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Fernando Alonso

"Verstehen erst 20 Prozent"

Formel 1-Test, Jerez, 10.2.2012, Fernando Alonso, Ferrari Foto: xpb 37 Bilder

Mit seiner Bestzeit zum Testabschluss in Jerez hat Fernando Alonso viele überrascht. Es war ein Warnschuss an alle Kritiker, die Ferrari schon abschreiben wollen. Die Ingenieure verstehen den neuen F2012 nun deutlich besser. Allerdings sei man immer noch erst bei 20 Prozent.

10.02.2012 Tobias Grüner

Ferrari ist das große Fragezeichen der ersten Testwoche in Jerez. Drei Tage im Nirgendwo, zum Abschluss ganz oben. Mit einem kurzen Run am Vormittag sicherte sich Fernando Alonso die Tagesbestzeit. 1:18.877 Min. benötigte der zweifache Weltmeister für die hügelige 4,4 Kilometer lange Strecke in Andalusien. Von den 2012er Autos war nur der Lotus von Romain Grosjean schneller.

Alonso blickt optimistisch nach Barcelona

Doch wodurch kam diese plötzliche Leistungssteigerung? Am Vortag war der Ferrari noch anderthalb Sekunden langsamer. "Da sind wir aber nur mit den harten und den medium-Reifen gefahren. Heute haben wir zum ersten Mal die weiche Mischung ausprobiert", begründete Alonso den ungewöhnlichen Fortschritt.

Während sich Technikchef Pat Fry 24 Stunden zuvor noch vorsichtig besorgt geäußert hatte, sprühte Alonso nur so vor Optimismus. "Der Fortschritt, den wir hier in vier Tagen gemacht haben, war sehr groß. Es ist wichtig, dass wir das Auto immer besser verstehen. In Barcelona werden wir deutlich besser vorbereitet sein, als wir es hier in Jerez waren. Vielleicht hat Pat (Fry) auch genau das gemeint, dass wir mit einer bestimmten Vorstellung nach Jerez kamen, die sich dann aber nicht ganz erfüllt hatte."

Mit Alonso kommt die Wende für Ferrari

Man habe aber einen Weg gefunden, die Probleme zu umschiffen und immer mehr Leistung aus dem Auto zu holen. Nach den ersten zwei Tagen mit Felipe Massa kam in der zweiten Wochenhälfte mit Alonso die Wende: "Wir haben am dritten und vierten Tag die Freude und die Zuversicht wiedergefunden", freute sich der Spanier.

Alonso warnte die Konkurrenz vor weiteren großen Fortschritten mit dem F2012: "Vor allem in puncto Setup ist noch viel zu tun. Wir haben uns hier hauptsächlich auf die Aerodynamik konzentriert und sind mit konstantem Speed gefahren. Aber vom Setup sollte noch deutlich mehr kommen." Eine Schwäche aus dem Vorjahr habe man sogar schon ausmerzen können: "Das Aufwärmen der Reifen ist eine der Stärken des Autos", erklärt der 30-Jährige. "Es scheint, als können wir schon in der ersten Runde das Maximum herausholen, was letzte Saison nicht immer der Fall war."

Ferrari noch nicht zuverlässig genug

Ganz zufrieden ist Alonso aber noch nicht. Vor allem die Zuverlässigkeit ist noch nicht auf dem bekannten Ferrari-Niveau. "Wir müssen das Auto noch besser verstehen. Wir sind vielleicht er bei 20 Prozent von dem, wo wir sein müssten. In den nächsten Testtagen werden wir versuchen, den Rest hinzubekommen."

Die Scuderia muss aufpassen, dass die Zeit nicht wegläuft. "Wir haben nur noch zwei weitere Tests - also einen weniger als im vergangenen Jahr. In Barcelona müssen wir so viel Zeit wie möglich auf der Strecke verbringen. Das war der einzige negative Punkt heute, dass wir nur auf 39 Runden gekommen sind. In Barcelona müssen es mehr als 100 sein, weil die Informationen aus diesen Runden so wertvoll sind."

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