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Fernando Alonso

Bester Fahrer im nicht ganz besten Auto

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP England - Silverstone - 6. Juli 2012 Foto: dpa 94 Bilder

Fernando Alonso führt die Weltmeisterschaft mit 20 Punkten Vorsprung an. Vor Saisonbeginn hatten viele nur Mitleid mit dem Spanier. Bei den Wintertestfahrten zeigte sich sein Ferrari F2012 von der schlechtesten Seite. Inzwischen ist er besser geworden. Laut Alonso nicht gut genug. Er fordert weitere Schritte.

06.07.2012 Michael Schmidt

Erinnern Sie sich noch an den Saisonbeginn? Nach den Wintertestfahrten wurde Ferrari verspottet. Der F2012 war ein Flop. Die Fahrer tief enttäuscht von einer weiteren Pleite. In Maranello brannte der Baum. Das Bild der Wintertests schien sich in Melbourne fortzusetzen. Als Fernando Alonso im Q2 versuchte das Unmögliche möglich zu machen, flog er von der Bahn. Als er am Ende des Rennens auf Platz fünf landete, sprach selbst er von einem "kleinen Wunder". Eine Woche später passierte das große Wunder. Alonso gewann den Grand Prix von Malaysia. Man schrieb den Sieg dem Regen zu und Alonsos Fahrkünsten.

Alonso macht die wenigsten Fehler

Heute führt Fernando Alonso die Weltmeisterschaft an. Mit einem komfortablen Vorsprung von 20 Punkten. Das verdient in einer Saison mit einem so dicht gedrängten Feld ein Ausrufezeichen. 20 Punkte sind ein Kantersieg. Auch Alonso ist überrascht, dass er nach acht Rennen ganz oben in der Wertung steht.

"Ich muss mit dem Punktestand zufrieden sein. Mit der Leistung des Autos bin ich es nicht ganz, auch wenn es seit Melbourne ungefähr 1,5 Sekunden schneller geworden ist. Wir dürfen uns aber vom Punktestand her nicht täuschen lassen und müssen weiter ehrlich zu uns selbst bleiben. Wenn wir uns nicht verbessern können, werden uns die anderen bald eingeholt haben."

Alonso lobt das Team, das sich in schwieriger Lage aus dem Sumpf gezogen hat. Und er sieht keinen Grund, warum man an einer Fortsetzung des Aufwärtstrendes zweifeln sollte. "Die positive Erkenntnis ist, dass wir unserem Windkanal wieder trauen können. In den letzten zwei Jahren war das nicht immer der Fall. Das gibt mir Zuversicht für unsere künftigen Projekte."

Lob für Alonso von Ross Brawn

Fernando Alonsos Leistungen finden auch bei der Konkurrenz Anerkennung. Mercedes-Teamchef Ross Brawn lobt: "Der Ferrari ist nicht das beste Auto im Feld. Trotzdem liegt Alonso vorn. Also macht er den besten Job. Daran ist aber auch das Team beteiligt. Die Ferrari sind selten die schnellsten, aber sie sind meist zum richtigen Zeitpunkt schnell und sie schaffen den besten Durchschnitt."

Man muss sich nur die Punktetabelle anschauen, um zu wissen was Brawn meint. In Alonsos Zeile steht bei allen acht Rennen eine Zahl. Eine Zahl für WM-Punkte. Jeder andere hat mindestens einen Strich. Mark Webber bringt es auf den Punkt: "In diesem Jahr kommt es darauf an, die wenigstens Fehler zu machen. Und da liegt Alonso bis jetzt vorne."

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