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Fernando Alonso im Interview

"Beide WM-Titel sind das Ziel"

Fernando Alonso Foto: Renault F1 12 Bilder

Fernando Alonso präsentierte sich bei der Präsentation des neuen Renault R29 am Montag (19.1.) in bester Laune. Der Spanier will 2009 seinen dritten WM-Titel nach 2005 und 2006 einfahren.

20.01.2009 Michael Schmidt

Was haben Sie sich für diese Saison vorgenommen?
Alonso: "Alles andere als der WM-Titel wäre eine Enttäuschung. Unser Ziel muss es sein, beide WM-Titel zu gewinnen. Ich will Weltmeister werden und gehe viel optimistischer in die neue Saison als das im letzten Jahr der Fall war. Die Daten vom Windkanal und vom Motorenprüfstand sind besser als wir es erwartet haben. Ich bin motivierter und besser vorbereitet denn je zuvor. Ich muss heute so denken. Vielleicht bin ich nach drei Rennen gezwungen, meine Meinung revidieren."

Was macht Sie so optimistisch?
Alonso: "Die Regeländerungen waren eine gute Gelegenheit, den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen. Im letzten Jahr sind Ferrari und McLaren-Mercedes mit einem Bonus in die Saison gegangen. Sie konnten auf ihren guten Vorjahresautos aufbauen. Das geht jetzt nicht mehr. Alles beginnt bei Null."

Es besteht aber auch die Gefahr, dass ein Team alle anderen mit einer Superidee überrascht.
Alonso: "Diese Gefahr besteht. Deshalb haben wir uns die neuen Autos der Konkurrenz auch noch genauer angeschaut als das sonst der Fall war. Bis jetzt können wir nirgendwo eine Superidee erkennen."

Ist das Ferrari-Thema vom Tisch?
Alonso: "Ich hoffe, dass mir die Ferrari-Frage in diesem Jahr nicht mehr so oft gestellt wird. Wenn ich regelmäßig gewinne, ist das Ferrari-Thema nicht mehr aktuell."

Hat es Lewis Hamilton nach seinem ersten WM-Titel einfacher?
Alonso: "Ich denke ja. Du gehst gelassener an die Sache heran. Wenn du noch auf deinen ersten Titel wartest, willst du keine Chance verpassen. Bist du mal Weltmeister, weißt du vor allem eines: Die Saison ist lang. Es gibt mehr als eine Chance."

Sollten die Fahrergehälter im Zeichen der Wirtschaftskrise gesenkt werden?
Alonso: "Wir müssen noch mehr Knöpfe am Lenkrad drücken. Deshalb sollten die Fahrergehälter nicht gesenkt werden. Aber im Ernst: Ich sehe die neuen Möglichkeiten, am Lenkrad über KERS zu entscheiden und den Winkel des Frontflügels zu verstellen als Herausforderung. Du kannst dir einen Vorteil verschafft, wenn du die Extra-Power des Hybridantriebes anders einsetzt als dein Gegner"

Wie gefallen Ihnen die neuen Autos?
Alonso:  "Sie sehen alle komisch aus. Man muss sich erst an die Flügeldimensionen gewöhnen. Aber das ist zweitrangig. Hauptsache das Auto ist schnell. Ich habe ein gutes Gefühl, weil die Daten unsere Erwartungen übertroffen haben."

Wie schätzen Sie die Risiken von KERS ein?
Alonso: "Ich versuche, nicht daran zu denken. Und ich hoffe, dass unsere Ingenieure ein sicheres und zuverlässiges System entwickelt haben. Es wäre nicht tragbar, wenn wir wegen KERS im Rennen stehenbleiben. Ehrlich gesagt: Ich bin kein großer Fan davon. Es kostet viel Geld, und das zur falschen Zeit."

Was halten Sie von Medaillen statt Punkten?
Alonso: "Wir führen zu viele neue Dinge ein. Damit verwirren wir nur die Fans. Ich sehe keinen Grund, warum wir die Punkteregel aufgeben sollten."

Wie war Ihr Winter?
Alonso: "50 Prozent der Zeit saß ich auf dem Fahrrad. Der Rest war Essen und Schlafen."

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