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Formel 1: Fernando Alonso mit Crash im Monaco

Mit 90 km/h in die Leitplanken

Fernando Alonso Foto: dpa 23 Bilder

Fernando Alonso hat seinen Titelchancen großen Schaden zugefügt. Nach einem Unfall im freien Training muss er am Sonntag in ein neues Chassis umsteigen und aus der Boxengasse starten. Da hält den Spanier nur noch die Erinnerung an Michael Schumachers Rennen von 2006 wach.

15.05.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonso hat in der ersten Runde des GP Monaco 23 Autos vor der Nase. Der WM-Favorit startet wie Michael Schumacher 2006 vom letzten Platz. Und genau diese Begebenheit ist Alonsos einziger Hoffnungsschimmer: "Michael wurde damals Fünfter. Es ist also nicht ganz aussichtslos. Die Geschichte zeigt, dass in Monaco selten alle acht Autos, die in der Startaufstellung vorne stehen, ins Ziel gekommen sind. Was mir heute passiert ist, kann morgen anderen passieren." Es wird allerdings ein hartes Rennen für den gestürzten Superstar. "Ich mache für Alonso nicht Platz", kündigte Virgin-Hinterbänkler Timo Glock bereits an.

Unglücklicher Chassis-Bruch am Ferrari

Das Unglück des 28-jährigen Spaniers begann 20 Minuten nach Beginn des dritten freien Trainings am Samstagmorgen. Die TV-Bilder zeigten nur, wie der Ferrari in der Massenet-Kurve am Ende des Bergaufstücks die Leitplanke entlang schlidderte. "Beim Anbremsen hat links vorne das Rad blockiert. Ich bin geradeaus in die Leitplanken gerutscht und mit 90 km/h eingeschlagen." Alonso haderte mit seinem Schicksal: "In 99 Fällen geht nichts am Chassis kaputt. Mich musste es treffen, ausgerechnet in Monte Carlo."

Technikdirektor Aldo Costa klärt auf: "Beim Einschlag schlug das rechte Vorderrad nach hinten. Weil es am Sicherungsseil hängen blieb, wurde es zwischen Chassis und Leitplanke eingequetscht und hat so den Schaden angerichtet." Das Chassis wies zwischen Vorderrad und Seitenkasten eine Bruchstelle auf. Ein Techniker grollte: "Seitenkasten, Motor und Getriebe waren völlig unbeschädigt."

Alonso-Start aus der Boxengasse

Für Alonso war der Tag damit beendet. Er schaute in der Qualifikation zu. Eine Reparatur vor Ort: Unmöglich. Der Tausch des ganzen Chassis: Dauert vier bis fünf Stunden. Eine neue Regel verbietet es den Teams, das Ersatzzchassis zu präparieren und so zusammenzubauen, dass man nur noch Motor und Getriebe anflanschen muss. Die Teams dürfen lediglich die nackte Karbonröhre einpacken und müssen dann das Auto von Grund auf neu aufbauen. Die Regeln sagen auch, dass Alonso am Sonntag aus der Boxengasse starten muss. "Vielleicht hat das sein Gutes", lächelte der Ex-Champion gequält. "Wenn es in der ersten Kurve kracht, bin ich wenigstens nicht mittendrin."

Ferrari trug trotz des vierten Startplatzes von Felipe Massa Trauer. Trotz Mark Webbers Superzeit war mehr drin für die roten Autos. "Die Strecke und die weichen Reifen kommen uns entgegen", bestätigte Massa. Nach den Bestzeiten von Alonso am Donnerstag hatte man bei Ferrari auf mehr gehofft. "Wir hätten heute mit den Red Bull um die Pole Position kämpfen können", resümierte Alonso bitter. Der Konjunktiv zählt nicht in der Formel 1.

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