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Ferrari

Vorteil Ferrari: Alle Karten auf Alonso

Fernando Alonso Foto: Ferrari 12 Bilder

Die Weltmeisterschaft geht in Spa in ihre entscheidende Phase. Mark Webber, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Jenson Button und Fernando Alonso liegen innerhalb von 20 Punkten. Ferrari hält die besten Karten in der Hand. Maranello kann sich auf einen Fahrer konzentrieren.

10.08.2010 Michael Schmidt

Red Bull hat das schnellste Auto. McLaren die beste Trefferquote. Und Ferrari die besten Chancen auf den WM-Titel. Dabei hat Fernando Alonso von den fünf Fahrern, die um den WM-Titel fahren, die wenigsten Punkte auf dem Konto.

Ferrari setzt nur noch auf eine Karte

20 Zähler fehlen dem Spanier auf Spitzenreiter Mark Webber. Doch der Weltmeister von 2005 und 2006 hält eine unbezahlbare Trumpfkarte in der Hand. Sein Team spielt nur noch die Karte Alonso. Und dass Ferrari Felipe Massa notfalls per Befehl zurückpfeift, zeigte sich Hockenheim. Massa kommt nur noch theoretisch für den Titelgewinn in Frage. Den Brasilianer trennen 64 Punkte von Webber. Das sind zwei Siege und ein dritter Platz. Zuviel, um das in nur sieben Rennen aufzuholen.
 
Bei Red Bull und McLaren stehen die Strategen vor einem Dilemma. Offiziell sind Mark Webber und Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Jenson Button gleichgestellt. Es gibt keine Nummer eins im Stall. Bei Red Bull muss man das glauben. McLaren wurde schon zwei Mal versteckte Stallregie nachgesagt.
 
Der Punktestand schützt den schlechter platzierten Fahrer. Webber hat nur zehn Zähler Vorsprung auf Vettel. Die gleiche Differenz trennt Hamilton und Button. Es wäre fahrlässig, würde Red Bull jetzt schon Webber konsequent auf den WM-Titel ansetzen. Jeder WM-Punkt, den man Vettel wegnehmen würde, könnte das Team teuer zu stehen kommen. Dann nämlich, wenn Webber nur einmal ausfällt und Vettel durch einen Sieg, zweiten oder dritten Platz vorbeizieht. Dann hätte man der neuen Nummer eins Punkte geklaut. Gleiches gilt für McLaren. Würde das Team Button zugunsten von Hamilton opfern, könnte sich das später bitter rächen.

Red Bull und McLaren müssen abwarten

Red Bull und McLaren müssen warten, bis einer ihrer beiden Fahrer deutlich aus dem WM-Rennen fällt. Dem bisherigen Saisonverlauf nach zu urteilen, kann es bis zum letzten Grand Prix ein offenes Rennen bleiben. Demnach würden sich Webber, Vettel, Hamilton und Button weiter gegenseitig Punkte wegnehmen, während Alonso vor Massa keine Angst haben muss. Auch wenn der Brasilianer gedroht hat, dass er erst wieder zur Seite tritt, wenn er selbst keine Chancen mehr auf den Titel hat. Nach der Pleite von Hockenheim wird Ferrari in Zukunft Stallregie intelligenter spielen.
 
Red Bull hat bereits öffentlich erklärt, dass beide Piloten freie Fahrt haben. "Wir wollen Weltmeister werden", bekräftigte Teamberater Helmut Marko nach dem Rennen in Ungarn. "Uns ist egal, wer den Titel holt." Ein Weltmeister Webber wäre am Ende immer noch besser als ein Vize-Weltmeister Vettel, auch wenn der Deutsche besser ins Marketingkonzept passt. Red Bull hat bereits zuviele Punkte verschenkt, als dass man sich jetzt noch auf irgendwelche Spielchen zugunsten eines Fahrers einlassen könnte. Besitzer Dietrich Mateschitz weiß zu gut, dass solche Chancen nicht beliebig wiederkommen. Wer nicht zugreift, wartet unter Umständen ewig.

Bei McLaren ist der Titel Pflicht

Auch bei McLaren baut sich langsam Druck auf. Man sieht es an der Frontflügel-Diskussion. Die Teamleitung sieht ihre Felle davon schwimmen, weil in den letzten drei Rennen Stagnation eintrat. Der Titel ist Pflicht.
 
McLaren ist nur noch bis Ende 2012 Kunde bei Mercedes und will sich für die Zukunft bei einem anderen Hersteller empfehlen. Mit Hamilton und Button hat man zwei Siegfahrer, die bis jetzt erstaunlich gut harmonieren. Doch der Friede kann leicht aufs Spiel gesetzt werden. "Würden wir einen unserer Fahrer offensichtlich bevorzugen, wäre der Krieg da", weiß Teamchef Martin Whitmarsh. Deshalb wird sich McLaren eine eindeutige Einflussnahme ins Renngeschehen solange verkneifen, bis einer der beiden Fahrer keine Chance mehr hat. Versteckte Stallregie ist nicht immer möglich. Der Rennverlauf muss einem schon die Gelegenheit dazu in die Hände spielen.

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