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Fernando Alonso

"Wir haben das bessere Team"

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Korea - 12. Oktober 2012 Foto: xpb 66 Bilder

Fernando Alonso gibt sich nicht geschlagen. Trotz der Red Bull-Offensive sieht er weiter Chancen auf den WM-Titel. Der vierte Startplatz scheint dem Ferrari-Piloten Recht zu geben. Alonso stuft Vettels Galavorstellung in Suzuka als positiven Ausreißer nach oben ein.

13.10.2012 Michael Schmidt

Nach der ersten K.O.-Runde im Korea-Qualifying sah es bitterböse für Ferrari aus. Die Red Bull-Piloten schüttelten die Bestzeiten aus dem Handgelenk. Fernando Alonso verlor neun Zehntel auf seinen WM-Gegner und hätte um ein Haar die Qualifikationshürde nicht geschafft. Der Spanier musste einen Satz superweiche Reifen opfern, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

"Als wir gesehen haben, dass Senna zu langsam ist, haben wir Fernando gesagt, dass er den Versuch abbrechen soll, um den Reifensatz so gut wie möglich zu schonen", berichtet Rennleiter Stefano Domenicali.

Alonso ab dem Q2 stark

Ab Q2 explodierte Alonso. Er zauberte 1,2 Sekunden aus dem Handgelenk. Plötzlich wurde er sogar für die Red Bull zur Gefahr. Dabei musste er in den beiden verbleibenden Qualifikationsrunden jeweils mit einem gebrauchten Satz der Marke supersoft anfangen.
 
Ganz am Ende rutschte Alonso noch auf Startplatz vier ab. Der Abstand zum Trainingsschnellsten Mark Webber betrug trotzdem nur 0,292 Sekunden. Der Australier tut Alonso nicht weh. Auf Vettel fehlen ihm lediglich 0,218 Sekunden. Deutlich weniger als noch vor einer Woche in Suzuka.

Alonso hält Suzuka für einen einmaligen Ausrutscher. "Die Überraschung ist nicht, dass wir jetzt näher an Red Bull dran sind, sondern dass Red Bull in Suzuka so weit weg war. Sie fuhren gegenüber jedem in einer eigenen Kategorie. Wahrscheinlich war das streckenbedingt. Hier herrscht wieder Normalzustand."

Ferrari im Rennen besser

Alonso gibt das WM-Duell gegen Vettel nicht auf. Vom vierten Startplatz sieht er durchaus Chancen Vettel zu schlagen, der 16 Meter weiter vorne steht. "Wir sind im Rennen immer stärker als im Training. Dazu haben wir die besseren Boxenstopps, die bessere Strategie und den besseren Reifenverschleiß."

Der Sektorenvergleich auf der Strecke von Yeongam deckt ganz klar die Vorzüge und Nachteile der beiden Autos auf. Der erste Sektor ging unentschieden aus. Ferrari gewann auf den Geraden 3,5 km/h, verlor aber beim Beschleunigen aus den drei Haarnadeln. Im zweiten Sektor war Alonso eine Zehntelsekunde schneller als Vettel. Der Ferrari ist traditionell stark in schnellen Kurven.

Dafür gab Vettel seinem Widersacher drei Zehntel im letzten Sektor mit. "Der ist ein bisschen eckiger, eine Folge von engen Kurven. Da spielt der Red Bull seine Vorteile im Abtrieb und der Traktion aus. Deshalb wird er auch in Abu Dhabi wieder stark sein", analysiert Alonso.

Ferrari-Team besser als Red Bull

Das WM-Duell ist längst zum Psychospiel geworden. Alonso redet sich stark, Vettel hält den Ball flach. "Ich mache mir keine Sorgen für die nächsten fünf Rennen. Wir müssen nur unsere Stärken nutzen und unsere Schwächen minimieren. Unsere Schwäche ist die Qualifikation", trommelt der Ferrari-Pilot: "Red Bull hat das bessere Auto, aber wir haben das bessere Team."

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