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Fernando Alonso

"Ich will sicher keine Nummer zwei sein"

Fernando Alonso Foto: Ferrrari 76 Bilder

Mit Fernando Alonso hofft Ferrari endlich einen legitimen Nachfolger für Michael Schumacher gefunden zu haben. Bei seiner Präsentation sprach der Spanier über sein neues Team, sein Verhältnis zu Schumacher und die Erwartungen an die neue Saison.

14.01.2010 Tobias Grüner

Fernando Alonso ist endlich bei Ferrari angekommen. Stolz wurde der Neuzugang von seinem Team bei der traditionellen Saisoneröffnung in Madonna di Campiglio vorgestellt. Bei seinem ersten Auftritt gab es allerdings nur ein Thema: Michael Schumacher. "Seine Rückkehr ist gut für den Sport. Nach einer schwierigen Saison 2009 wird es für alle wieder interessant", kommentierte Alonso das Comeback seines alten Weggefährten. "Dass ich jetzt bei Ferrari bin, gibt ihm sicher zusätzliche Motivation. Genauso wird seine Rückkehr alle anderen Fahrer anspornen."

Schumachers Rekorde unerreichbar

Alonso schickte Schumacher 2006 mit seinem zweiten WM-Titel in Rente. Trotzdem ist der Respekt vor den Leistungen des Rekordchampions immer noch allgegenwärtig. "Sieben Mal den WM-Titel zu gewinnen, das ist unmöglich zu wiederholen. Die Regeln sind heute sehr streng und der Wettbewerb ist größer geworden." Dass die lange Pause ein Problem für Schumacher wird, glaubt Alonso nicht. "Wenn man so eine große Erfahrung hat, dann ist man schnell wieder drin. Die Renninstinkte sind noch vorhanden. Wir werden ihn sicher nicht unterschätzen und haben großen Respekt."

Alonso kann das plötzliche Comeback seines ehemaligen Rivalen nachvollziehen und spekuliert über die Gründe: "Wenn man so lange erfolgreich in der Formel 1 fährt, dann ist es schwer plötzlich zu Hause zu sitzen und wieder bei Null zu sein." Gegen den Sondertest im GP2-Auto hat Alonso nichts einzuwenden. "Ich denke, dass GP2-Auto unterscheidet sich sehr von der Formel 1. Das ist kein guter Vergleich. Es ist gut für ihn, um zu testen, dass alles in Ordnung ist. Und wenn es die Regeln erlauben, ist es völlig in Ordnung."

Alonso verlangt 110 Prozent von Ferrari

Schumacher war bei Ferrari immer die klare Nummer eins. Auch Fernando Alonso hatte zuletzt bei Renault eine ähnliche Stellung. Bei seinem neuen Arbeitgeber will der Spanier aber erst einmal kleine Brötchen backen. "Ich fordere vom Team nicht, dass ich bevorzugt werde. Ich gebe immer 110 Prozent und wenn das Team nicht auch 110 Prozent gibt, dann stimmt etwas nicht. Wir pushen uns gegenseitig, um das Beste herauszuholen." Eines stellte der zweifache Weltmeister aber auch klar: "Ich will nicht die Nummer eins werden, aber ich bin sicher auch nicht hier, um die Nummer zwei zu sein."

In den nächsten Wochen geht es aber erst einmal darum, sich im neuen Team einzugewöhnen und mit dem neuen Auto vertraut zu machen. Alonso versucht deshalb etwas den Druck von seinen Schultern zu nehmen: "Ich habe nur sieben oder acht Tage, mich an das neue Auto zu gewöhnen. Vielleicht bin ich in den ersten Rennen noch nicht ganz vertraut mit meiner neuen Umgebung. Aber spätestens ab dem dritten Rennen wird man dann den richtigen Alonso sehen."

Dabei nutzte der 28-Jährige die Gelegenheit, das Testreglement zu kritisieren. "Es gibt wohl keinen anderen Sport, in dem man vor Saisonbeginn nur sieben Mal testen darf. Man müsste sich mal vorstellen, beim Tennis oder Fußball darf man nur sieben Mal trainieren. Das ist etwas seltsam in unserem Sport."

Ziele bei Ferrari: "Noch mehr WM-Titel"

Erneut erklärte Alonso, dass er endlich bei seinem Traumteam angekommen sei. Er habe sich den Schritt gut überlegt. "Das ist das beste, was mir in meiner Karriere passieren konnte. Ich bin jetzt sehr entspannt und ruhig, weil ich mein Ziel schon erreicht habe. Ich habe einfach Spaß. Ich will für kein anderes Team mehr fahren." Und was bleibt dann noch als Ziel und Motivation für die nächsten Jahre? Gibt es etwas, was ihm in seiner Karriere noch fehlt? "Noch mehr WM-Titel", antwortet Alonso knapp.

Er habe schon in der zweiten Saisonhälfte 2009 viel über Ferrari nachgedacht. "Es gibt große Erwartungen bei mir und bei den Fans. Wir wissen, dass wir gewinnen müssen. Das gibt zusätzliche Motivation. Ich bin besser auf die Herausforderung des Titelkampfs vorbereitet als jemals zuvor." Er sei sehr glücklich, wie er vom Team aufgenommen wurde. Ferrari sei wie eine große Familie. "Es ist ein einzigartiges Team", schmeichelte sich der Spanier bei seinem neuen Arbeitgeber ein.

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