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Fernando Alonso

"Nicht die Langsamsten, nicht die Schnellsten"

Formel 1-Test, Barcelona, 22.2.2012, Fernando Alonso, Ferrari Foto: xpb 37 Bilder

Bei Ferrari brennt weiter der Baum. Die Techniker sammeln immer noch Daten, die Fahrer Eindrücke. Fernando Alonso gibt zu, dass der Ferrari von heute noch nicht konkurrenzfähig ist. Und er setzt alles auf die letzte Testwoche.

22.02.2012 Michael Schmidt

Fernando Alonso machte nach dem zweiten Testtag von Barcelona ein grimmiges Gesicht. Da saß kein glücklicher Rennfahrer vor den Mikrofonen, die sich ihm entgegenstreckten. Die beiden am häufigsten benutzten Vokabeln waren "lernen" und "verstehen". Am sechsten von zwölf Testtagen sollte man da eigentlich schon weiter sein. Sebastian Vettel spulte bereits seine erste Renndistanz ab.

Ferrari scheut Vergleich mit Konkurrenz

Alonso gibt zu: "Wir sammeln immer noch Informationen, die wir längst in der Tasche haben sollten. Doch im letzten Jahr sind wir gleich am ersten Tag eine Renndistanz gefahren und lagen in Melbourne eineinhalb Sekunden hinter Red Bull. Ich habe lieber ein schnelles Auto als eines, das sofort viele Kilometer schafft."

Der Spanier weigert sich sein Auto im Vergleich zur Konkurrenz einzuschätzen. "Wir sind nicht die Langsamsten, aber auch nicht die Schnellsten." Die Messlatte, so der Spanier, ist weiter Red Bull. "Das ist keine Überraschung. Sie profitieren von Kontinuität. Seit drei Jahren entwickeln sie ein gutes Konzept immer weiter. McLaren und wir waren gezwungen, innovativ zu sein. Wir müssen einen Rückstand aufholen."

Wie groß der ist, lässt sich laut Alonso weder in Sekunden noch in Kommentaren von Beobachtern an der Strecke ausdrücken. Als er damit konfrontiert wird, dass sein Ferrari in den Kurven viel nervöser wirkt als die anderen Autos, gibt Alonso mürrisch zurück: "Es hängt viel davon ab, wer mit neuen oder alten Reifen, mit viel oder wenig Sprit unterwegs ist. Da kann schnell der falsche Eindruck entstehen." Immerhin gibt er zu: "Unser Problem liegt eher am Ausgang der Kurven."

Ferrari kämpft mit der Aerodynamik

Alonso bestätigt, was auto motor und sport schon am Morgen geschrieben hatte. "Die Mechanik ist nicht das Problem. Mit der neuen Vorderradaufhängung mit den Zugstreben fühlte sich die Lenkung in Jerez etwas anders an als sonst, aber das haben wir durch eine andere Einstellung der Servolenkung kompensiert."

Der Hund liegt ganz klar in der Aerodynamik begraben. Da haben die Ferrari-Ingenieure das Puzzle immer noch nicht richtig zusammengesetzt. "Wir testen pro Tag 50 verschiedene Komponenten. Dann gilt es zu verstehen, welche gut, welche schlecht sind."

Und wie lange soll das Spiel noch gehen. Alonso hofft, in Melbourne gerüstet zu sein. Das Ziel WM-Titel hat er trotz des Fehlstarts noch nicht aufgegeben. "Wir verstehen das Auto jeden Tag etwas besser. Damit starten wir am nächsten Tag jeweils von einer besseren Basis. Wir müssen hoffen, dass wir bis zum Saisonstart diesen Prozess abgeschlossen haben."

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