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Fernando Alonso

Attacke in der Schlussrunde schon geplant

Podium GP Monaco 2011 Foto: xpb 57 Bilder

Fernando Alonso war sich nach dem Rennen relativ sicher, dass er sich Sebastian Vettel ohne den Rennabbruch noch geschnappt hätte. "Ich hatte nichts zu verlieren. Wenn es gekracht hätte, dann hätte es eben gekracht."

29.05.2011 Tobias Grüner

Bei Ferrari sah die Welt nach dem Rennen in Monaco wieder etwas freundlicher aus. Die Überrundung in Barcelona hatte tief gesessen. Mit dem Rauswurf von Technikchef Aldo Costa hatte die Scuderia entsprechend harsch reagiert. In Monte Carlo sollte der Neuanfang gestartet werden. Und beinahe hätte es auch geklappt mit dem ersten Saisonsieg für Fernando Alonso.

Rennabbruch vermasselt Alonso Chance auf Sieg

Der Spanier ist sich relativ sicher, dass ihn nur die Rennunterbrechnung vom obersten Platz auf dem Podium abgehalten hat. "Ich wusste, dass unsere Zeit am Ende des Rennens kommen würde. Ich war bereit zur Attacke. Es ist schwer hier. Es gibt nicht viel Platz. Das Risiko beträgt 50 Prozent - entweder man überholt oder man crasht."

Alonso sah sich in der besseren Ausgangssituation. "Seine Reifen hätten in den letzten neun Runden Probleme gemacht. Er hat speziell im mittleren und hinteren Teil der Strecke viel Zeit verloren. Ich hatte mir schon zwei Stellen für die letzte Runde zurechtgelegt", so Alonso. "Sebastian führt zudem die WM an. Also hat er viel mehr als ich zu verlieren."

Alonso trotzdem zufrieden

Doch mit dem Crash zwischen Jaime Alguersuari und Vitaly Petrov musste der Ferrari-Pilot die geplante Schlussattacke wieder abblasen. Alle Piloten bekamen in der Unterbrechung frische Reifen und Vettel fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. In der Safety-Car Lotterie zog Ferrari eine Niete.

Dabei hatte das Timing der ersten Neutralisation noch perfekt gepasst. "In der ersten Safety-Car-Phase hatten wir Glück, dass wir an Jenson (Button) vorbeikamen, in der zweiten haben wir den Sieg verloren", so Alonso. Mit Rang zwei konnte der zweifache Champion allerdings leben. "Wir sind auf dem vierten Platz losgefahren und Zweiter geworden. Das ist das beste Ergebnis in diesem Jahr für uns. Das war okay."

Siege im Moment nicht realistisch

Mit 74 Punkten Rückstand scheint der WM-Titel in weiter Ferne. Auch Alonso scheint nicht mehr recht an die Meisterschaft zu glauben. "Wir müssten schon drei Rennen gewinnen und sie dürften dabei nicht punkten. Im Moment ist das aber unmöglich. Wenn man im Qualifying eine Sekunde hintendran ist, dann muss man sich bei der Strategie oder beim Start etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. Das ist schwer."

Alonso fordert nun Schritt für Schritt an die Red Bull heranzukommen. "Wir müssen das Auto verbessern und jedes Rennwochenende das Maximum herausholen. Siege sind etwas zu optimistisch im Moment. Wir müssen realistisch bleiben und in Kanada und Valencia damit beginnen, um Podiumsplätze zu kämpfen. Dann werden wir sehen, wie sich die Meisterschaft entwickelt."

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