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Fernando Alonso

Kritik an den neuen Pirelli-Reifen

Formel 1-Test Valencia 2011 Foto: xpb 19 Bilder

Fernando Alonso legte am ersten Formel 1-Testtag in Valencia die größte Distanz zurück. Er war dabei aber auch sieben Zehntel langsamer als Sebastian Vettel. Alonso hadert noch mit den Pirelli-Reifen. Auch zum verstellbaren Heckflügel hat der Spanier eine spezielle Meinung.

01.02.2011 Michael Schmidt

Testzeiten sind Schall und Rauch. Und trotzdem machte Fernando Alonso am ersten Testtag kein übertrieben glückliches Gesicht. Der Spanier war Zweitschnellster in der Wertung der neuen Autos, doch der Rückstand auf den Klassenbesten Sebastian Vettel fiel mit 0,784 Sekunden auf einer nur 4,005 Kilometer langen Strecke dann doch ziemlich heftig aus.

Pirelli-Hinterreifen bauen stark ab

Alonso ist klug genug um zu wissen, dass Vettel seine Zeit von 1:13.769 Minuten nicht mit leerem Tank gefahren ist. Der Vize-Weltmeister versuchte deshalb das Gute im ersten Arbeitstag seiner zweiten Ferrari-Saison zu sehen. "Wir sind viel gefahren, es gab keinerlei Probleme. Die Aufgabe beim ersten Test ist immer die, so viele Kilometer wie möglich abzustrampeln und Daten zu sammeln." Wenigstens in der Disziplin Standfestigkeit konnte Ferrari punkten. Alonso schaffte mit 98 Runden die größte Distanz des ersten Testtages.

Mit dem zweiten Auge schielte der zweifache Ex-Weltmeister auf die drei großen Neuheiten in dieser Saison: Die Pirelli-Reifen, KERS und den verstellbaren Heckflügel. Mit dem neuen Reifenhersteller ging Alonso hart ins Gericht: "Die Reifen bauen stark ab, besonders die hinteren. Sie sind auch nicht konstant in den Rundenzeiten. Und es gibt zu wenig davon. Ich bin den ganzen Vormittag mit einem Reifensatz gefahren. Wenn du soviel Grip über die Distanz verlierst, ist es schwer, vernünftig am Setup zu arbeiten."

Alonso spielt mit den Knöpfen

Der Spanier machte sich auch gleich mit den vielen Knöpfen am Lenkrad vertraut. "Zuerst habe ich nur KERS probiert, dann nur den Heckflügel, zum Schluss beides gleichzeitig. Zunächst hat es ganz schön vom Fahren abgelenkt, aber am Nachmittag hat sich bereits so etwas wie ein Automatismus eingestellt. Ich denke, dass ich es spätestens bis zum zweiten Test in Jerez im Schlaf kann."

Genau daran werden sich die guten von den sehr guten Fahrern unterscheiden, prophezeit Alonso: "Die Fahrer, bei denen das Spiel mit den Knöpfen schneller und besser in Fleisch und Blut übergeht, können sich am Ende wieder mehr aufs Fahren und auf die Linie konzentrieren. Das ist eine Herausforderung, die mir Spaß macht."

Vertrauen auf die Technik

Alonso gibt aber auch zu, dass der verstellbare Heckflügel vom Fahrer Gottvertrauen in die Technik verlangt. "Du spürst im Cockpit nicht, wenn du den Flügel zurück in die Ausgangsposition bringst. Man könnte in den Spiegel schauen, doch wer tut das beim Bremsen schon? Also musst du darauf vertrauen, dass das System funktioniert."

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