabine Kehm am Montag.

Wie lange fällt Massa aus?

Massa wird nach ersten ärztlichen Diagnosen mindestens sechs Wochen lang ausfallen. Somit müsste der Vize-Weltmeister auf jeden Fall bei den nächsten beiden Grand Prix in Valencia (23. August) und Spa-Francorchamps (30. August) pausieren. Fraglich ist derzeit aber, ob die Pause nicht bei weitem länger sein wird. Auch über ein mögliches Saisonende wird spekuliert.

Der Leibarzt des Südamerikaners erklärte, dass ihm der behandelnde Neurologe mitgeteilt habe, dass Massa "ein kleines Ödem" (Schwellung) im Hirn-Nervengewebe erlitten habe. Es handele sich aber nicht um ein Hämatom oder gar eine Verletzung, beruhigte Altmann.

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