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Fernando Alonso

"Ab jetzt entscheidet das Schicksal"

Fernando Alonso Foto: xpb 26 Bilder

Fernando Alonso blieb trotz des Motorschadens im ersten Freien Training gelassen. Der Spanier sieht die Red Bull leicht in Front, glaubt aber im Regen bessere Karten zu haben. Über den WM-Titel entscheidet seiner Meinung nach jetzt das Schicksal.

05.11.2010 Michael Schmidt

Noch spürt Fernando Alonso nicht das spezielle Kribbeln, das ein WM-Finale mit sich bringt. "Am Sonntag ist der Druck bestimmt da", lächelt der Mann, der als einziger der fünf Titelkandidaten schon an diesem Wochenende Weltmeister werden kann. Der Motorschaden vom ersten Training hat ihn trotz der immer wieder zitierten Motorprobleme nicht aus der Ruhe gebracht. "Es war ein sehr, sehr alter Motor. Der Wechsel war nach diesem Training geplant. Er ist einfach nur drei Runden zu früh geplatzt."

Red Bull bereitet Alonso kein Kopfzerbrechen

Der dritte Platz im Freitags-Schaulaufen liegt laut Alonso im Bereich seiner Erwartungen: "Die Red Bull sind auch hier sehr stark. Es sieht so aus, als könnten wir mit den McLaren mitfahren. Zum Glück sind Renault, Mercedes und Williams weiter weg. Die sind immer mal in der Lage, einem von uns ein Bein zu stellen. Da verlierst du gleich jede Menge Punkte."

Die starke Vorstellung von Sebastian Vettel und Mark Webber bereitet dem WM-Spitzenreiter noch kein Kopfzerbrechen. Alonso fehlten 0,36 Sekunden auf Vettels Bestzeit. "In Singapur fuhren sie am Freitag in einer Liga, und am Samstag haben wir sie geschlagen. Der Freitag ist nie so ganz aufschlussreich."

Alonso-Vorteil im Regen?

Wahrscheinlich sind die Zeiten vom Freitag im Qualifying ohnehin Makulatur. Es soll regnen in Sao Paulo. Da kommt der Lotteriefaktor ins Spiel. Alonso sieht im Regen Vorteile für sich: "Die anderen müssen riskieren. Ich kann die konservative Karte spielen. Das ist bei chaotischen Bedingungen manchmal von Vorteil. Man hat bei Vettel und Button im letzten Jahr gesehen, wie schnell man in der Startaufstellung ganz hinten steht."

Im Regen macht nicht das Setup des Autos die Rundenzeit, sondern das richtige Timing. "Wenn du zur richtigen Zeit mit den richtigen Reifen auf der Strecke bist, kannst du zwei bis drei Sekunden gewinnen. Ein perfektes Setup bringt dir zwei oder drei Zehntel."

"Jetzt zählt das Glück"

Der Ferrari-Pilot hat sein Schicksal in die Hände Gottes gelegt. "Die Karten liegen auf dem Tisch. Die Autos sind so gut wie sie sind. Zwischen hier und Abu Dhabi wird sich nichts mehr an den Autos ändern. Ob wir jetzt Weltmeister werden oder nicht, liegt kaum noch in unserer Hand. Ab jetzt zählt der Faktor Glück."

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