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Fernando Alonso holt das Maximum

"Wir brauchen Glück, Glück und Glück"

Fernando Alonso - GP Singapur 2013 Foto: xpb 58 Bilder

Mehr ging nicht für Fernando Alonso. Der Spanier startete von Platz 7 und kam als Zweiter ins Ziel. Trotzdem rückt der WM-Titel in immer weitere Ferne. Bei 60 Punkten Rückstand auf Sebastian Vettel hilft nicht nur ein mal Glück. "Wir brauchen es in jedem Rennen", stellt Alonso fest.

22.09.2013 Michael Schmidt

Eines muss man Fernando Alonso lassen. Er holt immer das Maximum heraus. Von Startplatz 7 auf Rang 2 im Endklassement. Nur für Sebastian Vettel reicht es nicht. Obwohl Alonso einen Boxenstopp weniger hatte, lag er im Ziel 32,6 Sekunden zurück. Das ist ein Klassenunterschied.

Eigentlich müsste der Spanier langsam anfangen, Punkte auf Vettel gutzumachen. Stattdessen verliert er jedes Rennen sieben Zähler auf seinen WM-Rivalen. "Wir lügen uns nicht in die Tasche", meinte der WM-Zweite mürrisch. "Um Vettel zu schlagen, brauche ich Glück. Nicht ein mal, nicht zwei mal, sondern eigentlich bei jedem Rennen. Unser Auto ist klar langsamer. Also kann ich nur auf Platz zwei lauern und darauf hoffen, dass Vettel ein Problem bekommt."

"Vettel hat seine Siege verdient"

Alonso will dem Seriensieger nichts absprechen. "Sebastian hat die Siege verdient. Er und Red Bull machen den besten Job. Wir sind nicht gut genug." Ferrari hat in Singapur zwar wieder ein Zehntel gefunden, doch Red Bull konnte noch mehr zugelegen. Das zwingt Alonso zu einer Alles-oder-Nichts-Taktik.

Beim Start pfeilte sich der Ferrari-Pilot auf der Außenspur vom siebten Platz auf den dritten vor. "Ich habe dazu die richtige Linie durch die ersten Kurven gefunden." Den Rest erledigten seine Strategen. Als in der 25. Runde das Safety-Car ausrückte, da gab es nur eine Taktik: volles Risiko. "Der dritte Platz war für uns schon ein Geschenk. Für den zweiten mussten wir eine andere Strategie wie Rosberg fahren. Und der schmeckt für uns wie ein Sieg."

Der Poker zahlte sich aus. Alonso schaffte 36 Runden auf einem Reifensatz. "Wir dachten, dass wir 32 Runden überstehen könnten. Den Rest hat uns die immer besser werdende Strecke geschenkt", resümierte Rennleiter Stefano Domenicali.

Mit Massa setzt Ferrari auf Nummer sicher

Das Safety-Car hat Ferrari die Taktik-Entscheidung abgenommen. Mit Alonso fuhr man die Karte Risiko, mit Felipe Massa die Nummer sicher. Das Auto des Brasilianers wurde nach einem zweiten Stint mit Supersoft-Reifen in Runde 42 noch einmal mit einem Satz Medium-Sohlen bestückt.

Massa hängte sich an den D-Zug mit Mark Webber, Nico Rosberg und Lewis Hamilton dran und schnupfte in der Endphase das Trio Jenson Button, Sergio Perez und Nico Hülkenberg auf, die es wie Alonso riskiert hatten, ab der Safety-Car-Phase ohne Reifenwechsel bis ins Ziel zu fahren. "Mein Pech war, dass ich nach dem zweiten Stopp hinter di Resta gefallen bin, der wie ich auf den extraweichen Reifen unterwegs war. Hinter ihm habe ich zu viel Zeit verloren", ärgerte sich Massa.

Alonso setzt auf die Saison 2014

In der Konstrukteurs-WM konnte Ferrari seinen Vorsprung auf Mercedes um vier Punkte ausbauen. Platz zwei ist Pflicht. Vom Titel traut sich keiner mehr zu träumen. Ferrari macht sich bereits für die Saison 2014 fit.
 
Mit Fernando Alonso und Kimi Räikkönen hat man die stärkste Fahrerpaarung, mit James Allison und Dirk de Beer neue Ingenieure. Alonso sieht deshalb die kommende Saison als die beste Chance, Vettels Siegesserie zu brechen. "2014 beginnt alles bei Null. Für Ferrari ist das die beste Gelegenheit, unseren Rückstand auf Red Bull aufzuholen."

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