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Fernando Alonso sauer

Retourkutsche gegen Ferrari-Teamchef

Fernando Alonso - GP Abu Dhabi 2014 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonso konnte in seinem letzten Qualifying für Ferrari nicht besonders glänzen. Nach den Trainingspannen war die Ausgangslage schlecht. Und dann verärgerte den Spanier auch noch eine Aussage von Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci.

22.11.2014 Tobias Grüner

Fernando Alonso ist in Abu Dhabi auf Ferrari-Abschiedstour. Gerne hätte der zweifache Weltmeister mit einem guten Ergebnis Goodbye gesagt. Doch schon im Training wurde der Grundstein für ein schlechtes Qualifying-Ergebnis gelegt. In der zweiten Session am Freitag sorgte ein Elektrik-Problem für einen frühen Feierabend. Im dritten Training fuhr Alonso nur 8 Runden, dann wurde der Motor getauscht.

Schlechtes Quali-Ergbnis keine Überraschung

Im Qualifying kam dann nur ein 10. Platz heraus. Laut Alonso keine Überraschung: "Das Qualifying war wegen des Motorwechsels nach dem dritten Training etwas schwieriger. Man muss an jedem neuen Motor immer etwas mit den Einstellungen spielen. Mitten im Qualifying kann man da nicht mehr viel verändern. Im Q1 wäre ich beinahe rausgeflogen. Meine beste Runde kam im Q2. Im Q3 war ich dann wieder schlechter. Das war etwas seltsam."

Beim letzten Rennen des Jahres hatte der Iberer allerdings auch nicht mehr mit einem plötzlichen Erfolg gerechnet. "Viel mehr haben wir nicht erwartet. Ob Siebter, Achter oder Neunter ist auch kein großer Unterschied. Auch im Rennen wird es nicht einfacher. Ich habe leider keine Longruns mit viel Sprit bei den kühleren Temperaturen am Abend fahren können. Mir fehlen auch Startübungen, die hier immer am Ende der Trainingssessions absolviert werden."

Am Sonntag kommt es dann zur großen Abschiedsvorstellung über 55 Runden. Kein gewöhnliches Rennen für Alonso. "Heute ging es noch. Morgen wird es sicher etwas emotionaler, wenn ich zum letzten Mal ins Auto steige. Aber ich weiß es ja nun schon eine gewisse Zeit. Ich will einfach Spaß haben und hoffe auf einige interessante Duelle."

Alonso reagiert auf Mattiacci-Äußerungen

Verärgert reagierte der Pilot allerdings auf den Kommentar von Teamchef Marco Mattiacci, der am Freitag erklärt hatte, dass mit Sebastian Vettel ein junger, hungriger und motivierter Pilot zur Scuderia kommt. Es klang so, als hätte Alonso diese Eigenschaften nicht mehr mitgebracht.

"Wenn das bedeutet, dass er denkt, dass ich zu alt und nicht motiviert bin, dann ist er zu spät zu Ferrari gekommen. Ich habe hier 5 Jahre jedes Rennen gekämpft", stellte Alonso klar. "Vielleicht war ich auch schon zu alt, als er bis zum Grand Prix in Monza versucht hat, meinen Vertrag zu verlängern. Er hat sich viel Mühe gegeben und bis zum letzten Moment angerufen und E-Mails geschickt, die ich immer noch auf dem Computer habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich offenbar nicht so alt. Aber als ich meine Entscheidung getroffen habe, musste er wohl einen anderen Fahrer finden."

"Mit nur 2 Podiumsplätzen lief das Jahr nicht besonders gut. Ich habe gestern gelesen, dass außer mir seit 2009 kein anderer Ferrari-Fahrer ein Rennen gewonnen hat. Sie haben den Präsidenten und den Teamchef gewechselt. Jetzt verlasse ich auch das Team. Ferrari muss einfach eine Richtung für die Zukunft finden und sicherstellen, dass alle Bausteine zusammenpassen."

Seinen Wechsel zu McLaren wollte Alonso immer noch nicht bestätigen. "Meine Zukunft ist immer noch offen. Ich habe keine Testfahrten nach dem Rennen in Abu Dhabi geplant. Mal sehen, was in den nächsten Wochen passiert. Ich bin ja noch unter Vertrag. Der geht offiziell bis zum Ende des Jahres."

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