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Alonso Trainingszweiter in Montreal

Verhaltener Optimismus bei Ferrari

Massa und Alonso Foto: xpb 23 Bilder

Nach dem Durchhänger von Istanbul hofft Ferrari in Montreal auf den Aufschwung. Die große Ausbaustufe kommt allerdings erst beim nächsten Rennen in Valencia. Der zweite Platz von Fernando Alonso gab Anlass zur Hoffnung. Doch Alonso warnt vor übertriebenem Optimismus.

11.06.2010 Michael Schmidt

Am ersten Trainingstag konnte Ferrari die Enttäuschung von Istanbul schon fast wieder vergessen machen. Die beiden Piloten kamen locker in die Top Ten. Dem Zweitplatzierten Fernando Alonso fehlten am Ende sogar nur 0,086 Sekunden auf die Bestzeit von Sebastian Vettel. Normalerweise wäre das ein gutes Zeichen für Ferrari, denn die Roten konzentrieren sich am Freitag mehr als andere auf die Rennvorbereitung und sind am Samstag tendenziell stärker.

Ferrari hofft auf Umkehr des Trainingstrends

Diese Regel hatte Bestand bis zum GP Türkei. "Da war es genau umgekehrt", erinnert sich Alonso. "Wir waren am Freitag Vierter und Fünfter, machten uns Hoffnung, und sind am Samstag so böse abgestürzt, dass ich nicht mal das Top Ten-Finale geschafft habe." Deshalb bremste der Spanier die aufkommende Euphorie: "Abwarten, was der Samstag bringt. Wir sind heute hauptsächlich mit Blickrichtung Rennen gefahren, haben die beiden Reifenmischungen verglichen, bei den Bremsen unterschiedliche Kühlkonzepte und Scheibenmaterialien probiert."

Das umfangreiche Programm führte dazu, dass der WM-Vierte ein paar Mal über die Wiese abkürzte. Trotzdem lobte er die Umbaumaßnahmen an der Strecke. "Der neue Asphalt ist sehr gut. Es gibt kaum noch Bodenwellen, und der Belag legt schnell an Grip zu. Nur in Kurve 8 gibt es noch den alten Asphalt." Genau dort zählte man die meisten Ausritte des ersten Trainingstages.

Hoffnung auf Gummi auf der Ideallinie

Alonso monierte einen hohen Abbau mit den weichen Reifen und hofft, dass der zunehmende Gummi auf der Ideallinie das Problem von alleine löst. Felipe Massa ging mit seinen Sohlen etwas schonender um. "Wir lagen noch bei denen, die mit den Reifen die wenigsten Probleme hatten." Der Brasilianer ist etwas optimistischer als sein Teamkollege: "Wir sehen besser aus als in der Türkei", traute er sich nach seinem fünften Trainingsplatz zu sagen.

Die technische Besprechung am Abend wird trotzdem etwas länger dauern. "Es ist unheimlich schwer den besten Kompromiss zwischen Top-Speed und Traktion zu finden. Wir haben ein paar Ideen, wie wir das lösen." Massas Andeutungen zufolge tendiert man eher dazu Top-Speed zu opfern, um besser aus den Kurven herauszukommen. "Wenn der Ausgangs-Speed höher ist, profitierst du im ersten Teil der Geraden davon."

Massa-Verlängerung freut beide Piloten

Massa schwebt seit der Vertragsverlängerung bis Ende 2012 im siebten Himmel. Er wird dann mit sieben aktiven Jahren einer der längstgedienten Ferrari-Piloten der Geschichte sein. "Es ist gut, dass ich jetzt den Kopf frei für meine Arbeit habe. Der neue Vertrag gibt mir Sicherheit."

Auch Alonso applaudierte: "Kontinuität ist wichtig. Felipe kennt das Team in- und auswendig. Ich bin noch ziemlich neu hier. Wenn Ferrari nächstes Jahr wieder einen neuen Fahrer geholt hätte, wäre das nicht ideal gewesen. So können Felipe und ich unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen." Alonsos Kumpel Robert Kubica wird es nicht so gerne gehört haben. Sein Weg zu Ferrari ist auf jeden fall bis 2013 verbaut.

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