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Fernando Alonso zum Malaysia-Crash

Fehlentscheidung hat nichts gekostet

Fernando Alonso Crash GP Malaysia 2013 Foto: Wolfgang Wilhelm 20 Bilder

Fernando Alonso hat den Grand Prix von Malaysia mit null Punkten im Kiesbett beendet. Hätte er rechtzeitig den Frontflügel gewechselt, wäre laut Berechnung der Ferrari-Strategen aber auch nur ein neunter oder zehnter Platz herausgekommen.

10.04.2013 Tobias Grüner

Die WM-Hoffnungen von Fernando Alonso haben in Malaysia einen herben Dämpfer bekommen. Zum dritten Mal in den letzten elf Rennen war für den Spanier ein Grand Prix schon nach wenigen Metern beendet. Im Gegensatz zu Spa und Suzuka 2012 war der Ferrari-Pilot dieses Mal selbst schuld.

In Kurve zwei war er Sebstian Vettel ins Heck gefahren. Anstatt den angeknacksten Frontflügel zu wechseln, versuchte er auf der feuchten Strecke zu bleiben, um beim Reifenwechsel direkt Slicks abzuholen und nicht zu viel Zeit zu verlieren. Doch kaum war Alonso an der Boxeneinfahrt vorbei, nahm das Unheil seinen Lauf.

Alonso befürchtete Crash mit Webber

Die lädierten Befestigungen konnten den Flügel nicht mehr halten. Das Leitwerk verkeilte sich unter der Front. "Da habe ich nur noch gedacht: Hoffentlich krache ich nicht in Webber rein", erzählte Alonso jetzt in einem Fan-Interview auf seiner Webseite. "Meine Vorderreifen haben den Kontakt zum Boden verloren. Bei 280 km/h lief ich Gefahr, auch noch Mark abzuräumen. Das wäre sehr gefährlich geworden. Zum Glück ist das Auto geradeaus gefahren."

Alonso rechtfertigt die Entscheidung, nicht direkt zur Reparatur an die Boxen zu gehen. "Diese Entscheidung mussten wir innerhalb von Sekunden fällen. Ich dachte, ich kann noch eine weitere Runde durchhalten und dann mit einem Wechsel auf Trockenreifen das Beste aus dem Boxenstopp machen." Wäre Alonso direkt zum Frontflügel-Wechsel gekommen, hätte er noch einmal mit Intermediates raus gemusst.

Alonso bedauert Entscheidung nicht

Der Extra-Stopp hätte ihn weit nach hinten gespült. "Unsere Simulationen sagen, dass ich dann vielleicht auf Rang neun oder zehn ins Ziel gekommen wäre. Wir haben also nichts verloren. Das Problem war also nicht die Fehlentscheidung sondern die Kollision. Das versuche ich in Zukunft zu vermeiden."

Für den WM-Titel sieht der 31-Jährige noch alle Chancen intakt. "Das sieht noch gut aus. Ich habe immer noch alle Möglichkeiten. Statistisch hat jeder Fahrer zwei bis drei Ausfälle pro Saison. Deshalb wäre es auch logisch, wenn wir noch einmal nicht ins Ziel kommen. Damit rechnen wir. Die Saison ist noch lang. Erst zwei Rennen sind gefahren. Rosberg ist es in Australien passiert, mir in Malaysia. Das passiert jedem."

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