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Fernando Alonso

Fernando Alonso ist auf Titelkurs

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Deutschland - 22. Juli 2012 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonso hat sich mit seinem dritten Saisonsieg Luft verschafft. Der Spanier führt die Weltmeisterschaft mit 34 Punkten Vorsprung auf Mark Webber an und geht auf jeden Fall als WM-Spitzenreiter in die Sommerpause. Haben wir in Hockenheim schon den neuen Weltmeister gesehen?

22.07.2012 Michael Schmidt

Zuerst gab es zu viele Kandidaten für den WM-Titel. Jetzt werden es immer weniger. Bei Saisonhalbzeit ist Fernando Alonso plötzlich großer Favorit. 34 Punkte Vorsprung auf Mark Webber, 44 auf Sebastian Vettel, 56 auf Kimi Räikkönen und 62 auf Lewis Hamilton. Das ist keine Vorentscheidung, aber eine Kampfansage an seine Verfolger. So einfach holt man nicht so viele Punkte auf einen Fahrer auf, der keine Fehler macht und auf ein Auto, das nie kaputtgeht.

Schwachpunkte am Ferrari verbessert

Fernando Alonso fuhr in Hockenheim das perfekte Rennen. Bis auf drei Runden führte er den gesamten Grand Prix von Deutschland an. Ständig stand er unter Beschuss. Zuerst von Vettel, dann von Button. Der Spanier verteidigte sich weltmeisterlich. "Wir haben uns zum Glück in unseren einstigen Schwachpunkten Topspeed und Traktion stark verbessert. Ich hatte nicht das schnellste Auto im Feld, aber es war schnell genug vorne zu bleiben."

Sebastian Vettel merkte an. "Auf freier Strecke hätte ich schneller als Fernando fahren können. Aber sobald ich in den Windschatten des Ferrari kam, wurde mein Auto unruhig. Deshalb konnte ich ihn auch nie angreifen."

Alonso hielt Hamilton in Schach

McLaren verfluchte das Training. Von Startplatz sechs gewinnt man nur schwer ein Rennen, das für einmal nicht von den Reifen bestimmt wurde. Die harten Gummis standen ohne Probleme 30 Runden durch. Alonso bestätigte: "Der Gripverlust war gering." McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh glaubt, dass Jenson Button von einem besseren Startplatz aus hätte gewinnen können. "Jenson hat auf die Spitze sechs Sekunden aufgeholt, nachdem er an Hülkenberg und Schumacher vorbei war. Er hatte also mehr Speed."

Hätte, wäre, wenn. Alonso gewinnt die Rennen, die anderen verlieren. Der zweifache Ex-Weltmeister fährt in der Form seines Lebens. Am besten zeigte sich das, als sich Lewis Hamilton zurückrunden wollte. Bei Vettel hatte der McLaren-Pilot Erfolg. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich einer angreift, der schon überrundet ist", ärgerte sich Vettel. Der Vorfall kostete ihn eine Sekunde. Alonso war vorgewarnt. Er hielt den wilden Hamilton in Schach. "Wenn er es mit der Brechstange versucht hätte, hätte ich Platz gemacht", sagte Alonso nach dem Rennen.

Der Spanier sieht sich noch lange nicht als Weltmeister. "Ich erwarte, dass der Ferrari auch am Hungroring schnell sein wird. Unser Auto hat keine Schwachstellen mehr. Es ist überall unter allen Bedingungen schnell. Trotzdem müssen wir ehrlich zu uns selbst sein. Red Bull und McLaren hatten heute schnellere Autos als wir. Deshalb dürfen wir uns bei der Weiterentwicklung keine Blöße geben." Red Bull-Teamchef Christian Horner betrachtet Alonso als Ferrari größte Trumpfkarte. "Der Kerl macht einfach keine Fehler. Wir müssen ihn jetzt so schnell wie möglich in einen hetzen und den Druck weiter hochhalten."

Whitmarsh glaubt an beide Fahrer

Alonso will seinen Gegner den Gefallen nicht tun: "Ich habe immer gesagt, dass die drei Juli-Rennen entscheidend sein werden. Da gibt es 75 Punkte zu holen. Ich habe bis jetzt 43 Punkte gesammelt und will in Budapest die Aufgabe gut zu Ende bringen."

Für die McLaren-Piloten wird der Hungaroring das Rennen der letzten Chance. Jenson Button ist mit 86 Punkten Rückstand eigentlich schon raus aus dem Titelrennen. Whitmarsh glaubt trotzdem noch an ein Wunder: "Beide unserer Fahrer können es noch schaffen. Es ist erst die Hälfte der Saison vorbei. Wir hatten unsere schweren Zeiten schon. Für Alonso könnten sie noch kommen. Ich habe das Gefühl, dass dieser Titel erst in den letzten Runden beim GP Brasilien entschieden wird."

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